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Warum Gaming bei Black Girls CODE eine wichtige Rolle spielt

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Brian Crecente
31. März 2022

Black Girls CODE wurde 2011 in der San Francisco Bay Area gegründet, nachdem Kimberly Bryants Tochter von ihrem Aufenthalt in einem Computer-Sommercamp enttäuscht war. Kenya Lloyd, Director of Development der gemeinnützigen Organisation, erzählt, dass Bryant eine geeignete Umgebung schaffen wollte, in der ihre Tochter und andere Mädchen wie sie von kulturell kompetenten Fachkräften in den Fachbereichen Wissenschaft, Technologie und Mathematik betreut und ausgebildet werden könnten.

Lloyd erzählt weiter, dass das Ziel der Organisation darin besteht, Schwarzen Mädchen grundlegende technologische und Programmierfähigkeiten zu vermitteln, damit sie als Entwicklerinnen und Creators Zugang zur Tech-Branche finden. 

„Black Girls CODE möchte der Welt zeigen, dass Schwarze Mädchen programmieren können und noch viel mehr“, sagt sie.

Wir haben uns mit Lloyd und Dr. Patrice Johnson, Chief Program Officer bei Black Girls CODE, unterhalten. Dabei ging es um Themen wie die Ursprünge der Gruppe, die Rolle der Spielentwicklung bei BGC und die Zukunftspläne der wachsenden Organisation.

 

Warum habt ihr euch entschieden, Spieldesign zu einem der acht Programmbereiche eurer Gruppe zu machen?

Johnson: Die Tochter unserer Gründerin interessierte sich für Spieldesign, und so ging es auch vielen anderen Mädchen.

 

Welchen Stellenwert hat Spieldesign innerhalb der Zielsetzungen von Black Girls CODE?

Lloyd: Gaming ist zu einem sehr beliebten Zweig der Tech-Industrie herangewachsen. Daher ist es für uns bei Black Girls CODE wichtig, unseren Schülerinnen neben anderen Bereichen der Tech-Branche auch in diesem Bereich Fähigkeiten zu vermitteln.

 

Wie wichtig ist die Spielentwicklung für die aktuellen Pläne der Organisation und welche Rolle wird sie in Zukunft spielen?

Johnson: Videospiele entwickeln sich stetig weiter, und wir möchten, dass unsere Schülerinnen ihren Teil zu dieser Entwicklung beitragen. Wir hoffen, dass sie einmal Spiele entwickeln, die ihren Interessen entsprechen.

 

Ich habe erfahren, dass eure Gruppe einen Epic MegaGrant von Epic Games erhalten wird. Welche Rolle spielt diese finanzielle Förderung für euer weiteres Wachstum?

Lloyd: Das Geld wird in die Unterstützung von STEM-Programmen (vergleichbar den deutschen MINT-Fächern) bei Black Girls CODE fließen, die unterrepräsentierten Communitys zugutekommen. Damit können wir uns unserem Ziel nähern, bis zum Jahr 2040 eine Million Mädchen zu erreichen. Unsere Community-Partner spielen eine entscheidende Rolle für unsere Mission, die Welt der Technologie zu verändern. Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, bei jungen Mädchen of Color weltweit Interesse zu wecken, ihnen Bildungsmöglichkeiten zu bieten und ihre Chancen zu verbessern, damit sie die Führungskräfte der Zukunft werden und die Innovation vorantreiben können.
Black Girls Code Banner

Welche konkreten Pläne gibt es für den Zuschuss in Bezug auf den Bereich Spielentwicklung innerhalb der Organisation?

Lloyd: Wir freuen uns ganz besonders über die Zusammenarbeit mit dem Epic Games-Team, denn dadurch können wir die Spieldesign-Lehrpläne von BGC verbessern und den Mädchen in unserer Ortsgruppe in Raleigh-Durham und anderswo Technologie-Lehrgänge anbieten, darunter auch Spieldesign. 

 

Wie weckt eure Organisation das Interesse der Mädchen, im digitalen Bereich kreativ zu werden?

Johnson: Black Girls CODE möchte den Anteil von Frauen of Color in der Tech-Branche erhöhen, indem wir schon früh einschlägige Erfahrungen ermöglichen, damit aus Tech-Nutzerinnen später Creators, Erfinderinnen und Führungskräfte werden. Wir bieten Vorbilder und Betreuung in einer kulturell positiven Umgebung. Seit 2011 hat BGC in 15 Ortsgruppen in den USA und im Ausland mehr als 30.000 Mädchen Technologie-Workshops, Hackathons, Sommercamps und viele andere Gelegenheiten für bereichernde Erfahrungen geboten. Dabei sind die drei Grundpfeiler des Engagements von Black Girls CODE virtuelle Programme, örtliche Community-Programme und schulische Partnerschaften für Mädchen im ganzen Land. Außerdem haben wir mit der Entwicklung eines Programms für ehemalige Schülerinnen begonnen.

