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Final Fantasy VII Rebirth erscheint offiziell für PC und im Epic Games Store

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Aidan Moher
13. Dez. 2024

Als Square Enix Final Fantasy VII Rebirth – den Nachfolger des beliebten und von der Kritik gefeierten Final Fantasy VII Remake aus dem Jahr 2020 – zum ersten Mal enthüllte, war der exklusive Release für die PlayStation 5 ein großes Gesprächsthema. Da Remake bereits auf dem PC erschienen war, schien der Release von Rebirth auf dem PC nur eine Frage der Zeit. Das würde Fans die Möglichkeit geben, den Kampf von Cloud, Aerith und dem Rest der Truppe gegen den silberhaarigen Sephiroth fortzusetzen.
 
Und jetzt ist es offiziell. Im Rahmen der Game Awards hat Square Enix angekündigt, dass Final Fantasy VII Rebirth am 23. Januar für den PC erscheinen wird. Fans – egal ob relative Neulinge oder Veteranen der Serie – können also ihre Reise mit einem der besten Spiele des Jahres 2024 fortsetzen.

Doch warum gibt es so viele Rufe nach dem zweiten Teil einer Trilogie, und was macht den PC-Release von Rebirth so besonders? Für diese Story müssen wir einen Blick auf die besondere Geschichte von Final Fantasy VII auf dem PC werfen – eine überraschende Geschichte für ein Spiel, das weithin dafür bekannt ist, Konsolen-RPGs zum Triumph verholfen zu haben.

Computerspiele auf der Konsole


In den frühen 80er Jahren nutzte der noch junge Hironobu Sakaguchi, der besessen war von PC-RPGs wie Ultima und Wizardry, seine neue Position bei Square (damals noch ohne „Enix“), um das Genre auf die leistungsschwachen Konsolen der Wohnzimmer-Gamer zu bringen. Das Ergebnis war das erste Final Fantasy, das – neben Yuji Horiis Dragon Quest und Rieko Kodamas Phantasy Star – allgemein als Startschuss des Konsolen-RPG-Subgenres gilt und viele erfolgreiche Fortsetzungen und Nachahmer hervorgebracht hat.

Der 25. Juni 1998 stellt ein weiteres wichtiges Datum für Final Fantasy dar. Denn an diesem Tag debütierte Final Fantasy – und insbesondere Final Fantasy VII – auf dem PC und stellte es endlich in eine Reihe mit denjenigen Serien, die seine Entstehung einst inspiriert hatten.

Die PC-Version (veröffentlicht von Eidos) basierte auf einer frühen PlayStation-Version und bot ein einzigartiges Erlebnis, praktisch eine abgedrehtere Version des Originals – und doch war es eine recht anständige Umsetzung von Final Fantasy VII auf dem PC. Noch wichtiger war dabei, dass dies eine große Veränderung für Final Fantasy als Serie bedeutete, denn mit diesem Schritt löste sich die Serie von den Konsolen, die es ursprünglich berühmt gemacht hatten.

Während der PC-Release von Final Fantasy im Laufe der Jahre mal mehr, mal weniger erfolgreich war, hatten die jüngsten Teile – insbesondere das megabeliebte MMORPG Final Fantasy XIV – auf dem PC großen Erfolg und öffneten die Serie für eine ganz neue Gruppe von Fans.
Final Fantasy VII Rebirth 2
Und mit dem kürzlichen PC-Release von Final Fantasy VII Rebirth und Final Fantasy XVI, das Anfang des Jahres ebenfalls eine PC-Version erhielt, etabliert sich Final Fantasy (endlich) fest als eine Serie, die mehr als nur eine Brücke zwischen PC und Konsole schlagen will, sondern die das Genre vielmehr seit Jahrzehnten definiert.

Im Vorfeld des Releases sprach ich mit dem Director von Final Fantasy VII Rebirth, Naoki Hamaguchi. Er weigerte sich demonstrativ, sich für einen Favoriten zwischen Aerith und Tifa zu entscheiden – eine lang anhaltende Fan-Debatte –, viel offener sprach er dagegen über die Herausforderungen bei seiner Arbeit am zweiten Teil einer Trilogie, über die Beziehung, die die Geschichte von Final Fantasy VII zu den Themen Leben und Trauer hat, und was die Fans vom PC-Release von Rebirth erwarten können.
 

