
Spielt mit Kettensägen schwingend an den Horror-Tischen von Pinball M und kämpft gegen uralte Götter

Spielen kann man auf die verschiedensten Arten, aber Flippern scheint – aus der Ferne betrachtet – eine der schwierigsten zu sein. Die Kombination von präziser Kontrolle der Flipperhebel, detaillierten Kenntnissen der unterschiedlichen Tische und vielen Übungsstunden wirkt eher gruselig. Das muss allerdings nicht sein. Dazu müsst ihr nur Zen Studios fragen, den Entwickler einer ganzen Reihe von unterhaltsamen und zugänglichen virtuellen Flipper-Spielen, die euch den Nervenkitzel von Multiball-Spielen und schwierigen Drains bieten, die man früher nur an einem echten Tisch erleben konnte.
Während die bekannte Pinball FX-Reihe des Studios schon immer eher familienfreundlich war, setzt ihr neues Produkt Pinball M auf makabere Inhalte für Erwachsene, insbesondere auf Horror. Wie es Marketing Manager Bence Bánszki ausdrückt, bot sich dem Entwickler mit Pinball M die Möglichkeit, klassische Horror-Themen mit der silbernen Kugel zum Leben zu erwecken, und die Spieldesigner waren Feuer und Flamme.
„Bei Pinball M ist alles möglich“, erklärt er. „Wir erkannten, dass es eine große Nachfrage nach Flippertischen mit Themen für Erwachsene gibt, packten die Gelegenheit beim Schopf und stürzten und mitten hinein. Mit berühmten Franchises, die für ihre Erwachseneninhalte bekannt sind, setzt das Spiel stark auf Horror, während Pinball FX eher auf Abwechslung setzt und von klassischen, familienfreundlichen Designs bis hin zu lizenzierten Thematiken außerhalb des Horror-Genres reicht.“

Flipperautomaten mit Horror-Motiven haben eine lange Tradition, von den kitschigen Totenköpfen von Scared Stiff bis zum Zombie-Gemetzel von Sterns The Walking Dead. Die Tische von Pinball M beschränken sich jedoch nicht nur auf Slasher-Themen – es gibt zum Beispiel auch Duke Nukem's Big Shot Pinball mit der markanten Musik aus dem ersten Level von Duke Nukem 3D – die Betonung des Schreckens ist aber durchgehend unübersehbar.
Probiert den kostenlosen Tisch Wrath of the Elder Gods: Director's Cut, und ihr werdet schnell erkennen, wovon ich spreche: Oben auf dem Spielfeld gibt es einen Cthulhu-artigen Kopffüßer und einen Kreisel, der bei jeder Drehung Blut verspritzt.
„Ich vertiefe mich gern in die Geschichte von Flippertischen“, sagt Bánszki. „Für die meisten Leute sind diese Automaten eine Mischung aus blinkenden Lichtern, Schienen und Rampen, aber jeder Tisch hat seine eigene ‚Geschichte‘. Je mehr man sich mit einem Spieltisch und seiner Story vertraut macht, desto aufregender ist jeder Treffer. Genau diese Art von Aufregung erwarte ich von einem Flipperspiel.“
Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass sich die Designer von Pinball M große Mühe gegeben haben, die Themen und Grafiken der einzelnen Franchises in die Tische einzubinden. Am deutlichsten wird das vielleicht bei Bánszkis Lieblingsautomaten, Texas Chainsaw Massacre Pinball, bei dem (natürlich) auch eine riesige Kettensäge nicht fehlt, die der Spieler in bestimmten Momenten aufheulen lassen kann. Wie alle guten Tischen haben auch diese Kästen eine Anzahl Rampen, Spielmodi und „Skillshots“, die ihr meistern müsst.

Pinball M enthält außerdem zahlreiche Komfortverbesserungen, die dieses Hobby für Neulinge zugänglicher machen. Natürlich könnt ihr Stunden damit verbringen, ganz im Sinne von Keith Elwin am selben Tisch zu versuchen, den Highscore zu knacken, es gibt aber auch optionale Modi, um bestimmte Komponenten des Tisches intensiv auszuprobieren, wobei ihr die Kugel immer wieder zurückerhaltet. Bánszki verweist auch auf den Modus „Madness Challenge“ von Pinball M, bei dem ihr euch drei Minuten lang direkt in die Hitze eines Multiball-Spiels stürzt und versucht den Spitzenplatz zu ergattern.
Diese zusätzlichen Optionen helfen Neueinsteigern, das Layout ihres Lieblingstisches und die wichtigen Schüsse kennenzulernen, und gleichzeitig ihre Flipperkünste zu verfeinern, um länger zu überleben. So ist der größte Fehler von Flipperanfängern, zu „überflippern“, indem sie kontinuierlich beide Flipperknöpfe drücken, während die Kugel wild auf dem Spielfeld herumhüpft. Dieser Impuls ist zwar verständlich, erzeugt aber eine größere Lücke, durch die die Kugel in den Ausgang rollen kann. Deshalb ist es eine gute Übung, die Flipper nicht zu betätigen. Wenn ihr das beherrscht, könnt ihr euer Spiel wesentlich öfter retten.
Pinball M bietet auch optionale kosmetische Gegenstände. „Wir haben ‚Play Corners‘ eingeführt, was es bisher so noch nicht gab“, verrät Bánszki. „Das ist die Umgebung jedes Flipperautomaten, die man seinem eigenen Fortschritt entsprechend nach Wunsch anpassen kann. Das Feedback hierzu war sehr positiv, denn dieses Feature bietet einen Anreiz für Spieler, die nicht nur auf den Bestenlisten nach oben klettern wollen, sondern auch gerne ihre Umgebung personalisieren.
Pinball M hat mit Camp Bloodbrook gerade einen neuen originalen Zen-Tisch erhalten, der einem klassischen Horrorfilm Tribut zollt. Dieser Flipper enthält die Machetenrampe, bislang Bánszkis Lieblingselement. Er erklärt: „Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein statisches Tischelement, aber mit der Zeit stellt man fest, dass sie verschiedene Zwecke hat und Kugeln festhalten, sich auf dem Tisch bewegen und sogar für Schreckmomente sorgen kann. (Das Letztere gilt vielleicht nur für mich.)“

Flippern sieht auf den ersten Blick vielleicht schwierig aus, aber das muss es nicht sein. Holt euch Pinball M und ein paar gruseligen Tische, und ihr seid schnell soweit, dass ihr „nur noch ein einziges Spiel“ sagt, und plötzlich merkt, dass es zwei Uhr morgens ist und ihr das Abendessen ganz vergessen habt. Ihr seid gewarnt.
Wer sich für Pinball M interessiert, kann den Titel im Epic Games Store kostenlos herunterladen und den im Spiel enthaltenen Lovecraft-Tisch Wrath of the Elder Gods: Director's Cut ausprobieren, ohne etwas zu zahlen. Danach könnt ihr Tische wie Camp Bloodbrook einzeln kaufen und spielen oder euch das Death Save Bundle schnappen, das vier Tische zu einem Sonderpreis enthält.