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Neun Dinge, die ihr für den Einstieg in MIO: Memories in Orbit wissen solltet
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Steven Nguyen Scaife
Dass ihr euch verirrt, während ihr durch ein verfallendes Raumschiff streift und versucht, eure Fähigkeiten an der richtigen Stelle zum Einsatz zu bringen, gehört zum Spielprinzip. Scheitern ist ein Teil des Plans. Schon früh bekommt ihr es mit einer Spielmechanik zu tun, die dafür sorgt, dass ihr jedes Mal, wenn ihr sterbt, euer gesamtes Nacre verliert – so heißt die Ingame-Währung.
Falls ihr schon alles ausprobiert habt und trotzdem noch ein paar Hinweise gebrauchen könnt, haben wir ein paar Tipps für euch zusammengestellt, die euch wieder auf Kurs bringen.
Habt keine Angst vor dem Tod – er bringt euch weiter
MIO gibt euch als Teil eurer Grundfähigkeiten zwar bereits den Doppelsprung, aber ansonsten bekommt ihr längst nicht alles von Anfang an. Wenn ihr auf dem riesigen Raumschiff erwacht, ist der zentrale Bereich, der „Nexus“, noch nicht vollständig funktionsfähig. Das heißt: Ihr müsst dem Spiel ein paar Stunden geben, um sein volles Potenzial zu entfalten. Jedes Mal, wenn ihr sterbt, füllt ihr dabei den benötigten Nacre-Vorrat auf. (Es gibt zwar auch eine Option, den Prozess zu beschleunigen, aber wenn ihr so spielt wie wir, reichen eure gescheiterten Versuche mehr als aus, um den Stein ins Rollen zu bringen.)
Mit genügend Nacre sammelt der Aufseher-Roboter Shii genug Energie, damit ihr euch vom Nexus aus die Karte ansehen könnt – allerdings wirklich nur dort. Versucht ihr, die Karte an einem anderen Ort zu öffnen, erhaltet ihr die Fehlermeldung: „Nicht verbunden.“ Mit noch mehr Nacre gehen schließlich die Lichter an und signalisieren, dass der Nexus vollständig in Betrieb ist. Ab diesem Punkt könnt ihr die Karte überall im Spiel aufrufen. Der Aufseher hat dann sogar genug Energie, um euch im Nexus-Becken schweben zu lassen.
Ähnlich läuft es mit Mel, der Händlerin: Ihr müsst erst ein wenig erkunden, bevor ihr sie kennenlernt. Sie richtet ihren Laden im westlichen Teil des Nexus ein, und ihr Inventar wächst jedes Mal, wenn ihr einen ihrer kleinen Helfer findet.
Kristallisiert Nacre, wann immer es geht
Sobald der Nexus aktiviert ist, solltet ihr anfangen, euer Nacre zu bunkern. Auch wenn ihr an einem Speicherpunkt mit reichlich Währung dasteht: Ungesichertes Nacre ist stets in Gefahr. Zum Glück könnt ihr es an allen funktionierenden Verarbeitungsstationen kristallisieren lassen und damit sichern. Es geht dann bei eurem nächsten Tod nicht verloren. Die Stationen sind auf der Karte mit einem Sechseck markiert. Das Kristallisieren hat keinerlei Nachteile. Kristallisiertes Nacre lässt sich ganz normal ausgeben, und das Spiel sorgt sogar dafür, dass zuerst euer ungesichertes Nacre verbraucht wird, bevor es an den wertvollen Vorrat geht.

Macht es euch daher zur Gewohnheit, diese Prozessoren regelmäßig aufzusuchen. Sobald man die Schnellreise freigeschaltet hat und damit mühelos über die Karte springen kann, vergisst man schnell, dass man noch loses Nacre mit sich herumträgt – bis man stirbt und die kleine rote Zahl gnadenlos anzeigt, wie viel gerade verloren gegangen ist.
Nutzt Kartenmarkierungen, um den Überblick zu behalten
MIO gibt euch auf der Karte nur wenige Hinweise, deshalb solltet ihr konsequent mit euren eigenen Markierungen arbeiten, wenn ihr zielloses Umherirren vermeiden wollt. Es gibt vier verschiedene Arten von Pins, und wie ihr sie nutzt, bleibt euch überlassen. Wichtig ist vor allem, Plattformen zu markieren, die unerreichbar hoch wirken, oder leuchtende Wände, die von violettem Schleim umgeben sind. Die meisten wichtigen NPCs halten sich ohnehin rund um den Nexus auf und müssen nicht extra markiert werden. Eine Ausnahme ist jedoch ein Bot im Haven-Biom, der einen Gegenstand für eine ziemlich große Menge Nacre verkauft – eine Summe, die ihr erst deutlich später zusammenbekommt.
Ladet euren Doppelsprung auf
Hinweis: Der folgende Abschnitt enthält Spoiler. In den früh zugänglichen Gebieten findet ihr schimmernde, lavendelfarbene Pflanzenknospen, die euren Doppelsprung aufladen, wenn ihr gegen sie stoßt. Ihr könnt sie als eine Art Trainingsobjekt betrachten: Sie machen euch klar, dass diese Fähigkeit später noch wichtig werden wird. Ob Knospe, Gegner oder diese grünen Energie-Splitter, die als Greifpunkte dienen – fast alles, was ihr trefft, kann euren Doppelsprung wieder aktivieren. Später bekommt ihr ein Upgrade, mit dem ihr auch die Energieleiste für mehrere fortgeschrittene Fähigkeiten auffüllen könnt, den Doppelsprung jedoch könnt ihr schon vom ersten Moment an erneuern.
Behaltet das im Hinterkopf, wenn ihr gegen fliegende Gegner kämpft. Jeder Treffer bedeutet: Ihr könnt wieder springen. Und wenn ihr erneut trefft, noch einmal. Mit etwas Übung könnt ihr kämpfen, ohne je den Boden zu berühren – euer Doppelsprung wird dann schnell zum dritten, vierten oder fünften Sprung.
Wechselt eure Ausrüstung bei schwierigen Bossen
Im Verlauf von MIO sammelt ihr zahlreiche Modifikatoren, mit denen ihr eure Fähigkeiten verbessert – sofern ihr genug Platz habt. Die Anzahl der Mod-Slots lässt sich zwar erweitern, ist aber grundsätzlich begrenzt. Wenn ihr wirklich jeden Slot braucht, könnt ihr sogar eure „Self-Awareness“ ablegen: die Anzeige für eure Lebens- und Energiepunkte.
Da ihr Mods nur an „Network Gate“-Speicherpunkten wechseln könnt, sind wiederholte Boss-Niederlagen der perfekte Moment zum Experimentieren. Denkt daran, dass Mods, die euch bei der Erkundung helfen, im Bosskampf vielleicht nur Ballast sind. Ein besonders praktischer Mod, „Maintenance Hack“, erlaubt es euch zum Beispiel, euch an Nacre-Becken kostenlos zu heilen. Wenn ihr es aber schafft, vom Network Gate bis zum Bossraum zu gelangen, ohne Schaden zu nehmen, könnt ihr ihn ruhig ablegen und Platz für etwas anderes schaffen.