Die Wiedergeburt von Final Fantasy VII


Dass das ursprüngliche Final Fantasy VII eines der wichtigsten Videospiele aller Zeiten ist, ist keine Übertreibung. Es machte nicht nur weltweite Superstars aus der Final Fantasy-Reihe, sondern trug auch zur Popularisierung des gesamten Konsolen-RPG-Genres bei. Ohne diesen Popularitätsschub könnte die Gaming-Landschaft heute ganz anders aussehen.

20 Jahre lang forderten die Fans bereits lautstark ein Remake von Final Fantasy VII auf leistungsstärkerer Hardware – aber der kometenhafte Erfolg des Originals sorgt auch für jede Menge Druck. Ein Remake würde sowohl bestehende Fans (mit sehr spezifischen und lang gehegten Erwartungen) als auch Neueinsteiger zufriedenstellen müssen, die beim Release des Originals möglicherweise noch nicht einmal geboren waren.

Dieser Druck ließ Hamaguchi und seinem Team klar werden, dass ein Final Fantasy VII-Remake nicht einfach nur eine direkte Überarbeitung des Originals sein durfte, „sondern eher eine kulturell an die Zeit angepasste Reinkarnation mit einem neuen Reiz“. So, erklärte er, ließen sich diese beiden Zielgruppen ausbalancieren, die mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen in das Spiel einsteigen.

Final Fantasy VII Remake wurde 2020 für PlayStation 5 (und im folgenden Jahr für den PC) veröffentlicht. Es erhielt großen Beifall und verkaufte Millionen Exemplare. Hamaguchis kühne Vision, ein Erlebnis zu schaffen, das (paradoxerweise) sowohl ein Remake als auch eine Fortsetzung sein sollte, schien also gerechtfertigt.

Nach dem Erfolg von Remake wäre es einfach gewesen, eine Fortsetzung nach Schema F zusammenzustellen, die die begrenzte Struktur von Remake nachahmte und statt der weitläufigen Welt des Originalspiels die Erzählung in den Vordergrund stellte. Doch Hamaguchis Team sorgte für eine Überraschung und lieferte eine Fortsetzung, die den Umfang von Final Fantasy VII Remake mit einer vollständig erkundbaren offenen Welt voller Städte, Dörfer, Quests und genügend einsammelbaren Objekten deutlich erweiterte, um selbst den eifrigsten Fan mit einer Feature-Checkliste in der Hand zufriedenzustellen.
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Hamaguchi und sein Team führten Spiele wie Ghost of Tsushima, Horizon Zero Dawn und The Witcher 3: Wild Hunt als Inspiration an – ein Hinweis auf den kulturellen Austausch zwischen japanischen und westlichen RPGs, der bis zu den Anfängen von Final Fantasy zurückreicht. Sie investierten viel Energie, den richtigen Rahmen für die ehrgeizige neue Struktur von Rebirth zu finden.

„Während des ersten Jahres der Arbeit am Rebirth-Projekt bauten wir immer wieder Prototypen, um die Größe der Weltkarte festzulegen“, erklärt Hamaguchi. „Das Schlüsselkonzept der ‚Enge, die gerade groß genug war, um ein Gefühl von Weite zu erzeugen‘, ging aus diesem Prozess hervor. Wir suchten nach der perfekten Größe, die den Spielern das Gefühl einer weitläufigen Weltkarte vermitteln sollte, die aus Sicht der Entwicklung jedoch realisierbar war.“

Ein großer Teil des Erfolgs von Rebirth ist dem Remake-Entwicklerteam zu verdanken, das weitgehend intakt geblieben und nicht nur mit der Engine und anderen Entwicklungswerkzeugen, sondern auch mit der Handlung, der Welt und den Charakteren selbst vertraut ist. Um den Rahmen von Rebirth über den des ursprünglichen Final Fantasy VII und Remake hinaus zu erweitern, sollte nicht einfach nur eine größere Welt geschaffen werden, es ging auch um den Einsatz einer Technologie, die glaubwürdigere Charaktere erschaffen sollte.

