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Auf der Basis eines echten Mondprojekts könnt ihr in Moon Village die silberne Kugel einen großen Sprung nach dem anderen besiedeln
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Meg Sullivan
Im Moon Village Simulator haben Mondfans die Möglichkeit, im inneren Sonnensystem ein ehrgeiziges Team zu leiten, um auf der silbernen Kugel, die unseren Heimatplaneten umkreist, eine dauerhafte menschliche Kolonie zu errichten. Anhand echter Baupläne, die von echten Ingenieuren und Wissenschaftlern erstellt wurden, könnt ihr Transportraketen bauen, eine Mondstation errichten, die steinige Mondoberfläche mit Rovern bereisen, wichtige Ressourcen transportieren und – immer eine Selbstversorgersiedlung auf einmal – eine blühende Mondgemeinschaft zum Leben erwecken. Dazu gehört natürlich auch die Produktion von Strom, Wasser und Nahrung. Ihr müsst mit den extremen Bedingungen unseres nächstgelegenen Himmelskörpers umgehen, auf dem extreme Temperaturunterschiede und Weltraumwetter wie heftige Meteoritenschauer und starke Sonnenwinde an der Tagesordnung sind.
Je größer eure Mondbasis wird, desto größer ist die Chance, dass ihr überlebt und euer Mondprojekt ein Erfolg wird. Und während ihr Mondfahrzeuge baut, Ressourcen transportiert und euch in die Feinheiten der Konstruktion einer echten Raumstation vertieft, werdet ihr beginnen zu verstehen, wie viel Mut und Innovation nötig sind, um den Himmel zu erobern.
Das klingt nach Spaß, aber was Moon Village wirklich einzigartig macht, ist, dass seine epische Geschichte im Gegensatz zu Kerbal Space Program und anderen kosmisch inspirierten Spielen keine Science-Fiction ist. Es simuliert ein reales interstellares Projekt, das von einer Gruppe ehrgeiziger Denker geleitet wird, die glauben, dass die Menschheit bei der Eroberung des Weltraums für den nächsten großen Sprung bereit ist.

Zugegeben, es fällt schwer, die Idee eines echten Monddorfes nicht zu belächeln – sie klingt unmöglich. Schließlich ist der Mond ein großer Klumpen aus unwirtlichem Lavagestein ohne Luft und (zumindest bisher) ohne sichtbare Lebensformen. Wissenschaftler können nicht einfach ein Fertigbau-Dorf hinstellen und den frischgebackenen Mondbürgern viel Erfolg wünschen. Der ehemalige Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), Jan Wörner, ist jedoch überzeugt, dass es möglich ist, und die ESA hat sich mit dem Massachusetts Institute of Technology und dem berühmten Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill zusammengetan, um dies zu beweisen.
Um die logistischen Herausforderungen einer solchen Mission zu bewältigen, hat diese Koalition ihren Plan klugerweise in eine Reihe kleiner (aber dennoch sehr ehrgeiziger) Phasen unterteilt. In der ersten Phase errichtet ein Team von Astronauten am Rand des Kraters Shackleton in der Nähe des Südpols des Mondes die Fundamente der Siedlung (in dieser Region herrscht das ganze Mondjahr über nahezu durchgängig Tageslicht und in der Nähe finden sich wichtige natürliche Ressourcen). Um den kühnen Bauarbeitern das Überleben in der rauen Mondatmosphäre (bzw. dem Mangel derselben) zu ermöglichen, fliegen sie mitsamt Vorräten und einer Reihe von aufblasbaren bewohnbaren Modulen zum Mond.
Sobald die Grundlagen geschaffen sind, treffen weitere Ausrüstung und Infrastrukturen für die Lebensmittelproduktion und den wissenschaftlichen Betrieb ein. Dies wiederum ermöglicht es, Grabungen, Produktion und Konstruktion auszuweiten. Für die Arbeit und zum Leben auf dem Mond nutzt die Mannschaft das Sonnenlicht zur Energiegewinnung und fördert gefrorene flüchtige Stoffe und Wasser aus nahe gelegenen Kratern, um alles von atembarer Luft bis hin zu Raketentreibstoff für Transport und industrielle Aktivitäten herzustellen. In der Endphase des Projekts wird das Dorf dann zu einer sich selbst versorgenden menschlichen Kolonie, die als Zentrum für Wissenschaft, Forschung und Tourismus dient. Das ist gelinde gesagt ein ehrgeiziges Ziel, aber das Moon-Village-Team hat sich schließlich nicht dafür entschieden, zum Mond zu fliegen, weil es einfach ist, sondern weil es schwierig ist. (Ja, ich muss einfach John F. Kennedys Mondrede zitieren. Das sind auch Regeln des Weltraums.)
Dieses Projekt eines Mondhabitats wird jedoch noch einige Jahre auf sich warten lassen. In der Zwischenzeit könnt ihr mit dem Moon Village Simulator nach dem Mond greifen, sobald das Spiel im Epic Games Store erhältlich ist.