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Wie man in Aliens: Dark Descent zügig mit Xenomorphs fertig wird

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Julian Benson
31. Aug. 2023

Im Gegensatz zu anderen Adaptionen von Ridley Scotts klassischer Horrorserie schlüpft ihr in Aliens: Dark Descent nicht in die Rolle eines einzelnen Überlebenden, sondern befehligt im Kampf gegen die Xenomorphs einen ganzen Trupp von Marines. Euer Überleben hängt also weniger von den Fähigkeiten eines Soldaten ab, sondern vielmehr davon, wie gut ihr die Positionierung und die Fertigkeiten eures Trupps im Kampf gegen den Aufstand der Säureblutmonster handhabt.

Aliens: Dark Descent ähnelt zwar rundenbasierten Taktikspielen wie XCOM 2 und Xenonauts 2, doch in diesem Titel müsst ihr einige ungewöhnliche Mechaniken beherrschen. Die ersten Level lassen sich noch einigermaßen überwinden, aber spätestens ab der Hälfte des Spiels braucht ihr einen Leitfaden, um an den entscheidenden Stellen wachsam zu sein. Man begeht leicht Fehler, die sich gegen Ende der Kampagne böse rächen.

Die gefühlt endlose Schlacht gegen einen so furchterregenden Gegner fordert ihren Tribut. In Aliens: Dark Descent müssen eure Soldaten mit begrenzten Ressourcen tagelang immer wieder in dieselben Kolonien ausrücken und leiden dabei unter zunehmendem Kampftrauma. Wenn ihr gewinnen wollt, müsst ihr dieser Zermürbung entgegenwirken.

Wie man in Aliens: Dark Descent zügig mit Xenomorphs fertig wird – Psychiatrische Einrichtung
Lasst euch vom Stress nicht stressen

Immer wenn eure Marines kämpfen, jede Sekunde, die sie gejagt werden, und jedes Mal wenn sie von Aliens getroffen werden, erleiden sie Stressschaden. Sobald der Stress 100 % erreicht, erleiden sie einen Stresseffekt – z. B. Zittern, das ihre Genauigkeit verringert – und ihre Stressstufe erhöht sich. Marines, die zu Beginn noch „Entspannt“ sind, werden „Ängstlich“, „Panisch“ und schließlich „Entsetzt“. Wenn eure Soldaten zum Schiff zurückkehren, erhalten sie entsprechend ihrer Stressstufe eine Anzahl Traumapunkte. Bei einem Punkt pro Stressstufe macht das bei einem entsetzten Marine also drei Punkte. Sobald ein Soldaten drei Traumapunkte erreicht hat, erleidet er ein Trauma. Ein Beispiel ist „Hypochonder“ – wenn der Trupp keine Sanitätsartikel mehr hat, erleidet der Marine jede Sekunde Stressschaden.

Traumata sind eines der zentralen Features von Aliens: Dark Descent. Sie machen deutlich, welchen seelischen Strapazen eure Marines ausgesetzt sind, während sie in finsteren Gängen die Xenomorphs bekämpfen. Lasst euch davon aber nicht bei euren Entscheidungen beeinflussen.

Stresseffekte und Traumata klingen zwar unheimlich, aber ihr könnt sie in den Griff bekommen. Steckt eure Marines in einen Raum, schweißt die Türen zu und lasst sie ausruhen, damit ihr Stress um eine Stufe sinkt und sie sogar von einem Stresseffekt befreit werden. Es steht zwar nicht im Tutorial, doch ihr könnt Sanitätsartikel auch zur Heilung von Stress statt von Wunden verwenden. Ruft die Aktionsleiste eines Soldaten auf und wählt einfach das Pillensymbol anstelle des Symbols für Sanitätsartikel. Im Laufe der Kampagne schaltet ihr eine psychiatrische Behandlung frei, mit der ihr Traumapunkte heilen und eure Marines von Traumata erlösen könnt.

Stress kann leicht stressen. Natürlich können Stresseffekte dazu führen, dass die Genauigkeit eurer Marines nachlässt oder sich euer Aktionspunktepool verringert, trotzdem sind sie im Kampf weiterhin tüchtige Soldaten. Wenn ihr Deckungen, Automatische Geschütze und Engpässe geschickt nutzt, werdet ihr feststellen, dass selbst ein panischer Marine eine Menge Xenomorphs erledigen kann.