„In der ursprünglichen Version von Final Fantasy VII wurden die Emotionen der Charaktere mit sehr offensichtlichen Methoden ausgedrückt, zum Beispiel durch Auf- und Abspringen, was Wut und Freude vermitteln sollte. Unserer Meinung nach sollten Remake und Rebirth es Spielern ermöglichen, die Emotionen der Charaktere auf realistischere Weise wahrzunehmen, und so eine noch größere emotionale Resonanz mit den Hauptcharakteren zu erleben“, so Hamaguchi.

Und wie jeder bestätigen kann, der das ursprüngliche Final Fantasy VII gespielt hat, wirken sich emotionale Resonanz und eine enge Verbindung zu den Charakteren entscheidend auf das Erlebnis aus – vor allem, wenn man den Tempel der Ahnen besucht.
 

Das Mittelkind-Syndrom


Als zweiter Teil einer Trilogie steht Rebirth vor einer Herausforderung, die man aus Filmklassikern wie Das Imperium schlägt zurück und Der Herr der Ringe: Die zwei Türme kennt. Wie erzählt man eine fesselnde Geschichte mit all den erwarteten und notwendigen Elementen einer spannenden Erzählung, aber ohne einen endgültigen Anfang und ohne ein Ende?

„Der zweite Teil einer Trilogie ist extrem wichtig“, erklärt Hamaguchi. „Wenn der zweite Teil keine Aufmerksamkeit erregt, verlieren die Fans das Interesse am dritten. Deswegen glaube ich, dass der zweite Teil tendenziell der beliebteste Teil jeder Trilogie im Bereich der digitalen Unterhaltung ist, wenn sie in Erinnerung bleiben soll.“

Was wollte Hamaguchi bei Spielern von Final Fantasy VII Rebirth mit seiner narrativen Vieldeutigkeit als mittlerem Teil einer viel größeren Geschichte auslösen? Gespräche.

„Einer der Kommentare, die Produzent [Yoshinori] Kitase oft über diesen Titel aussprach, war: ‚Sobald Rebirth veröffentlicht wird, hoffe ich, dass die Spieler sich so lange über ihre unterschiedlichen Meinungen austauschen, bis der dritte Titel veröffentlicht wird‘“, erzählt Hamaguchi.

Und Kitases Wunsch wurde durchaus erfüllt.

Eine der größten Herausforderungen für den mittleren Teil einer Trilogie besteht darin, ein Ende zu schaffen, das zufriedenstellend wirkt, aber auch genügend Handlungsstränge offen lässt, die der dritte und letzte Teil dann abschließen kann. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass sich ein großer Teil des Online-Diskurses über Rebirth um sein überraschendes und die Meinungen spaltendes Ende drehte. Wir wollen hier nicht spoilern, aber jeder, der das ursprüngliche Final Fantasy VII gespielt hat, hat auf diesen einen Moment gewartet – eine der bekanntesten und folgenreichsten Wendungen in der Geschichte der Videospiele – doch die Auflösung von Rebirth war in dramatischer Hinsicht uneindeutig.
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„Es war eine bewusste kreative Entscheidung, das Ende als etwas zu belassen, das von vielen Fans unterschiedlich interpretiert werden kann“, erklärt Hamaguchi. „Sicherlich ist es wichtig zu wissen, wie die Trilogie enden wird, aber wir hoffen, dass die Fans Spaß an ihren Diskussionen als eine für sich stehende Form der Unterhaltung haben werden.“

Dieses Ende und die damit verbundene Kontroverse unter den Spielern gehen Hand in Hand mit dem ursprünglichen Thema von Final Fantasy VII, das Hamaguchi als „das Leben“ beschrieb.

