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Metro 2039 Rückblick: Was bisher geschah

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Diego Perez
1. Mai 2026
In Metro 2039 kehrt das stimmungsgeladene Ego-Shooter-Franchise mit einer linearen, storybetonten Kampagne in den U-Bahntunneln Moskaus zu seinen Wurzeln zurück und erweist sich als solider Einstiegspunkt für neue Fans.

Doch die Welt von Metro hat eine reiche Geschichte und die Moskauer Metro hat wenig mit ihrer früheren Version gemein. In 2039 spielt ihr in der Rolle eines neuen Protagonisten und erlebt die Reihe aus einer frischen Perspektive. Es ist aber eine gute Idee, euch mit den Ereignissen vertraut zu machen, die diesem neuen Hauptspiel der Metro-Reihe vorangegangen sind.
 

Metro 2033


Wir schreiben das Jahr 2033. Moskau und Umgebung sind seit einem globalen Atomkrieg vor zwanzig Jahren radioaktiv verseucht. Die Oberfläche ist ein trostloses Ödland, in dem Mutanten durch Ruinen streifen. Unter dem zerstörten Moskau dient nun die Metro, ein Netz von U-Bahntunneln, als letzte Bastion der Menschheit gegen die Schrecken an der Oberfläche.

In Metro 2033 ist Artjom der stumme Protagonist, der nur in Tagebucheinträgen zwischen den Kapiteln zu Wort kommt. Seine Heimatstation Exhibition wird von geisterhaften Kreaturen, den sogenannten „Schwarzen“, angegriffen, und er wird in die Polis, die Hauptstadt der Metro, geschickt, um Hilfe zu suchen.

Während Artjom sich seinen Weg in die Polis bahnt – mit Karawanen mitreist und sich mit begrenzter Ausrüstung sogar an der Oberfläche durchschlägt – begegnet er den radikal verfeindeten Fraktionen der Metro. Neofaschisten des Vierten Reiches geraten ständig mit der kommunistischen Roten Linie aneinander, sodass sich die anderen Stationen der Metro zum Schutz auf die Ranger oder das als Hanse bekannte Bündnis der freien Marktwirtschaft verlassen müssen.
Metro 2039 – Rückblick: Was bisher geschah – Erkundung
Die Polis befindet sich in einer einzigartigen Position im Zentrum der Metro und versucht, inmitten der Untergrundfraktionen ihre Neutralität zu wahren. Sie ist das schlagende Herz des Handels und Verkehrs der Metro, daher ist es im besten Interesse aller, sie in Ruhe zu lassen. Außerdem scheuen selbst die größten Kriegstreiber der Metro den Mehrfrontenkrieg, der mit einem Angriff auf die Polis einhergehen würde.

Diese sehr empfindliche Gleichgewicht ist zum Teil der Grund, weshalb sich der Polis-Rat weigert, Artjom und Exhibition zu helfen. In seiner Wut über die Tatenlosigkeit der Bürokratie verbündet sich Artjom mit dem Ranger-Kommandanten Miller, um ein altes Raketensilo namens D6 zu aktivieren und so das Nest der Schwarzen zu zerstören und den Angriffen der geisterhaften Kreaturen auf die Metro ein Ende zu bereiten.

Nach seiner offiziellen Ernennung zum Ranger startet Artjom die Raketen, nachdem ein Schwarzer ihm extreme telepathische Kopfschmerzen verursacht hat. Das ist das übliche Ende, aber Metro 2033 hat tatsächlich ein geheimes Ende, das freigeschaltet wird, wenn man sich im unsichtbaren Moral-System des Spiels als „barmherziger Samariter“ erweist.

Das alternative Ende deutet an, dass die Schwarzen möglicherweise nur versucht haben, mit der Menschheit zu kommunizieren, und die Halluzinationen und der telepathische Stress lediglich eine ungewollte Nebenwirkung und kein bösartiger Angriff waren. Die Beweggründe der Schwarzen spielen in der gesamte Metro-Reihe eine entscheidende Rolle, und in Metro 2039 kehren die Schwarzen zurück.
 

Metro Last Light


Ein Jahr nach seiner anfänglichen Reise durch die Tunnel ringt Artjom immer noch mit seiner Entscheidung, die Raketen zu starten. Als vollwertiger Ranger arbeitet Artjom jetzt mit der Crew zusammen, um das D6-Raketensilo wiederherzustellen und es mit dem Rest der Metro zu verbinden.