 

Black Girls CODE hat eine sehr spezifische Zielsetzung. Habt ihr je darüber nachgedacht, die Zielsetzung zu erweitern oder euren Namen zu ändern?

Lloyd: Black Girls CODE richtet sich gezielt an Schwarze Mädchen, denn diese Gruppe ist im Bereich der Technologie besonders unterrepräsentiert. BGC geht davon aus, dass die Schaffung von Möglichkeiten für Schwarze Mädchen in der Tech-Branche dazu beitragen wird, ihre Tätigkeit in diesem Bereich zu erhöhen.

 

Wie hat sich die Gruppe seit ihrer Gründung erweitert, und was bedeutet dieses Wachstum für die Organisation?

Lloyd: Black Girls CODE hat in San Francisco angefangen, mit acht Mädchen, die sich sechs Computer teilten, um Codezeilen zu schreiben. Seit unserer Gründung haben wir mehr als 30.000 Schülerinnen in 15 Ortsgruppen in den USA und Südafrika betreut. Dieses Jahr wird BGC in Charlotte in North Carolina seine 16. Ortsgruppe eröffnen. Damit kommen wir unserem Ziel näher, bis 2040 eine Million Mädchen zu erreichen.

 

Kurz nach ihrer Gründung sprach die Organisation davon, eine Art Girl Scouts der Technologie zu werden. Ist das noch immer ein Ziel, und wenn ja, wie hofft ihr, es zu erreichen?

Johnson: Wir glauben, dass unsere Arbeit nicht nur Schwarze Mädchen inspiriert, sondern dass die Unterstützung von Mädchen mehrere Machtebenen verändern kann. Es geht um mehr, als nur Girl Scouts der Technologie zu werden. Es ist ein revolutionäres Programm, das alle zu freier Kreativität herausfordert, damit jeder seine Art finden kann, ein individuelles Genie zu werden.

 

Es ist für neue gemeinnützige Organisationen nicht ungewöhnlich, auf ihrem Weg zu nationalen oder internationalen Programmen mit Anfangsschwierigkeiten konfrontiert zu sein. Wie habt ihr diese Entwicklung gemeistert?

Johnson: Wir haben uns zuallererst auf die Bedürfnisse unserer Schülerinnen und auf unsere Mission konzentriert. Gleichzeitig haben wir Anpassungen vorgenommen, durch die wir unseren Einfluss stärken und weltweit ausbauen können.

Black Girls Code Map


Black Girls CODE hat heute internationale Ortsgruppen und Partnerschaften mit großen, einflussreichen Firmen. Wie hat dieses Wachstum die Ziele der Gruppe beeinflusst und was wird die Zukunft bringen?

Lloyd: Eine Strategie, die zum Erfolg unserer Organisation beigetragen hat, sind unsere engen Beziehungen zu den Communitys, in denen wir tätig sind, und dazu zählen auch lokale und nationale Unternehmenspartner. Wir arbeiten direkt mit Unternehmen zusammen, die unsere Arbeit unterstützen und fördern. Unter anderem sind in unseren Ortsgruppen Mitarbeiter von örtlichen Technologie-Unternehmen als ehrenamtliche Ausbilder tätig. Unsere Partner helfen uns, Schwarzen Mädchen in STEM gleiche Chancen zu bieten. Durch diese Zusammenarbeit bilden wir die nächste Generation von Entwicklerinnen aus, vergrößern den Anteil von Frauen of Color in der Technologie-Branche und geben unterrepräsentierten Mädchen die Möglichkeit, die Führungskräfte von morgen zu werden und so ihre eigene technologische Welt zu gestalten.

 

Was möchte Black Girls CODE in den nächsten 10 bis 12 Jahren erreichen, und welche Pläne gibt es dafür?

Lloyd: In den nächsten Jahren möchten wir mit Black Girls CODE unseren Einfluss auf Schwarze Mädchen und gleichzeitig unsere Reichweite vergrößern. Wir möchten unsere Mission ausbauen, die Schülerinnen auf die schnelllebige Tech-Branche vorzubereiten. Dafür werden wir unser Innovationspotenzial gezielt einsetzen. Die Tech-Branche entwickelt sich stetig weiter, und die Beteiligten bei BGC erwarten von uns, dass unsere Angebote mit der Veränderung Schritt halten. BGC entwickelt bereits Innovationen und neue, auf die Bedürfnisse der Mädchen zugeschnittene Programme, ganz besonders seit COVID.

 

Black Girls CODE hat 2022 Zuschüsse aus dem Programm „Access + Inclusion Grant“ erhalten.  Das Förderprogramm „Access + Inclusion Grant“ unter der Leitung von Epics „Communities, Partnerships and Giving“-Team verfolgt das Ziel, unterrepräsentierten Communitys und den darin tätigen Hilfsorganisationen durch Fördermittel, Tools, Bildung und Ressourcen für die Entwicklung von Technologie und Medieninnovationen besseren Zugang zu Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten. Hier findet ihr unser Antragsformular.