„Die grundsätzliche Philosophie der Welt von Final Fantasy VII besteht darin, dass nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen, sondern auch der Planet selbst ein Leben hat“, wie Hamaguchi es beschreibt. „In der Welt gibt es viele aktuelle Umweltprobleme wie den Klimawandel, und man kann sagen, dass diese Probleme die Lebenszeit des Planeten verkürzen. Als Menschen führen wir ein Leben in Koexistenz mit dem Planeten, und deshalb müssen wir uns mit Fragen befassen, die sein Leben angehen.“

Um damit zum ursprünglichen Release zurückzukommen: „Die reale Welt und die Welt von Final Fantasy VII haben ein gemeinsames Thema, das auch dann noch bei den Menschen Anklang findet, wenn sich die Zeiten ändern.“

Aber auf das Leben folgt allzu oft Trauer – ein Ausdruck der Liebe, die wir nie mit jemandem teilen konnten, oder eine Sache, die wir zu früh verloren haben. Noch mehr als das ursprüngliche Final Fantasy VII und Remake erforscht Rebirth das Leben über sein Verhältnis zur Trauer, was in seinem dramatischen Ende und den verschiedenen Reaktionen der Hauptcharaktere des Spiels gipfelt.

Die Geschichte wurde laut Hamaguchi um die „Gaia-Theorie“ des Serienschöpfers Hironobu Sakaguchi herum geschrieben.

„Die Gaia-Theorie besagt, dass Planeten – wie Menschen, Tiere und Pflanzen auch – ein Leben besitzen. Sie postuliert, dass selbst nach dem Tod etwas in irgendeiner Form auf dem Planeten zurückbleibt, uns weiterhin beeinflusst und eines Tages wiedergeboren wird“, erklärt Hamaguchi. „Da Verstorbene nicht wieder zum Leben erweckt werden können, lässt sich dieses widersprüchliche Thema um den Kreislauf des Lebens natürlich nur schwer in die Geschichte einbauen. Die Geschichte von Rebirth fängt jedoch ein, wie sich diejenigen fühlen, die mit den Wünschen der Verstorbenen zurückbleiben – nicht nur die Charaktere wie Cloud und seine Kameraden, sondern auch die Spieler selbst – und wie diese Wünsche in Form einer Wiedergeburt weitergetragen werden.“

Stellte die Serie anfangs nur einen abstrakten Versuch dar, RPGs im PC-Stil für Konsolenspieler zugänglich zu machen, so eröffnet die jüngste PC-Version wichtigen Final Fantasy-Titeln der Serie eine neue Chance, direkt auf der Plattform anzutreten, welche ihre ursprüngliche Inspiration darstellte. Eine Wiedergeburt der eigenen Art.
 

Konsolenspiele auf dem Computer


Trotz Final Fantasys langer gemeinsamer Vergangenheit mit dem PC, welche die Serie schon länger als die Hälfte ihres Lebens begleitet, nehmen viele Fans sie immer noch als Konsolenserie wahr – doch Hamaguchi und sein Team hoffen, dass sich genau diese Wahrnehmung ändern wird, besonders wenn es um Neueinsteiger geht.

Final Fantasy ist zwar eine beliebte Serie im RPG-Genre, aber PC-Spieler, die noch nie ein Final Fantasy-Spiel gespielt haben, kennen die Bedeutung jedes einzelnen Teils als einzigartige und eigenständige Erlebnisse vielleicht nicht“, erklärt Hamaguchi. „Rebirth auf dem PC ist daher der perfekte Einstieg.“

Der Einstieg mit dem zweiten Teil einer Trilogie könnte einige potenzielle Fans abschrecken, aber nach Hamaguchi hat sein Team hart daran gearbeitet, Spielern den Einstieg zu erleichtern, unabhängig von ihrer Erfahrung mit der Serie oder früheren Final Fantasy VII-Titeln.

