
Revenge of the Savage Planet lädt euch zum Erforschen, Erschaffen und Lachen ein

Wenn man Revenge of the Savage Planet und seinen Vorgänger vergleicht, könnte man meinen, sie stammen aus verschiedenen Franchises. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Spielen – ähnlich wie in Journey to the Savage Planet müssen die Spieler in Raccoon Logics neuestem Spiel das Unbekannte erforschen, sich der bizarren (und oft tödlichen) Flora und Fauna stellen und sich mit einem nicht gerade einfühlsamen Arbeitgeber auseinandersetzen (oder in diesem Fall mit dem ehemaligen Arbeitgeber, da euer Spielercharakter zu Beginn seiner Reise gefeuert wird). Was dieses Mal ganz anders ist, ist die Art und Weise, wie ihr das alles aufnehmt, und zwar wortwörtlich.
Revenge of the Savage Planet erweitert den Horizont, indem die Kamera von der Ego- in die Third-Person-Perspektive wechselt. Auf Papier mag das wie eine kleine Änderung erscheinen, aber nachdem wir Anfang dieser Woche einen ersten Blick auf das Spiel werfen konnten, waren wir überrascht, wie sich das Spielgefühl dadurch ändert.

„Einer der Vorteile des Wechsels zur Third-Person-Perspektive ist, dass sich der Spielcharakter humorvoller ausdrücken kann“, erklärt Alex Hutchinson, der Creative Director bei Raccoon Logic. „Wir merkten, dass man in einer systematischen Welt sehen will, wenn man brennt oder ausrutscht“, was, wie das Team schnell feststellte, in der Ego-Perspektive schwer zu vermitteln ist. „Mit den Händen kann man nur bedingt viel machen, wie unser Animation Director Mike sagt, und Spieler wollten ihre Füße für das Platforming sehen.“
Wir haben das Spiel zwar selber noch nicht ausprobieren können, aber wir konnten schnell sehen, wie diese Änderung zu Raccoon Logics Humor passt. Die Art und Weise, wie dein tapferer Entdecker die fünf erforschbaren Planeten erkundet, (wir haben nachgerechnet, das sind 400 % mehr Planeten als beim letzten Mal!), ist fast schon albern, vor allem, wenn ihr mit den verschiedenen Arten von Schleim (Goo) konfrontiert werdet, die sowohl als Umgebungshindernisse als auch als Werkzeuge für den Spieler dienen. Wenn ihr durch Grünen Schleim (Green Goo) läuft, rutscht ihr aus wie Buster Keaton auf der Bananenschale, aber durch den Schleim können auch eure Feinde ins Straucheln geraten. Ferro-Schleim (Ferro-Goo) hingegen ist weniger rutschig, dafür aber leitfähig und ermöglicht es euch, Strom über verschiedene Oberflächen zu leiten. Sogar das Markenzeichen von Journey to the Savage Planet, die Ohrfeige, hat man abgeschafft, aber dafür mit etwas noch Besserem ersetzt – einem übertriebenen Tritt, der selbst die flauschigsten exotischen Tiere durch die Luft fliegen lässt.
Optik und Spielgefühl von Revenge of the Savage Planet ändern sich mit dem Wechsel zur Third-Person-Perspektive, aber die Kernschleife, in der ihr entdeckt, Umgebungen scannt, Ressourcen sammelt, neue Werkzeuge herstellt und neue Gebiete freischaltet, ist so stark wie eh und je.

„Im Wesentlichen ist das Spiel immer noch ein Metroidvania“, versicherte uns Hutchinson. „Ihr landet ohne Ausrüstung und müsst eure Ausrüstung laufend verbessern, um in der Welt weiterzukommen. Es gibt eine Menge neuer Werkzeuge, es gibt Peitschen, es gibt Schleimkanonen, alles mögliche zum Aufrüsten. Viele davon sind erforderlich, um das Spielende zu erreichen, aber viele sind auch optional, je nachdem, wie ihr spielt. Wir versuchen den Spielraum wirklich zu erweitern, damit Leute das Spiel so erleben können, wie sie es wollen.“
Diese Designziele tragen auch dazu bei, den größeren Umfang von Revenge of the Savage Planet zu erklären, obwohl wir uns fragten, ob „Revenge of the Savage Planets“ nicht ein passenderer Name für diese bestimmte Fortsetzung wäre. Nachdem wir ein paar Umgebungspuzzles gelöst und ein paar feindliche Kreaturen abgewehrt hatten, gab das Team uns einen Einblick in eine der anderen Welten: Einen Wüstenplaneten mit einzigartiger Pflanzenwelt. Bei so viel humorvollem Ausdruck ist es kein Wunder, dass unser fleißiger Entdecker sein neues Ziel auf die albernste Art und Weise erreichte; nicht mit einem Raumschiff, sondern mit einer Weltraumkanone, Evel Knievel wäre stolz.

„Jeder Planet hat ein anderes physikalisches Konzept“, erklärte uns Hutchinson nach Ankunft auf diesem neuen Planeten. „Dieser Planet ist ziemlich umfangreich und voller leerer Flächen zwischen den Spielbereichen. Es gibt eine Art eisigen Vulkanplaneten, der sehr, sehr vertikal ist. Ich glaube, Steve [Masters, der Game Director des Spiels] sagte, es habe eine Senkrechte von etwa 500 Metern. Dies war ein wichtiger Teil des ersten Spiels und wir wollten das zurückbringen.“
Mit etlichen zu erforschenden Planeten, unzähligen Kreaturen, die ihr bekämpfen könnt (oder sammeln, wenn ihr eher der wissenschaftliche Typ seid), und zahlreichen Geheimnissen, die es zu entdecken gilt, lädt Revenge of the Savage Planet euch (und einen Koop-Freund, wenn ihr wollt) ein, nach Herzenslust die Welt zu erkunden, wenn es nächstes Jahr erscheint. Diejenigen von euch, die nicht so lange warten wollen, können die Zeit mit Journey to the Savage Planet überbrücken, das noch bis zum 9. Januar im Angebot ist.