Zu Beginn von Metro Last Light erreicht die Nachricht von einem überlebenden Schwarzen die Raketenstation und Colonel Miller schickt Artjom und seine Tochter Anna, um ihn zu eliminieren. Natürlich verbreiten sich Neuigkeiten schnell in der Metro, und machthungrige Fraktionen wie die Rote Linie und das Vierte Reich sind begierig darauf, möglicherweise einen Schwarzen zu fangen, um mit dessen Hilfe die D6-Anlage gewaltsam zu übernehmen.

Nachdem er den überlebenden jungen Schwarzen entdeckt, wird Artjom von den Neofaschisten gefangen genommen. Mit der Hilfe eines Rekruten der Roten Linie namens Pavel gelingt ihm die Flucht. Dieser gibt sich als Major der Roten Linie zu erkennen, nachdem er mit Artjom durch die Tunnel gereist ist. Da Artjom keine Absicht hat, mit der Roten Linie zusammenzuarbeiten, wird er festgenommen, um verhört zu werden.
Metro 2039 – Rückblick: Was bisher geschah – Oberfläche
Nachdem Artjom aus dem Gebiet des Vierten Reichs entkommen ist, muss er sich nun durch das Gebiet der Roten Linie schleichen, um Anna und den kleinen Schwarzen vor Pavels Leuten zu retten. Dort erfährt er, dass die Anführer der Roten Linie planen, die Kontrolle über D6 und die gesamte Metro zu übernehmen. Außerdem hat einer von Artjoms Kameraden die Ranger verraten und Biowaffenproben aus D6 an die Rote Linie übergeben.

Nach Annas Rettung bleibt Artjom bei ihr in Quarantäne, da er der Biowaffe der Roten Linie aus D6 ausgesetzt war. Artjom und Anna werden für gesund erklärt und sind bereit, die Station zu verlassen, haben vorher aber noch ein romantisches Stelldichein.

Artjom spürt dann den kleinen Schwarzen auf und gewinnt aufrührende Erkenntnisse über seine eigene Vergangenheit. Wie sich herausstellt, ist er seit seiner Kindheit mit den Schwarzen verbunden und sie versuchen, ihn als eine Art Botschafter zu benutzen, um die Kluft zwischen ihrem Volk und der Menschheit friedlich zu überbrücken.

Deshalb unterbrechen sie Artjom immer wieder in Schlüsselmomenten und zeigen sie ihm in ihren Visionen vor allem unbeschwerte und ungefährliche Situationen. Aus demselben Grund verursachte ein Schwarzer auch Artjoms heftige Halluzinationen, bevor er am Ende von Metro 2033 die Raketen startete. Es war keine Bedrohung, sondern eine dringende Bitte. Der Schwarze spürt auch, dass andere Schwarze die Raketen überlebt haben und sich in D6 im Ruheschlaf befinden. Das gibt Artjom die Chance, alles wiedergutzumachen.

Artjom, Anna und der kleine Schwarze kehren rechtzeitig zu Friedensverhandlungen zwischen den wichtigen Anführern der Metro zur Polis zurück. Der Schwarze zwingt den Anführer der Roten Linie mithilfe seiner telepathischen Kräfte, die Wahrheit zu sagen. Die Friedensgespräche sind nur eine Ablenkung, damit seine Leute D6 einnehmen können, während die Ranger beschäftigt sind.

Artjom und die Crew eilen zu D6 und werden von den Truppen der Roten Linie überwältigt, was sie dazu zwingt, verzweifelte Maßnahmen zu ergreifen. Sie planen, die Anlage mit allen darin – einschließlich ihnen selbst – zu sprengen, nur um zu verhindern, dass die Waffen in die falschen Hände fallen. In letzter Minute kann der kleine Schwarze aber all seine Kameraden aufwecken und sie besiegen die Rote Linie, bevor die Ranger ihren drastischen Plan umsetzen können.

Nachdem die Kämpfe abgeklungen sind und die Metro wieder zur Normalität zurückkehrt, ziehen der kleine Schwarze und seine neue Familie in die Welt hinaus. Er verspricht Artjom aber zuvor, dass sie zurückkehren werden, wenn die Zeit reif ist, um der Menschheit beim Wiederaufbau zu helfen.
 

Metro Exodus


In Metro Exodus ist ein weiteres Jahr vergangen und Artjom ringt weiterhin mit seinen Gedanken. Nachdem Artjom die Ranger verlassen hat, will er an der Oberfläche nach Überlebenden suchen. Er ist überzeugt, dass es dort jemand gibt, und verbringt viel Zeit an der Oberfläche – sehr zum Leidwesen von Anna, die inzwischen seine Frau ist.

