
Acht Gründe, warum wir S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl entgegenfiebern

Das Angebot an Videospielen ist fast unüberschaubar, doch die S.T.A.L.K.E.R.-Reihe bleibt unerreicht. Die oft nachgeahmte, aber nie übertroffene Original-Trilogie S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl, Clear Sky und Call of Pripyat versetzte die Spieler in die „Zone“, eine fiktive Version des Sperrgebiets, das nach der berüchtigten Nuklearkatastrophe von 1986 um das Kernkraftwerk Tschernobyl eingerichtet wurde.
Im September erscheint der lang erwartete Nachfolger S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl, da ist die Gelegenheit günstig, den Geigerzähler zu zücken und den ganzen Hype aus strahlender Nähe zu betrachten. Obwohl wir noch nicht viel über S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl wissen, lassen die bisherigen drei Teile darauf schließen, was wir vom ersten neuen S.T.A.L.K.E.R.-Titel seit 2009 erwarten können.
Hier erfahrt ihr, warum wir uns auf die Rückkehr in die Zone freuen:

Entdeckt eine der eindrucksvollsten Videospielkulissen wieder
Die „Zone“ selbst ist der eigentliche Star von S.T.A.L.K.E.R.. Die Reihe ist von dem Science-Fiction-Klassiker Picknick am Wegesrand der Brüder Strugazki inspiriert, insbesondere was die Darstellung der titelgebenden „Stalker“ anbelangt, verzweifelte Söldner, die auf der Suche nach wertvollen Artefakten harten Bedingungen, mutierten Horrorgestalten und mysteriösen „Anomalien“ trotzen.
Ab dem Moment, in dem ihr in S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl im Bunker eines Händlers erwacht, müsst ihr mit Buschwerk bewachsene Hügel, verlassene Gebäude und unterirdische Tunnel erkunden, um „Strelok zu töten“. Das ist die einzige Nachricht, die noch auf eurem PDA gespeichert ist. Die verwaschenen Farben und die verfallene postsowjetische Ästhetik des originalen S.T.A.L.K.E.R.-Spiels begleiten euch auf Schritt und Tritt, doch die einzigartige Mischung aus Neugier, Vorahnung und einer guten Portion Angst, die es hervorruft, ist schwer zu erklären.
Wenn ihr eine Schießerei mit verzweifelten Banditen oder eine Begegnung mit unsichtbaren „Blutsaugern“ überlebt, spürt ihr einen Moment lang den Triumph, aber dieser Augenblick ist schnell vorbei. S.T.A.L.K.E.R. ist immer für eine Überraschung gut – alle paar Minuten späht ihr vorsichtig um die Ecke und überprüft nochmal die Anzahl eurer Mullbinden. Tödliche Strahlung kann euch schnell außer Gefecht setzen, und mysteriöse Anomalien überrumpeln selbst die besten Spieler.
Mit einer Handvoll beschädigter Waffen und einer zusammengeflickten Rüstung erforscht ihr eine gewöhnliche und dennoch fremdartige Landschaft. Obwohl eure Chancen schlecht stehen, macht ihr weiter.

Stark verbesserte Grafiken
Die S.T.A.L.K.E.R.-Titel haben hinsichtlich der Ausstattung und der Stimmung immer überzeugt, aber die Technologie hat seit 2009 gewaltige Fortschritte gemacht. Da Heart of Chornobyl mit der hochmodernen Unreal Engine 5 entwickelt wird, könnt ihr euch auf die bisher detaillierteste Version der Zone freuen. Hierzu gehören Motion Capture und moderne Fotogrammetrie, die der Zone ein authentisches Aussehen verleihen, das aus dem echten Leben stammt.

Setzt eine längst vergessene Geschichte fort
Die ursprüngliche S.T.A.L.K.E.R.-Trilogie ist ziemlich storybetont und ermutigt euch, die Zone zu erkunden, mit Händlern zu sprechen und Nebenquests anzunehmen, um mehr über die Fraktionen des Gebiets zu erfahren. Die verschiedenen, gegensätzlichen Enden von Call of Pripyat ließen zentrale Fragen unbeantwortet, darunter das Schicksal der Spielerfigur Strelok und die zukünftige Rolle der Regierung in der Zone.
Unabhängig davon, wie die einzelnen Titel abgeschlossen werden, macht die übergreifende Erzählung der Reihe einen großen Teil ihres Reizes aus. S.T.A.L.K.E.R. 2 ist eine Fortsetzung, in der ihr den neuen Charakter „Skif“ spielt, der das Geschick der Zone maßgeblich beeinflussen wird.

