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Assassin's Creed Mirage besinnt sich auf seine Wurzeln, um zu wachsen
C
Craig Pearson
So spektakulär die letzten Titel auch gewesen sein mögen, hat auch die Rückbesinnung auf den anfänglichen Stil seinen Reiz, was Ubisoft bei einer kurzen Demonstration des kommenden Spiels unbedingt unterstreichen wollte. Mirage ist eine Welt, in der eine in Weiß gehüllte Gestalt über Dächer tanzen und aus ihrem Ärmel ein Handgelenksmesser hervorzaubern kann, das sie dann einem Ziel ins Herz rammt.

Dieses Mal trägt Basim den Umhang, der sympathische Charakter aus Assassin's Creed Valhalla, der Eivor den Verborgenen vorstellte. Doch hier handelt es sich um Basim 20 Jahre vor dieser Begegnung, einem jungen Mann im Bagdad des 9. Jahrhunderts. In der Stadt sorgt der Unmut der Bevölkerung für eine Revolution gegen die Korruption und brutale „Gerechtigkeit“ der Herrscher. Basim hat seine Berufung beim geheimnisvollen Asssassinenorden gefunden, der zur rechten Zeit am rechten Ort ist, um die Revolution voranzutreiben. In den Zweigstellen der Verborgenen, die über die ganze Stadt verteilt sind, erhält er Aufträge, Verbesserungen und Zielinformationen, damit er die perfekten Attentate vorbereiten kann.
Bagdad will erkundet werden. Der Parkour verwandelt die Gebäude voller Menschen in Geheimpfade. Basim hüpft, schreitet und springt über Dächer, Gerüste, Balkone, Seile, Wände und vieles mehr. Ubisoft war es wichtig, dass man den Parkour einfach erlernen und meistern kann, damit man beim Spielen gar nicht mehr darüber nachdenken muss. Der Parkour sollte immer eine Option sein.
So wie das Schleichen. An manchen Stellen der Demonstration schleicht Basim durch hohes Gras, sitzt auf Bänken und verschwindet in Menschengruppen. Nachdem er ein Ziel durch die Stadt verfolgt hat, begibt er sich mit dem Messer in der Hand auf eine belebte Straße, um es einfach auszuschalten. Er entkommt, indem er Regale umwirft, um anderen den Weg zu versperren, und kehrt mit gekonnten Bewegungen wieder auf die Dächer zurück, um zu verschwinden. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, hier Altair oder Ezio aus den ersten Spielen der Reihe zu sehen. Die Bewegungsabläufe und Action sind alle auf schnelle Attentate und Fluchten ausgelegt. Kämpfen sollte man nur, wenn es nicht anders geht.

Während einer größeren Mission muss Basim eine Spionin aus dem Prinzenpalast befreien und die Person töten, die sie gefangen genommen hat. Von einem nahegelegenen Dach aus lässt Basim seinen Adler Enkidu losfliegen, um die beste Route auszuspähen. Da dieser jedoch sofort von einem Scharfschützen attackiert wird, muss Basim ohne weitere Informationen auf das Gelände des Palasts hinabsteigen. Allerdings stehen ihm noch immer alle Mittel zur Verfügung, um sich einen Weg zu bahnen, einschließlich eines Sichtmodus, der Wachen hervorhebt. Das heimliche Vorgehen im Palast ist eine Mischung aus sozialen Interaktionen, bei denen sich Basim zu tratschenden Zivilisten gesellt, um nicht aufzufallen, dem Schleichen im Gestrüpp sowie dem Einsatz von Werkzeugen, wie etwa einem Blasrohr, um Wachen kampfunfähig zu machen, oder Wurfmessern, um Feinde aus der Distanz auszuschalten.
Das hat alles seinen Sinn. Basim findet den Scharfschützen, der auf seinen Adler geschossen hat, und tötet ihn, wodurch er sich rächt und Enkidu ermöglicht, wieder in die Lüfte aufzusteigen.
Dadurch entdeckt Basim, dass die Spionin auf einem Innenhof geschlagen wird. Im hohen Gebäude, das den Innenhof umgibt, befinden sich mehrere Wachen, die alles im Blick haben. Es scheint unmöglich, sich an sie heranzuwagen, ohne geschnappt zu werden. Doch Basim verfügt über eine Begabung, mit der er Feinde markieren und hinrichten kann. Er konzentriert sich auf drei Wachen, die er markiert, bevor er sich wie ein Schreckgespenst über sie hermacht, sich unsichtbar von einer Wache zur nächsten bewegt und am Ende nur Leichen zurücklässt.

Jetzt ist er in der Lage, das eigentliche Attentat zu planen. Er legt eine Falle vor eine offene Tür und stürzt sich auf den Hauptmann, der die Spionin schlägt. Was folgt, ist klassisches Assassin's Creed-Gameplay: Er lässt sich in Zeitlupe von einem Balkon fallen und sticht das Messer in das völlig unvorbereitete Ziel. Als er die Spionin befreit, blendet die Falle die Wachen an der Tür, was den beiden die Flucht ermöglicht.
Alles spitzt sich auf diesen einen actiongeladenen Höhepunkt zu – eine perfekte Hommage an die Wurzeln der Reihe. Mirage in Aktion zu sehen, ist so, als würde man mit dem Animus in der Zeit zurückreisen.
Assassin's Creed Mirage erscheint am 12. Oktober 2023. Kauft es heute vorab.