
Fallout 4 erscheint heute im Epic Games Store. Hier erfahrt ihr, warum es immer noch ein großartiges Spiel ist.

An Fallout führt im Moment kein Weg vorbei. Dank der neuen Fallout-Serie auf Amazon Prime Video machen sich junge wie alte Spieler auf der ganzen Welt in das postapokalyptische Ödland auf, um dort Vaults zu besuchen und Todeskrallen abzuservieren.
Und es gibt keinen besseren Einstiegspunkt in die Reihe als im blauen Overall von Fallout 4 – vor allem, wenn man bedenkt, dass Bethesda das Spiel gerade zum allerersten Mal in den Epic Games Store gebracht hat. Das ursprünglich im Jahr 2015 für PC veröffentlichte Fallout 4 ist immer noch die modernste Einzelspielererfahrung in der Reihe.
Mehr als 200 Jahre nach dem Atomkrieg verlasst ihr Vault 111 und sucht im Ödland von Massachusetts nach eurem Kind, das entführt wurde. Ob ihr nun dem Pfad folgt oder die Welt erkundet, Fallout 4 wird euch garantiert nicht loslassen. Hier verraten wir euch, was wir an dem Spiel lieben.
Das Spiel hat nicht nur Charakter
Fallout 4 könnt ihr ganz nach euren Vorlieben anpassen. Das beginnt mit dem Spielercharakter, den ihr entwerfen und benennen könnt, und der beim Spielen Erfahrung gewinnt, neue Vorteile und Werte erhält und Begleiter findet.
Aber ihr könnt mehr als nur eurem Charakter euren eigenen Anstrich verpassen. Im Ödland selbst findet ihr Teile, macht aus Schrott Waffen und Modifikationen, und ihr könnt sogar eine ganze Siedlung errichten und dort eine Gemeinschaft von Überlebenden gründen. Ihr könnt die Welt von Fallout 4 entscheidend beeinflussen.

Powerrüstung ist immer noch cool
Wenn ihr in der Serie Fallout von Amazon die Abenteuer von Maximus (dargestellt von Aaron Moten) mitverfolgt habt und es ihm gleichtun wollt, dann müsst ihr unbedingt in eine Powerrüstung steigen. Powerrüstung ist überall auf der Karte verteilt und lässt euch gewissermaßen den Anzug von Iron Man anlegen. Sie erhöht eure Stärke und Verteidigung (auch den Schutz vor Strahlung) massiv, vergrößert euer Inventar und macht Fallschaden zu einem Fremdwort.
Fallout 4 hat die Powerrüstung perfektioniert, sodass ihr euch unaufhaltsam fühlt, sobald ihr euch in ihr befindet. Ihr solltet aber bedenken: Schwimmen ist keine gute Idee. Ihr könnt zwar unter Wasser atmen, aber dieser Metallkoloss ist zu schwer zum Schwimmen, also müsst ihr auf dem Grund waten.
Diamond City
Diamond City (auch das große grüne Juwel genannt) ist die größte Stadt im Commonwealth von Fallout 4 und dem Baseballstadion „Fenway Park“ nachempfunden.
Besonders die bunten Charaktere und Quests, sowohl jene für die Haupthandlung als auch manche, die eher unbemerkt bleiben, machen Besuche in Diamond City so aufregend. Hier findet ihr den selbstironischen Radio-DJ, den blutrünstigen Schönheitschirurgen, die Liebesgeschichte zwischen einem Roboter und seinem Besitzer und sogar eine fehlgeschlagene Drogenrazzia. Diamond City hat auch seine eigene Zeitung namens „Publick Occurrences“, die nach der ersten mehrseitigen Zeitung der Vereinigten Staaten benannt wurde.
Aber vor allem lebt in Diamond City einer der besten Charaktere im gesamten Spiel, und damit wären wir bei …

