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Lasst euch von den niedlichen Charakteren nicht täuschen – Escape from Duckov ist ein knallharter Looter-Shooter.

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Ana Diaz
27. Aug. 2025
Auch wenn ich als putzige Ente mit großen Kulleraugen spiele, setzt mir Escape from Duckov schon in den ersten Minuten ordentlich zu. Los geht's mit der Anpassung meiner eigenen Ente – doch dieses Menü ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Schon kurz darauf haut mir das Spiel den ersten knackigen Kampf um die Ohren, und das Tutorial zwingt mich dazu, für das Leben meiner kleinen Ente zu watscheln und auszuweichen. 

Entwickelt von Team Soda und veröffentlicht von Bilibili ist Escape from Duckov ein beinharter Singleplayer-Top-Down-Looter-Shooter. Anspielen konnte ich es auf der gamescom 2025 in einer privaten Session mit den Entwicklern. Unterm Strich bot mir das Preview einen Vorgeschmack auf ein knallhartes Spiel, das all jene begeistern dürfte, die nach einem intensiven, aber gleichzeitig herrlich albernen Looter-Shooter suchen. 
Kampf
Wer den Hit Escape from Tarkov kennt, wird vermutlich sofort eine Verbindung zu Escape from Duckov ziehen – schon allein wegen des Namens. Doch dieses Enten-Abenteuer hat mit dem bekannten Shooter offiziell nichts zu tun. Ein Sprecher von Team Soda erklärte mir, dass es sich nicht um ein lizenziertes Spin-off handelt, sondern lediglich um ein Spiel, das davon inspiriert wurde. 

„Wir haben dieses Spiel entwickelt, weil das Team [Escape from Tarko] so sehr liebt“, erklärt der Vertreter. 

Escape from Tarkov ist ein Multiplayer-Taktik-Shooter aus der Ego-Perspektive mit realistischem Look. Das Entenspiel hingegen ist ein Top-Down-Shooter mit einem Mix aus düsterem und zugleich cartoonhaftem Stil. Bekannt ist Escape from Tarkov auch für seine saisonalen Wipes, bei denen sämtlicher Spielfortschritt zurückgesetzt wird – ein Feature, das Escape from Duckov allerdings nicht übernimmt. Unterm Strich spielen sich die beiden Titel ziemlich unterschiedlich – doch Duckov übernimmt die knallharte Schwierigkeit und die Survival-Mechaniken, die Spieler mit Escape from Tarkov verbinden. 

„Der Produzent hat selbst Tausende Stunden in Escape from Tarkov gesteckt, fand das Spiel aber extrem hardcore“, erklärte mir ein Sprecher des Teams. „Der hohe Druck im Spiel schreckt viele Spieler ab. Deshalb wollte er die Essenz dieses Erlebnisses in einer zugänglicheren Form an andere weitergeben.“
Ground Zero
Das Spiel startet mit einem Knall – und ist schon am Anfang ziemlich schwierig. Ich spielte auf dem zweitleichtesten Schwierigkeitsgrad, und selbst die Tutorial-Gegner konnten mich mit nur zwei Treffern ausschalten. Also musste ich mir schnell das Rollen und Ausweichen aneignen, um überhaupt nah genug an die Feinde heranzukommen und sie mit meinem Schlagstock zu treffen. (An diesen Stellen fühlte ich mich dem Key Art des Spiels – einer weinenden Ente, die um ihr Leben rennt – fast schon ein wenig zu sehr verbunden.) 

Ich durchstöbere verschiedene Räume in diesem verschlungenen Untergrundkomplex und finde schließlich eine Waffe in einer Kiste. Meine erste Schusswaffe machte das Spiel zwar spürbar einfacher, doch selbst dann musste ich genau darauf achten, die richtige Munition zu laden und meine wenigen Schüsse sorgsam einzusetzen. Nachdem ich das überraschend harte Tutorial gemeistert hatte, landete ich in einem unterirdischen Bunker, der als Basis meiner Ente dient. 

Dort kann ich Möbel bauen, um meine Ente aufzuwerten, und neue Items herstellen. Der Kern des Spiels ist simpel: hinausgehen, Ressourcen sammeln und in die Basis zurückkehren, um Charakter und Ausrüstung zu verbessern. Die Gameplay-Loop ist damit recht geradlinig und schnell verständlich – auch wenn das Spiel an sich fordernd bleibt. Also verlasse ich meine Basis, erkunde die Umgebung, räume feindliche Camps und plündere ihre Beute. Von dort aus kann ich mich entweder zurück in meine Basis teleportieren – oder auf meinen Schwimmhäuten zurückwatscheln, um die frisch erbeuteten Ressourcen ins Camp zu bringen. 
Gefängniszelle 2
Als ich mich weiter in die große Oberwelt hinauswage, stoße ich auf neue Herausforderungen, die das Spiel noch schwieriger machen. Ich muss Balken wie Ausdauer und den Durst meiner Ente im Blick behalten. Zusammen mit einem Inventar, das zu Beginn nur wenige Gegenstände fasst, machte mich das auf jede einzelne Entscheidung und die Nutzung jedes Items aufmerksam. An einem Punkt erwischte ich mich sogar dabei, literweise Milch in mich hineinzuschütten – nur um Platz für Holz zu schaffen, das ich zurück in meine Basis bringen wollte. 

Insgesamt wirkte das Erlebnis für mich zugänglicher als Escape from Tarkov, auch wenn es durchaus fordernd blieb. Dank Features wie der einstellbaren Schwierigkeit und dem schnellen Einstieg fiel es mir leicht, in diese Welt einzutauchen. Am Ende war es vielleicht schwieriger, als ich es gewohnt bin, aber diese watschelnden Enten sind zäh genug, um selbst das härteste Survival-Szenario zu überstehen. 

Escape from Duckov erscheint für macOS und Windows-PC. Ihr könnt den Titel jetzt im Epic Games Store auf eure Wunschliste setzen.
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