Einige Mods erhöhen die Anzahl eurer Mod-Slots, verlangen dafür aber einen Preis. „Nacre Drought“ zum Beispiel sperrt für euch die Nutzung von Nacre-Becken, gibt euch dafür aber zusätzliche Slots. Fürs normale Erkunden ist das eher unpraktisch, im Bosskampf kann es jedoch genau das sein, was ihr braucht. Seid aber vorsichtig: Nach dem Kampf könnt ihr euch ebenfalls nicht heilen und müsst euch dann angeschlagen bis zum nächsten Speicherpunkt durchschlagen.
Haltet Ausschau nach Aufsehern
Die Aufseher, die vor Network Gates stehen und die Schnellreise ermöglichen, sind nicht immer einsatzbereit. Manche wurden „zerrissen“ und liegen am Boden. Ihr müsst sie erst reaktivieren, bevor ihr das Gate nutzen könnt. MIO bietet euch oft mehrere Wege zum gleichen Ziel an. Wenn ihr jedoch ein verlassenes Network Gate entdeckt, solltet ihr die unmittelbare Umgebung absuchen, bevor ihr weiterzieht. Wenn ein Aufseher zu finden ist, dann liegt er in der Regel nicht weit entfernt.
Achtet auf geheime Zugänge
Wie in jedem Metroidvania stoßt ihr auch in MIO auf Items, die zunächst unerreichbar wirken. Oft ist man versucht, sie erst einmal links liegen zu lassen – und manchmal ist es genau richtig, hier auf künftige Fähigkeiten zu spekulieren. Trotzdem lohnt es sich, die Umgebung gründlich abzusuchen. MIO steckt voller geheimer Wege, die geschickt durch Felsen oder Pflanzen verdeckt sind und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Mit einem guten Auge findet ihr manche davon sogar früher, als das Spiel es eigentlich vorgesehen hat.
Beachtet auch, dass ihr das Spiel „abschließen“ könnt, ohne alles gesehen zu haben. Abseits des Hauptpfads verbergen sich ganze optionale Biome und Bosskämpfe. Wart ihr schon auf dem Blätterdach von Haven? Habt ihr ein Observatorium erkundet? Bleibt neugierig!
Probiert die Hilfsmodi aus
Auch wenn ihr Hilfsmodi normalerweise meidet: Die in MIO schaffen es, die Herausforderung weitgehend zu bewahren. Werft ruhig einen Blick darauf, wenn ihr feststeckt – besonders bei Bosskämpfen oder anspruchsvollen Kampfsituationen.

„Pacifist“ und „Eroded Bosses“ erklären sich weitgehend von selbst. Besonders interessant ist jedoch „Ground Healing“. Ist die Bodenheilung aktiviert, bekommt ihr einen zusätzlichen Lebenspunkt zurück, wenn eure Füße für kurze Zeit den Boden nicht verlassen. Ihr könnt zwar nicht mehrere Punkte stapeln, aber den verlorenen einen immer wieder zurückgewinnen. Das bringt eine eigene Herausforderung mit sich, denn die Heilung muss durch vorsichtiges Spiel ohne Springen „verdient“ werden. Gleichzeitig ist sie extrem hilfreich bei kniffligen Plattform-Passagen, wenn ihr wenig Leben habt und kurz davor seid, zum Speicherpunkt zurückgeschickt zu werden. Technisch gesehen existiert diese Funktion ohnehin im Spiel, da es einen Mod mit derselben Fähigkeit gibt – allerdings mit ziemlich hohen Installationskosten.
Geht nicht zu nah an den Aufzug ran
Vielleicht habt ihr das längst selbst herausgefunden, aber falls nicht: Wenn ihr ein Terminal betätigt, um den Aufzug zu rufen, stellt euch zur Seite – und nicht dorthin, wo der Aufzug ankommt. Es gibt keinen Sicherheitsmechanismus. Ihr habt keine Zeit auszuweichen, und der Aufzug zerquetscht euch gnadenlos.
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