Nick Valentine
Es gibt Begleiter – und dann gibt es Begleiter. In Fallout 4 könnt ihr mit 13 verschiedenen Charakteren gemeinsame Sache machen – aber keiner von ihnen kann dem unvergleichlichen Nick Valentine das Wasser reichen. Dieser Androide ist der Alleineigentümer der Detektivkanzlei „Valentine Detective Agency“ und könnte Humphrey Bogart das Wasser reichen, vorausgesetzt, er hat Lust dazu.
Nick Valentine ist rechtschaffen und liebenswert, unterhält euch mit unzähligen spannenden Geschichten und ist ein großer Teil dessen, was Fallout 4 zu etwas so Besonderem macht.
Um Nick Valentine anzuwerben, müsst ihr die Haupthandlung spielen, bis ihr irgendwann eine Mission namens „Sei mein Valentine“ erhaltet, in der ihr den Detektiv aus Vault 114 befreien müsst. Sobald ihr ihn gerettet habt, kann sich euch Valentine auf eurem Abenteuer anschließen.
Diese verfluchten Mirelurks
Mirelurks sind fiese mutierte Krabbenwesen, die zufällig auf der ganzen Karte erscheinen (meistens in der Nähe von Gewässern). Sie zählen gleichermaßen zu meinen besten und schlimmsten Erinnerungen an Fallout 4. Im Ernst! Das Sounddesign ihrer Bewegungen raubt einem den Schlaf, vor allem ihr grässliches Krabbeln, von dem mir schon übel wird, wenn ich bloß daran denke.
Dennoch zählen die Kämpfe gegen diese gruseligen Schalentiere zu den Highlights des Spiels und werden euch an eure Grenzen treiben. Lasst euch auf keinen Fall die Quest „Initiationsritus“ aus dem DLC Far Harbor mit ihrem epischen Kampf gegen eine Mirelurk-Königin entgehen. Und bewaffnet euch unbedingt bis an die Zähne.

Jagt alles in die Luft
Bei „Jagt alles in die Luft“ meinen wir keine Dynamitstangen oder Granaten. Es geht um richtigen, echten Schaden.
Und damit wären wir bei der Kombination aus einem „Big Boy“ und einer Mini-Atombombe. Der „Big Boy“ ist ein legendärer „Fatman“-Werfer, der alle anderen alt aussehen lässt. Und die Mini-Atombombe ist gar nicht mal so klein, wie ihr Name vermuten lässt. Wenn ihr diese beiden kombiniert, könnt ihr das ultimative Chaos entfesseln.
Entdeckt Vaults
Wie aus der Fallout-Serie bekannt, wurden Vaults errichtet, um das Überleben der Zivilisation im Angesicht eines Atomkriegs sicherzustellen. In Fallout 4 gibt es zwar nur sieben, aber die Suche nach ihnen ist die reinste Freude.
Sie bieten nicht nur interessante Nebenquests – wie Vault 118, wo ihr in einem Mordfall unter einem Hotel für Hollywood-Stars ermittelt –, sondern sie verleihen der detailreichen Hintergrundgeschichte von Fallout Tiefgang und lassen euch in ihre Welt eintauchen, wenn ihr mehr über die Menschen erfahrt, die in ihnen leben.
Einige erklären die Rolle der Kryogenik in der Welt von Fallout, andere hingegen gewähren euch einen Blick auf die sadistischen Experimente, die hinter geschlossenen Türen stattgefunden haben. In einem befindet sich sogar eine florierende Gesellschaft, die die Außenwelt gänzlich verbannt hat.

Neue Upgrades für PC
Bethesda hat ein neues Next-Gen-Update für Fallout 4 für Konsolen sowie eine ganze Menge neuer Upgrades für die PC-Version angekündigt, allen voran Unterstützung für das Ultrawide-Bildformat. Mit diesem Update könnt ihr die Stadt Boston in ihrer ganzen trostlosen Pracht bewundern. Bewundert das atemberaubende Panorama des Ödlands, geht mit hochdetaillierten Todeskrallen auf Tuchfühlung und atmet die verstrahlte Luft tief ein.
Darüber hinaus hat Bethesda einige allgemeine Fehler im „Creation Kit“ (dem kostenlosen Mod-Editor von Fallout 4) behoben und zahlreiche Quests überarbeitet. In Kombination ist Fallout 4 also so gut wie nie zuvor.
Wenn ihr noch nicht die Gelegenheit hattet, Fallout 4 zu spielen, oder wieder mal einen Abstecher in euer geliebtes Ödland machen wollt, findet ihr das Spiel jetzt im Epic Games Store.