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Causal Loop ist ein packendes Puzzle-Abenteuer, bei dem euch eure vergangenen Echos in der Gegenwart den Weg weisen.
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Alan Wen

Ihr schlüpft in die Rolle des Exo-Archäologen Bale, der auf einen längst vergessenen Alien-Planeten gereist ist, um die Überreste einer verlorenen Zivilisation zu erforschen – und dabei versehentlich ein beinahe katastrophales Ereignis auslöst, das die Realität zu zerbrechen droht, während ihr in einem Zeitparadox gefangen seid, oder, anders gesagt: in einer gigantischen Kausalitäts-Schleife.
Bales erstes Ziel ist es, seine Kollegin Jen zu finden, eine Exo-Linguistin. Die Demo startet jedoch zunächst mit einem „geschickt getarnten Tutorial“ – so kommentiert es euer schwebender KI-Begleiter Walter, der damit frech die vierte Wand durchbricht. Das Ganze dient als schnellster Weg, um zu zeigen, wie sich die Kausalitäts-Schleife auf Bale ausgewirkt hat – sie verleiht ihm die Fähigkeit, Echos seiner selbst zu erschaffen.
Diese Kraft erweist sich sofort als nützlich: Ich stoße auf ein Terminal, das ein Tor vor mir öffnet, allerdings nur für ein paar Sekunden, bevor es sich wieder schließt. Zum Glück befindet sich am Rand des Raumes ein „Phasenriss“ – eine Art Blase, in die ich hineintreten kann, um mich zu verzweigen. Damit nehme ich quasi eine Version von mir selbst auf, die eine bestimmte Aktion ausführt, zum Beispiel zum Terminal gehen und es aktivieren.

Sobald dieses Echo von Bale aufgezeichnet ist, wiederholt es die Aktion in einer Endlosschleife. So brauche ich nur noch zum Tor zu gehen, abzuwarten, bis es sich öffnet, und kann ganz entspannt hindurchschreiten. Natürlich werden die Rätsel danach deutlich komplexer. Die Aufzeichnungen haben zudem nur ein kurzes Zeitfenster, auch wenn ihr sie jederzeit früher beenden könnt. Deshalb lohnt es sich, vorher genau zu überlegen, was euer Echo tun soll, bevor ihr in einen Phasenriss tretet – auch wenn ihr Echos natürlich jederzeit neu aufnehmen könnt.
Immerhin steht euch Walter in eurem Anzug zur Seite, um euch bei neuen Puzzle-Mechaniken anzuleiten, auch wenn er dabei gern einen herablassenden Ton anschlägt. Manche Terminals müssen mit Schlüsseln aufgeladen werden, die ihr allerdings schnell transportieren müsst, da sie instabil sind und nach kurzer Zeit explodieren können. Richtig knifflig wird es aber, wenn mehrere Terminals gleichzeitig aktiviert werden müssen.
Dafür kann Bale bis zu drei weitere Echos von sich erschaffen, und ich denke mir schon, dass mehr wohl in einem Hirnschmelze-Szenario enden würden. Jede Echo-Aufnahme braucht natürlich ihren eigenen Phasenriss, und ihre Wege dürfen sich dabei nicht überschneiden. Übrigens solltet ihr besser nicht mit einem eurer Echos kollidieren, denn schließlich heißt es: In einer Kausalitäts-Schleife sollte man seinem Parallel-Ich lieber nicht begegnen.
Causal Loop besteht nicht nur aus einer Reihe abstrakter Puzzle-Räume, das Hauptspiel hat auch eine starke erzählerische Komponente und spielt in ziemlich weitläufigen Umgebungen. So trete ich aus einer Anlage hinaus in das felsige Terrain dieses fremden Planeten. Umso wichtiger ist es, sich zu orientieren und herauszufinden, wohin der Weg führt.

Diesmal stieß ich auf ein Terminal, das eine Brücke mit Energie versorgen kann, allerdings befindet es sich auf einer höheren Plattform, während der benötigte Schlüssel unten liegt. Mein erster Gedanke: Ein Echo aufnehmen, das nach unten geht und den Schlüssel holt. Doch schnell stellte sich heraus: Echos können keine Objekte aufnehmen. Und durch ein Portal transportieren ließ sich der Schlüssel ebenfalls nicht. Die Lösung war letztlich viel simpler: Ich konnte ihn einfach nach oben werfen und mich dann selbst per Portal hinüberbeamen, um ihn rechtzeitig aufzufangen, bevor er explodiert. Physik spielt in dieser Welt also eine ebenso wichtige Rolle, und in diesem Fall musste ich sogar springen, um den Schlüssel hoch genug auf die Plattform zu schleudern.
Auch wenn Echos ihre Aktionen endlos wiederholen, bleibt das Timing entscheidend. Beim letzten Puzzle musste ich ein Echo aufzeichnen, das eine Brücke aktiviert, doch der nächste Phasenriss materialisiert sich nur für ein paar Sekunden. Also begann ich die Aufnahme des nächsten Echos erst, als die Brücke wieder erschien, um sicherzugehen, dass ich genug Zeit hatte, hinüberzukommen und im Anschluss zwei weitere Brücken am anderen Ende der Karte in schneller Folge zu aktivieren.
Damit nicht genug: Zwar kann ich mich zurückteleportieren und warten, bis mein Echo die beiden Brücken aktiviert, die ich überqueren muss, doch reicht die Zeit nicht, beide nacheinander zu schaffen – es sei denn, ich halte kurz auf einer Zwischenplattform inne, bis mein Echo die Aktion wiederholt. Und ich kann mir schon vorstellen, wie Speedrunner dieses Timing perfektionieren: Ihr Echo aktiviert die beiden Brücken-Terminals so präzise, dass die zweite Brücke genau in dem Moment erscheint, in dem sie die erste überquert haben.
Am Ende der Demo war ich beeindruckt davon, wie clever die Mechaniken und Rätsel in Casual Loop gestaltet sind – nur um im nächsten Moment eiskalt erwischt zu werden: Hinter einer Ecke stieß ich auf einen verstörenden Anblick. Ein lebloser Körper in einem Raumanzug, zusammengesunken in einer Pfütze aus blauem Schleim, eine Leiche, von dem Walter meint, sie sei „älter“. Mit anderen Worten: eine ältere Version von Bale selbst, als er den Raum-Zeit-Kontinuum irgendwie zersplittert hat. Und soweit ich es verstanden habe, gibt es auch noch ein „Omega“ mit ganz eigenen Plänen, dessen Geheimnissen ich wohl auf den Grund gehen muss.

Mehrere Versionen von sich selbst zu haben, kann also eine brillante Lösung für Probleme sein – oder der Ursprung noch viel größerer. Wie auch immer: Ich will unbedingt mehr herausfinden.
Causal Loop erscheint demnächst im Epic Games Store – setzt es jetzt auf die Wunschliste.