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Yooka-Replaylee dürfte die bislang beste Version des 3D-Platformers von Playtonic werden
J
Jason Fanelli
Acht Jahre später bringt Playtonic das Duo aus Chamäleon und Fledermaus zurück – diesmal mit einigen Verbesserungen unter der Haube. Nach dem Anspielen einer kurzen zeitlich begrenzten Demo beim Summer Game Fest ist klar: Yooka-Replaylee entwickelt sich zur ultimativen Version des klassischen Platformers.
Herumhüpfen
Zu Beginn der Demo wurden wir in die erste große Welt des Originalspiels geworfen: Tribalstack Tropics. Die Welt sieht genauso aus und hört sich an wie zuvor, aber die visuellen Verbesserungen von Yooka-Replaylee wurden sofort deutlich. Die ohnehin schon lebendige und farbenfrohe Welt wirkte nun noch eindrucksvoller, während wir auf der Suche nach Pagies und anderen Sammelobjekten herumliefen, sprangen und hüpften.

Das grundlegende Gameplay bleibt derweil unverändert zur Originalversion, was Sinn macht: Erkundung und Platforming waren schon 2017 die größten Stärken von Yooka-Laylee, und Playtonic war sich sicher, dass es nicht darum ging, das zu reparieren, was nicht kaputt war. Ein Rätsel mit roten Münzen und Rampen auf dem Gipfel des ersten Berges weckte einige schmerzhafte Erinnerungen – aber das lag weniger an „technischen Pannen“ und mehr an „Benutzerfehlern“, also nicht am Spiel selbst.
Das Hin und Her zwischen den beiden und anderen Charakteren in der Welt – im Banjo-Kazooie-Stil mit eingeblendeten Texten, während die Figuren immer wieder dieselben Laute von sich geben – ist nach wie vor witzig. In unserer Demo trafen wir auf Trowzer, die Schlange, Vendi, den fühlenden Verkaufsautomaten, und Kartos, die Minenlore – alles bekannte Gesichter aus der Vergangenheit.
Wir trafen sogar erneut auf Shovel Knight – ein klares Zeichen dafür, dass die Cameo-Auftritte aus dem Original auch in der neuen, überarbeiteten Version erhalten bleiben. Shovel Knights Quest besteht darin, dass Yooka und Laylee Edelsteine vom Gipfel eines Plateaus sammeln – eine passende Mission für den schaufelschwingenden Schatzsucher – und sie erinnert daran, dass wir nie wissen können, welche Überraschung als Nächstes auf uns wartet.
Letztlich war das mehr vom altbewährten Yooka-Laylee – mit dem gleichen spaßigen Platforming und Rätsellösen. Allerdings gab es eine bemerkenswerte Veränderung, die ich zunächst gar nicht bewusst wahrgenommen habe – die sich im Nachhinein jedoch als das Highlight der Demo herausstellte.
Eine Frage der Perspektive
Nachdem unsere Hands-on-Demo mit Yooka-Replaylee zu Ende war und wir uns bereits auf den Weg machen wollten, wurde uns plötzlich etwas klar: Wir hatten in den gesamten 15 Minuten kein einziges Mal an der Kamera herumgefummelt. Es gab keine seltsamen Zooms, bei denen Yooka die Sicht versperrte, die Perspektive änderte sich nicht grundlos nach Lust und Laune und sie ignorierte mich nicht, wenn ich sie selbst bewegen wollte. In dieser Hinsicht war die Kamera geradezu beeindruckend.

Auch wenn eine funktionierende Kamera auf den ersten Blick nichts Besonderes zu sein scheint, ist es im Fall von Yooka-Laylee – und den Problemen, die die Kamera im Originalspiel bereitet hat – ein äußerst willkommenes Zeichen, dass diese alten Schwächen nicht wieder auftauchen. Es ist ein gutes Zeichen, dass Blickwinkel und Perspektiven nicht mehr so aufdringlich sind wie früher – so können die vielen anderen charmanten Elemente von Yooka-Laylee besser zur Geltung kommen und das Spielerlebnis bereichern.
Die Verbesserungen, die bereits in diesem 15-minütigen Ausschnitt zu sehen waren, sind definitiv Grund zur Vorfreude, denn sie zeigen, dass Playtonic gezielt auf viele der Punkte eingegangen ist, die Fans seit dem ursprünglichen Release von Yooka-Laylee im Jahr 2017 geändert sehen wollten. Wenn dem so ist, könnten Yooka, Laylee und der Rest der Truppe endlich den Durchbruch schaffen und zu den nächsten großen Stars im 3D-Platforming werden – ein Platz, den sie sich definitiv verdient haben.
Yooka-Replaylee erscheint noch in diesem Jahr für Konsolen und PC.