Erfahrt mehr über die Zone
Kommen wir noch einmal auf den letzten Punkt zurück: Obwohl es unklar ist, inwieweit S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl die Geschichte der ursprünglichen Trilogie direkt fortsetzen wird, werden die Geheimnisse der Zone mit Sicherheit eine Rolle spielen.
In jedem Teil der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe ging es bisher um skrupellose Wissenschaftler oder Stalker, die versuchten, die Eigenschaften des verstrahlten Gebiets zu erforschen bzw. sich zunutze zu machen, und so dürfte es auch in Heart of Chornobyl sein. Falls ihr Lust auf mehr Hintergrundwissen und Weltenbau sowie auf gruselige Monster und bizarre Ereignisse habt, werdet ihr hier bestimmt auf eure Kosten kommen.

Überleben steht wieder im Mittelpunkt
Spielmechaniken, bei denen es ums Überleben geht, spielten bei S.T.A.L.K.E.R. schon immer eine große Rolle – man könnte sogar sagen, dass diese Reihe das Subgenre der Survival-Ego-Shooter mitbegründet hat –, doch Heart of Chornobyl legt hier noch einmal nach.
Dem bereits verfügbaren Material zufolge wird S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl Hunger- und Schlafsysteme, detaillierte Strahlungseffekte, einen Tag-Nacht-Zyklus und vieles mehr enthalten, das die Zone zu einem lebendigen authentischen Ort macht. Beliebte von Fans erstellten Mods erweiterten die ursprüngliche S.T.A.L.K.E.R.-Trilogie um zusätzliche Spielmechaniken, ihr könnt also davon ausgehen, dass die Community nach der Veröffentlichung von Heart of Chornobyl noch mehr Tiefe und Komplexität in das Spiel bringen wird – falls euch so etwas interessiert seid, versteht sich.

Verbesserte KI für eine noch realistischere Welt
In der ursprünglichen S.T.A.L.K.E.R.-Reihe kam die damals beste KI zum Einsatz, und das wird auch bei Heart of Chornobyl nicht anders sein. Das neue Spiel enthält das „A-Life 2.0“-System, das jeden Aspekt der Zone simuliert, um euer Spielerlebnis zu verbessern.
Von umherstreifenden Mutanten bis hin zu scharmützelnden Wegelagerern erwartet euch jeden Tag (und jede Nacht) in Heart of Chornobyl etwas anderes. Seid also auf alles gefasst! Jede Spielsitzung stellt eine eigene, sich entwickelnde Geschichte in der sich verändernden Welt der Zone dar. Diese Unberechenbarkeit ist der Kern des S.T.A.L.K.E.R.-Erlebnisses, rechnet daher damit, dass eure Gegner die bestmöglichen Taktiken verwenden, um euch zu besiegen.

Die Freuden von kaputten Waffen und schäbiger Ausrüstung
Das erste Mal, als ich als Teenager S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl spielte, hatte meine rostige AKM während eines frühen Schusswechsels eine Ladehemmung. Diesen Moment werde ich nie vergessen: Ich war völlig fassungslos, und dann ereilte mich der vorzeitige Tod durch die Hand Russisch sprechender Soldaten.
Zum ersten Mal in einem Videospiel hatte meine Waffe einfach den Geist aufgegeben und das sollte meine restliche Sitzung prägen. Während die meisten Shooter schon nach wenigen Minuten nette Spielzeuge zu bieten haben, müsst ihr in S.T.A.L.K.E.R. mit gebrauchten Waffen auskommen, die buchstäblich auseinanderfallen, während ihr damit schießt, und im unpassendsten Moment sogar eine Ladehemmung haben können, wenn ihr sie nicht pflegt.
Wie in Resident Evil 4 macht es richtig Spaß, Ressourcen und Geld in die Lieblingswaffe zu investieren und sie zu einer fein abgestimmten Killermaschine aufzurüsten. Das gilt auch für die Exoskelett-Rüstung, die ihr euch über anspruchsvolle Nebenquests verdienen könnt. S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl wird diese Mechaniken mit ziemlicher Sicherheit noch mehr ausbauen.

Es gibt nichts Vergleichbares
Spiele, die sich visuell an der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe orientieren, sind schnell zu finden – vor allem Mehrspieler-Shooter wie Escape From Tarkov und PUBG: Battlegrounds. Doch S.T.A.L.K.E.R. bewegt sich letztlich auf einem Niveau, das bislang kein anderer Titel erreicht hat. Es bedarf schon eines besonderen Spiels, um 15 Jahre nach dem letzten Teil einen Hype für eine Fortsetzung zu entfachen, aber S.T.A.L.K.E.R. hat es mit seiner einzigartigen Mischung aus Horror, Survival und immersiver Simulation verdient.
Wenn ihr noch nie einen Ausflug in die Zone gemacht habt, solltet ihr das unbedingt nachholen, sobald S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl erscheint. Vor allem Modding-Liebhaber sollten auch einen der ersten drei Titel ausprobieren.
S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl erscheint am 5. September 2024 im Epic Games Store.