Wie man in Aliens: Dark Descent zügig mit Xenomorphs fertig wird – Abwehr
Der richtige Moment zum Rückzug

In Aliens: Dark Descent ist es wichtig, den perfekten Zeitpunkt für den Rückzug zu finden. Je länger eine Mission dauert, desto gefährlicher wird sie – eure Marines erleiden Schaden, ihre Angst wächst, eure Ressourcen werden knapp und die Anzahl und Stärke der feindlichen Xenomorphs nimmt zu. Ihr könnt dieses Problem ganz einfach umgehen, indem ihr zu eurer Basis zurückkehrt und dadurch den Aggressionslevel der Aliens zurücksetzt. Allerdings könnt ihr jeden Tag nur einmal ausrücken und mit jedem verstrichenen Spieltag erhöht sich die Zahl der Aliens auf dem Planeten, was den Schwierigkeitsgrad weiter nach oben schraubt.

Die Entscheidung über einen Rückzug sollte nicht davon abhängen, wie gut ihr euch geschlagen habt, sondern davon, wie viel Erfahrung eure Marines gesammelt haben. Wenn das Spiel erstmal fortgeschritten ist, nützt euch ein einfacher Soldat immer weniger. Ihr braucht stärkere Waffen, die nur hochrangige Marines tragen können, und ebenso die Fertigkeiten von Soldaten, die schon eine gewisse Karriere hinter sich haben. Außerdem müsst ihr dafür sorgen, dass eure gesamte Mannschaft kampferprobt ist. Eure Marines müssen sich zwischen den Einsätzen ausruhen und ihre Verletzungen auskurieren und es nützt euch nicht viel, wenn nur einige wenige von ihnen die ganze Erfahrung sammeln.

Diese verdienen sie übrigens nicht, indem sie gewöhnliche Aliens töten. Um Erfahrung zu erhalten, müssen sie Ziele abschließen, Xenomorph-Bosse besiegen und einen Gewaltigen Ansturm abwehren. Wenn ihr die Erfahrungspunkte nicht gleichmäßig verteilt, haben eure weniger verwendeten Marines nur wenige Möglichkeiten, aufzusteigen und sich nützlich zu machen. Sobald ihr auf der Otago einen Ausbildungsraum gebaut habt, gewinnen eure Marines jeden Tag an Erfahrung und ihr könnt sie dort einer intensiven Ausbildung unterziehen, die ihren Rang noch schneller erhöht. Am schnellsten lassen sich Marines aber hochleveln, indem ihr sie ins Einsatzgebiet schickt. Das Training hilft natürlich, dennoch müssen sich eure Soldaten reihum in Gefechten beweisen.

Um es kurz zu machen: Ihr solltet ernsthaft den Rückzug erwägen, sobald alle eure eingesetzten Soldaten einen Level aufgestiegen sind. Befördert sie, wendet ihre Fertigkeitspunkte an, heilt sie in der Krankenstation und der Psychiatrischen Einrichtung und gebt anderen Soldaten eine Einsatzchance. Ihr werdet gegen Ende des Spiels merken, wie wichtig eine gut ausgebildete Mannschaft ist. Wenn einige eurer Soldaten im Kampf fallen, werdet ihr deswegen nicht gleich hilflos dastehen.

Wie man in Aliens: Dark Descent zügig mit Xenomorphs fertig wird – Deckung
Achtet auf eure Munition

Ihr solltet eure Munition noch mehr als den Stress im Auge behalten – ein wichtiges Merkmal von Aliens: Dark Descent kann euch hier nämlich das Leben schwer machen. 

Normalerweise kehrt ihr in Aliens: Dark Descent mehrmals in ein Missionsgebiet zurück, um alle Ziele abzuschließen. Zwischen euren Ausflügen tauchen dort natürlich neue Feinde auf, aber die Ergebnisse eurer Aktionen bleiben erhalten. Verschweißte Türen bleiben geschlossen, gehackte Terminals bleiben gehackt und – ganz wichtig – geplünderte Container bleiben geplündert. Während ihr nur eine begrenzte Anzahl von Werkzeugen (für Reparatur- und Schweißarbeiten) und Sanitätsartikeln mitnehmen könnt, gibt es für Munition keine Begrenzung. Das heißt, ihr könnt theoretisch alle Munitionskisten in einem Level auf einmal plündern. Das kann sich zu einem Problem auswachsen, denn beim Start einer neuen Misison könnt ihr im Gegensatz zu anderen Ressourcen nur begrenzt Munition mitnehmen.