„Obwohl es sich um eine Trilogie handelt, haben wir uns bemüht, Rebirth auch für Neueinsteiger als eigenständiges Erlebnis zu gestalten“, erklärt Hamaguchi. Er verweist dabei jedoch auch auf die „Twin Pack“-Edition, die sowohl Remake als auch Rebirth in einem einzigen Bundle enthält. „Ich würde mich freuen, wenn die Spieler beides spielen und herausfinden würden, warum Final Fantasy VII, das vor über 20 Jahren veröffentlicht wurde, die Herzen so vieler Spieler erobert hat und es bis heute tut.“

In den letzten zehn Jahren hat sich auch das Umfeld „dramatisch verändert“, in dem die Spieler neue Spiele entdecken. „Als das erste Final Fantasy VII veröffentlicht wurde, ließen sich viele Spieler auf dem Spielemarkt mit dem Release eines Spiel für eine bestimmte Konsole wie die PlayStation gewinnen“, so Hamaguchi.

„Heute spielen jedoch immer mehr Gamer Spiele auf einer Vielzahl von Systemen, darunter Smartphones, Konsolen, PCs und der Cloud. In der Folge reicht der einfache Launch eines Spiels für eine bestimmte Plattform heute immer seltener dafür aus, eine große Anzahl von Spielern anzuziehen“, fügt er an. „Daher bieten immer mehr Entwickler ihre Spiele heute standardmäßig für mehrere Plattformen an, und wir glauben, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird.“
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Der PC-Release bietet Final Fantasy VII Rebirth auch die Chance, auf der einzigartigen Hardware zu glänzen, die PC-Spielern zur Verfügung steht – und das über die bereits beeindruckende PlayStation 5-Version hinaus.

„Das Rendering von Licht wurde stark überarbeitet“, erklärt Hamaguchi und bezieht sich damit auf eine der Hauptbeschwerden gegenüber der Konsolenveröffentlichung von Rebirth, nach welcher die dramatische Beleuchtung des Spiels manchmal einen „Uncanny Valley“-Effekt im Hinblick auf die Charaktergesichter erzeugt. „Für gut ausgestattete PCs bieten wir noch detailliertere 3D-Modelle und höhere Texturauflösungen, die die PS5 nicht verarbeiten könnte.“

Hamaguchi gibt an, dass sein Team auch beliebte grafische Optionen wie DLSS und VRR aktiviert hat, neben grafischen Voreinstellungen für Spieler, die ungern mit komplexen Einstellungen herumexperimentieren möchten. „Durch die Vorauswahl von Einstellungen, die am besten zu den Spezifikation des jeweiligen PCs passen, lassen sich die Einstellungen für die optimale Spezifikationen ganz einfach anwenden, und natürlich können erfahrene PC-Benutzer auch weitere detaillierte Optionen festlegen“, erklärt er.

Eine besondere Herausforderung für die PC-Portierung? Die unzähligen Minispiele. „Wie ihr wisst, enthält Rebirth viele Minispiele“, erklärt er. „Die große Anzahl der dafür nötigen Aufgaben zu bewältigen, war eine Herausforderung, z. B. spezielle Tastenkonfigurationen für bestimmte Minispiele.“
 

7th Heaven


Während die Konsolenveröffentlichung von Final Fantasy VII den Katalysator für den beeindruckenden Aufstieg von Konsolen-RPGs im Westen darstellte, rührt die Popularität des Spiels auf dem PC hauptsächlich von seinem Remaster aus dem Jahr 2012 her. Dieses ältere Remaster war zwar bei weitem nicht so umfangreich wie Remake und Rebirth, aber es hatte das Hauptziel, das Spiel PC-Spielern zugänglicher zu machen (das Original ließ sich auf neueren Windows-Versionen nur schwer ausführen). Zudem kamen Qualitätsverbesserungen hinzu, wie z. B. Cloud-Speicherstände, Erfolge und Charakter-Booster, um die Spieler-Charaktere im Notfall zu verstärken.

All das machte Final Fantasy VII für viele neue Spieler zugänglich, noch lange bevor Remake überhaupt angekündigt wurde – aber dieses frühe Remaster wurde erst von der riesigen Fan-Modding-Community wirklich beflügelt, die sich im Zuge seines Releases zusammengefunden hatte. Fans verbrachten ein Jahrzehnt damit, das Final Fantasy VII-Remaster auf unzählige Arten zu optimieren, neu auszubalancieren und zu verbessern – wobei die meisten der beliebten Mods in einem Bundle namens 7th Heaven zusammengefasst sind.

