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Der aufrichtige Charme von Alba: A Wildlife Adventure wird euer Herz erobern – und noch viel mehr

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Chris Lawn
4. Sept. 2023

Im Herzen von Alba: A Wildlife Adventure steckt eine unbändige Freude. Dieses launenhafte und unbeschwerte Spiel besticht durch seinen ungekünstelten Charme. Seid nicht überrascht, wenn die herzzerreißende Schlussszene euch tief berühren wird – auch wenn das Spiel bereits nach drei Stunden zu Ende ist.

Alba besucht Pinar del Mar, um eine Woche Urlaub bei ihren Großeltern zu machen, doch schnell hat sie eine Mission gefunden: eine Petition, um den Bau eines Luxushotels zu stoppen und so ein bedrohtes Naturschutzgebiet zu retten. Diese Aufgabe mag für ein kleines Kind ein wenig groß erscheinen, aber Alba ist dieser Herausforderung gewachsen. Um das Schutzgebiet zu retten, verbringt sie Zeit mit den Einheimischen, erkundet jede Menge wunderbare Orte und macht mit dem Smartphone ihres Großvaters Fotos von tollen Tieren.

Die Figuren sind einfach und stilisiert, doch jede ihre Bewegungen und jeder Gesichtsausdruck strahlt Persönlichkeit aus. Wenn Alba über einen Weg läuft, hüpft sie öfters einige Schritte vor sich hin und breitet dann ihre Arme aus, als wollte sie sich wie ein unbeschwerter Adler in die Lüfte erheben. Während ihrer Reise wird euch mehrere Male eine Ja-Nein-Frage präsentiert. Anstatt Dialogfelder anzuklicken, müsst ihr Albas Kopf nach oben und unten bzw. links und rechts bewegen, um ein übertriebenes Nicken oder Kopfschütteln auszudrücken – was selbstverständlich von einem albernen Grinsen oder einem Stirnrunzeln begleitet wird.
Alba 2
Solche liebevoll animierten Marotten schaffen eine Verbindung zu den Menschen und Tieren, denen ihr auf der Insel begegnet, und wecken den starken Wunsch, diesen Ort zu beschützen. Wenn ihr dabei Müll aufsammelt, kranke Eichhörnchen behandelt und Promenaden repariert, hakt ihr nicht nur Aufgaben auf einer Liste ab – diese wichtigen Aktivitäten haben direkte Auswirkungen auf das empfindliche Ökosystem.

Mensch und Natur werden oft im Widerspruch zueinander dargestellt – die gefährlichen Bestien pirschen durch die Wildnis, während sich die Menschen in Kisten aus Stahl einschließen. Alba plädiert für ein natürlicheres Zusammenleben, eine Welt, in der die Tiere frei neben den Menschen leben. Sie wünscht sich eine Welt, in der Ibisse durch die Reisfelder streifen und sich die Falken in einer verfallenen Burg einnisten können, während die Menschen am Nachmittag in der Sonne sitzen und ein leckeres Möhreneis genießen.

Gegen Ende der Reise klingelt Albas Telefon und sie erhält eine Nachricht: Müll wurde über den Strand geweht und die Tiere stecken im Dreck fest. Eigentlich müsst ihr dabei nur auf ein paar Möwen klicken, die in den Plastikringen von Einweg-Sixpacks stecken, aber im selben Moment steht ihr dort mit einem Dutzend anderer Stadtbewohner am Strand und rettet die Tiere vor einem schrecklichen Schicksal.

Das mag euch vielleicht nicht unbedingt die Tränen in die Augen treiben – dafür gibt es verschiedene andere Gelegenheiten – aber das Gefühl, das es in eurem Herzen weckt, ist einmalig. Alba weckt Stolz und Freude in euch. Das Spiel hat eine absolut entwaffnende Fähigkeit, euch ein Lächeln abzuringen, und sei es nur für einen flüchtigen Augenblick.