Während Artjom und Anna Moskau erkunden, beobachten sie einen Zug, der durch die Stadt fährt. Hanse-Soldaten schießen auf Artjom und nehmen Anna kurz darauf gefangen, doch Artjom überlebt und folgt ihnen zu einer Basis, wo er die Wahrheit erfährt.

Die Hanse-Fraktion hatte Störsender betrieben, die Moskau gezielt von der Außenwelt abschotteten. Als Artjom und Anna zum ersten Mal andere menschliche Stimmen über das Radio hören, kapern sie den Hanse-Zug und können entkommen. Die übrigen Ranger treffen sich mit Artjom und Anna. Sie beschließen, dass es am sichersten ist, Moskau zu verlassen, da die Hanse-Truppen sie mit Sicherheit töten werden, weil sie nun die Wahrheit kennen.
Metro 2039 – Rückblick: Was bisher geschah – Fraktionen
Im Zug enthüllt Colonel Miller, dass der Krieg damals mit den Bomben nicht geendet hatte. Offenbar kontrolliert die NATO den Großteil des Landes, und die Überreste der russischen Regierung installierten diese Störsender, um den Eindruck zu erwecken, dass Moskau verlassen ist.

Die Ranger fahren mit dem Zug durch das zerstörte Russland, zuerst auf der Suche nach einer geheimen Regierungsbasis am Berg Yamantau. Statt Überlebende der Regierung zu finden, treffen die Rangers dort jedoch auf Kannibalen.

An der Basis entdecken die Ranger eine Karte und wollen nun an der Oberfläche einen bewohnbaren Ort finden, um eine Siedlung zu gründen. Die Karte führt die Ranger zu weiteren Gruppen von Überlebenden, die mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Unterdessen hat Anna infolge einer Strahlenbelastung zu Beginn der Reise zunehmend gesundheitliche Schwierigkeiten.

Schließlich muss die Gruppe in den Ruinen von Nowosibirsk Halt machen, um Medikamente zu suchen, die Anna heilen können. Die Strahlung und die Mutanten werden für Miller und Artjom zu viel und Colonel Miller benutzt eine Dosis der Medizin, um Artjoms Leben zu retten. Miller stirbt an Strahlenvergiftung, doch sein heroischer Akt sorgt dafür, dass Artjom mit dem unversehrten Heilmittel zu Anna zurückkehren kann.

Nachdem sie Nowosibirsk verlassen haben, finden die Ranger endlich einen nicht verstrahlten Teil des Landes. Artjom übernimmt die Führung der Ranger, und er plant, irgendwann nach Moskau zurückzukehren, um den Bürgern der Metro die Wahrheit über die Oberfläche zu sagen.
 

Metro 2039


Vier Jahre später kehrt ein Fremder in die Metro zurück. Statt Artjom steht in Metro 2039 nun ein völlig neuer, voll vertonter Protagonist im Mittelpunkt.

Der Fremde ist ein ehemaliger Bewohner der Metro. Albträume voller Gewalt zwingen ihn auf der Suche nach Antworten zurück in die Tunnel. Auch die Metro hat sich sehr verändert, seit Artjom und die Ranger gegangen sind.
Metro 2039 – Rückblick: Was bisher geschah – Biome
Alle Fraktionen der Metro haben sich unter einem einzigen Banner vereinigt: dem Novoreich. Zu allem Überfluss führt ein ehemaliger Ranger namens Hunter das Novoreich an. Tatsächlich ist dieser ehemalige Ranger derselbe, der Artjom zu Beginn von Metro 2033 dazu aufforderte, in der Polis Hilfe zu suchen.

Hunter kehrte nie aus den Tunneln zurück (was dazu führte, dass Artjom zur Polis aufbrach), doch das, worauf er dort gestoßen war, hatte ihn jedenfalls nicht umgebracht. Jahre später kehrt er nun als der Anführer des Novoreichs zurück und hat die gesamte Metro unter seiner absoluten Kontrolle.

Da sich die Ranger auf der Oberfläche niedergelassen haben und die Schwarzen ihre versprochene Rückkehr noch immer nicht angetreten haben, steht für Moskau in Metro 2039 viel auf dem Spiel. Ihr könnt das nächste Kapitel der Geschichte selbst erleben, wenn Metro 2039 diesen Winter im Epic Games Store erscheint.