Laut der Website des Bundles ermöglicht 7th Heaven den Fans, „fast jeden Aspekt des Spiels zu ändern, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Musik, Filme, Soundeffekte, Charakter-/NPC-/Feindmodelle, Gameplay, Kampf-/Welt-/Feldtexturen, Animationen, Geschicklichkeits-/Zaubereffekte, Benutzeroberfläche, Dialoge, Optimierungen und Cheats und mehr.“ Diese Modding-Community spricht für das Engagement der Fans in der PC-Gaming-Community und trug dazu bei, dass Final Fantasy VII zwischen dem ersten PC-Remaster und dem Release von Remake im Jahr 2021 auf dem PC fast ein Jahrzehnt aktiv bliebt.

Wird Final Fantasy VII Rebirth also genauso Mod-freundlich sein wie das Remaster von 2012? „Auch wenn das Team keine Pläne für offiziellen Mod-Support im Spiel hat“, erklärt Hamaguchi, „respektieren wir die Kreativität der Modding-Community und begrüßen ihre Kreationen – wir bitten die Modder jedoch, nichts Anstößiges oder Unangemessenes zu erstellen oder zu installieren.“

Obwohl für den Release keine zusätzlichen Funktionen geplant sind – im Gegensatz zum PC-Release von Final Fantasy XVI Anfang des Jahres, der Funktionen und Verbesserungen hinzufügte, die schließlich in Patches für die Konsolenversion einflossen –, musste Hamaguchis Team (das bereits das Basisspiel auf der PlayStation 5 entwickelt hatte) gegen den Drang ankämpfen, neue Inhalte hinzuzufügen.

„Wir wollten der PC-Version eine episodische Geschichte in Form eines neuen DLC hinzufügen“, gibt er zu. Aber mit Blick auf die begrenzten Ressourcen des Teams entschied Hamaguchi, dass die rasche Fertigstellung des Spiels „höchste Priorität“ hatte.

„Sollten wir jedoch nach diesem Release viele Anfragen von Spielern zu bestimmten Themen erhalten, möchten wir diese gerne berücksichtigen.“
 

Die Wiedergeburt von Final Fantasy VII


Final Fantasy VII steht seit seinem ersten Release für den Wunsch von Square Enix, Konsolen-RPGs und PC-Spiele unter einem Dach zu vereinen. Das ist ein angemessenes Ziel, wenn man bedenkt, dass Final Fantasy und der PC von Anfang an spirituell miteinander verflochten waren, und es ist eine perfekte Hommage an die Ambitionen von Hironobu Sakaguchi.

Final Fantasy-Titel setzen oft auf ein storybasiertes Spielformat, das narrative Erlebnisse betont. Rebirth tut dasselbe, nutzt dabei aber auch eine riesige Weltkarte optimal aus, sodass Spieler die Freiheit haben, sich für ihr eigenes Abenteuer zu entscheiden“, erklärt Hamaguchi. „Wir glauben, dass langjährige Fans ein neues Final Fantasy-Spielgefühl erleben werden, während neue Fans ein Final Fantasy-Erlebnis genießen können, das den offeneren Stil der heutigen Generation verkörpert.“

Und nach der kürzlichen Veröffentlichung von Final Fantasy VII Rebirth auf dem PC kann Hamaguchis Team nun endlich alles hinter sich lassen und mit Hochdruck an der mit Spannung erwarteten Fortsetzung arbeiten – einer Fortsetzung, die nicht nur verspricht, den Umfang von Rebirth zu erreichen, sondern ihn sogar noch zu übertreffen, genau wie Rebirth Remake übertroffen hat.

„Unser Entwicklerteam arbeitet mit voller Kraft“, erklärt Hamaguchi, „und die Spieler werden im dritten Titel der Trilogie mit dem [Luftschiff] ‚Highwind‘ frei über die Weltkarte reisen können. Vielen Dank für eure Geduld, während wir am nächsten Teil der Serie arbeiten.“