Wenn ihr euren kleptomanischen Neigungen hemmungslos nachgebt, könntet ihr das später bereuen. Nehmen wir an, ihr schafft es, euch mit eurem Trupp bei eurem ersten Ausschwärmen in einem Level einen Weg durch die Xenomorph-Horden zu bahnen. Ihr öffnet jeden Raum, plündert alle Container und sackt sämtliche verfügbare Munition ein, bevor ihr zu eurem Raumschiff zurückkehrt, um eure Leute aufzurüsten. Zurück im Schiff wird eure Startmunition auf die üblichen vier Magazine zurückgesetzt. Wenn ihr dann später wieder in die zuvor erkundeten Gebiete zurückkehrt, werdet ihr dort keine neue Munition mehr finden – dafür aber jede Menge Feinde. Mit vier Reservemagazinen für vier Marines wird es schnell eng, wenn man gegen hunderte von Aliens kämpfen muss.

Als gute Faustregel solltet ihr Munition also lieber liegenlassen, wenn eure Reserven im zweistelligen Bereich sind. Wenn sie dann knapp werden und ihr noch nicht zur Basis zurückkehren wollt, könnt ihr euch jederzeit die vorher unbeachteten Kisten vorknöpfen. Haltet also eure Gier etwas im Zaum, dann erspart ihr euch später unangenehme Situationen.

Wie man in Aliens: Dark Descent zügig mit Xenomorphs fertig wird – Schutzraum
Vorsicht vor den Bugs

In diesem Leitfaden geht hauptsächlich um die einzelnen Funktionen von Aliens: Dark Descent, doch in diesem Echtzeit-Taktikspiel können euch neben den säureblütigen Monstern auch einige üble Bugs das Leben schwer machen. Ein paar Tipps, wie ihr sie umschiffen könnt, sind sicher hilfreich.

Ein häufiges Problem, das eure sämtlichen Munitionsreserven verbraucht, ist das Unterstützungsfeuer gegen Feinde, die sich hinter Deckung verschanzt haben. Die ersten menschlichen Feinde, auf die ihr trefft, sind allesamt Nahkampfsoldaten. Genau wie bei den Xenomorphs könnt ihr also in Deckung gehen und euren Marines befehlen, die angreifenden Feinde mit Unterstützungsfeuer zu verlangsamen. Alle, die in den Kugelhagel geraten, werden so langsam, dass ihr genug Zeit habt, ihnen die gerechte Strafe zukommen zu lassen. 

Wenn ihr aber auf Kultisten mit Schusswaffen trefft, gehen sie oft hinter Fässern und niedrigen Mauern in Deckung. Wenn ihr mit Unterstützungsfeuer auf sie reagiert, ducken sie sich und kommen erst wieder hoch, wenn ihr aufhört zu schießen – was aber bei Unterstützungsfeuer leider nicht passiert. Eure Soldaten leeren ihre Magazine vergeblich auf einen unerreichbaren Feind, laden nach und wiederholen das Gleiche mit dem nächsten Magazin. Widerruft in dem Fall den Befehl und bedenkt die Feinde mit einer Granate oder lasst eure Soldaten die Arbeit mit normalem Beschuss erledigen.

Ein weiterer Bug, der noch schmerzhafter als ein Chestburster sein kann, ist ein endloser Gewaltiger Ansturm. Der Name klingt zwar aufregend, leider geht dabei das Spiel kaputt. Wenn ihr in der Kampagne von Aliens: Dark Descent weiter fortgeschritten seid, könnt ihr mit Gewaltigen Anstürmen konfrontiert werden. Dabei tauchen Wellen von Feinden auf und greifen euch fast ohne Vorwarnung an, sodass ihr schnell eine Verteidigungsstellung einrichten müsst, um nicht überrannt zu werden. In manchen Fällen hören diese Anstürme nicht aber nicht mehr auf, und da ihr nicht speichern, aus dem Level aussteigen oder irgendwelche Ziele erfüllen könnt, während ihr angegriffen werdet, ist kein weiterer Fortschritt möglich.

Dieser Bug tritt auf, wenn ein Feind bei dem Ansturm in der Level-Geometrie stecken bleibt, sodass er euch nicht erreichen, ihr ihn aber auch nicht töten könnt. Da die Angriffswelle nicht restlos vernichtet wurde, wird der Ansturm nicht beendet und das Spiel kann nicht zum normalen Verlauf zurückkehren. Für diesen Bug gibt es keine Lösung, egal wie viele Feinde ihr tötet, also versucht es gar nicht erst. Wenn der Zustand des Gewaltigen Ansturms lange anhält, nachdem ihr die anstürmende Welle getötet habt, gebt euch keine weitere Mühe und ladet euren letzten gespeicherten Spielstand. Ihr spart euch eine Menge verschwendete Zeit.

Der Bug hat keine einzelne Ursache, aber er kann auftreten, wenn sich Feinde um zerstörte Automatische Geschütze drängeln. Darum repariert lieber eure Technik und nehmt sie mit, wenn es irgendwie möglich ist.

Aliens: Dark Descent ist im Epic Games Store verfügbar.