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Acht Einstiegstipps für RimWorld: Anomaly
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Diego Nicolás Argüello
Anomaly gesellt sich zu den bereits bestehenden Erweiterungen Royalty, Ideology und Biotech und besticht mit einem Tempo, das ganz anders ist als das, was ihr in RimWorld gewöhnt seid. Während eure Crew einen seltsamen Monolithen erforscht, wird der Planet von einer Reihe von Kreaturen und ungewöhnlichen Ereignissen heimgesucht.
Entscheidend ist, sich mit diesen Erscheinungen vertraut zu machen und daraus zu lernen, um neue Forschungspläne und Gadgets zu entwickeln. Doch je näher ihr kommt, desto größer sind die Folgen, wenn ihr nicht ausreichend vorbereitet seid. Aber keine Sorge, denn wir haben acht Tipps zusammengestellt, die bei eurer Interaktion mit dem Monolithen hilfreich sein werden.
Einstieg in die Inhalte von Anomaly
Sobald ihr die Erweiterung Anomaly gekauft habt, werden ihre Inhalte automatisch in jedes von euch gewählte Szenario integriert. Kurz gesagt: Unabhängig von den Parametern, die ihr für die Erstellung einer neuen Welt wählt, wird der Monolith irgendwo in der Welt zu finden sein. Sobald ihr euer bestehendes Spiel wieder aufnehmt, solltet ihr eine Quest erhalten, die sich auf ein „seltsames Signal“ bezieht, das die Erweiterung auslöst.
Zum eigentlichen Beginn von Anomaly müsst ihr mit dem Monolithen interagieren. Dazu beauftragt ihr einen eurer Kolonisten mit der Erforschung des Objekts. Ihr werdet zunächst ein paar Warnungen erhalten, denn wenn ihr die Erweiterung erst einmal aktiviert habt, gibt es kein Zurück mehr. Das solltet ihr auf jeden Fall beachten, denn euer normales RimWorld-Erlebnis wird sich grundlegend ändern.
Falls ihr erfahrene Spieler seid und einfach nur schnell in die Erweiterung einsteigen wollt, hat Entwickler Ludeon Studios ein neues Szenario namens Anomaly hinzugefügt, in dem ihr direkt neben einem Monolithen startet. Außerdem erhaltet ihr von Anfang an ein paar Vorteile, die euch im Hinblick auf die Gefahren der Erweiterung sehr hilfreich sein werden. Dazu gehört auch der neue Charaktertyp „Ghul“, der zwar seine Eigenheiten hat, sich aber perfekt für den Kampf eignet.

Denkt daran, dass ihr auch ohne Kontakt mit dem Monolithen auf ein paar Ereignisse stoßen könnt, die mit Anomaly zu tun haben. Diese kommen allerdings selten vor und sind nicht so bedrohlich, wie die Gefahren, die euch beim vollen Eintauchen in die Inhalte erwarten. Wenn ihr den Monolithen aus irgendeinem Grund nicht finden könnt, solltet ihr ihn über die Suchfunktion im Spiel ausfindig machen.
Vielleicht seht ihr besser von einer sofortigen Aktivierung des Monolithen ab
So verlockend es auch sein mag, eine neue Welt zu erschaffen und den Monolithen sofort zu aktivieren, so schlimm könnte es euch ergehen, wenn ihr nicht auf die zufälligen Ereignisse vorbereitet seid, die euch bevorstehen. Auch wenn die Inhalte von Anomaly anfangs recht harmlos erscheinen, kann deren Unberechenbarkeit alles durcheinander bringen – vor allem, wenn ihr bereits anderen Bedingungen und Gefahren ausgesetzt seid, die nichts mit der Erweiterung zu tun haben.
Die meisten Anomaly-bezogenen Komponenten treten erst in Erscheinung, wenn es wirklich losgeht, aber das heißt nicht, dass ihr euch nicht entsprechend vorbereiten könnt. Wie immer ist es wichtig, dass ihr über eine ständige Nahrungsquelle und Materialien zum Bau von Gebäuden verfügt und dass eure Kolonisten mit Feuerwaffen ausgerüstet sind. Am besten errichtet ihr ein paar zusätzliche leere Räume, die sich als nützlich erweisen werden, sobald ihr mit dem Bau von Isolationseinrichtungen beginnt.
Wenn ihr euch jedoch für das Anomaly-Szenario entscheidet, aktiviert sich der Monolith im Spiel nach vier Tagen selbst. Es sollte also genug Zeit bleiben, um zumindest einige Vorbereitungen zu treffen, aber macht es euch trotzdem nicht zu bequem. Ihr könnt aber auch ein anderes Szenario wählen und es langsamer angehen lassen.
Über die Menge der Anomaly-Inhalte entscheidet ihr
In einem Update von RimWorld könnt ihr jetzt einstellen, wie sehr sich eure aktuelle Welt in Anomaly ändern soll.Geht zu „Menü/Optionen/Gameplay/Storyteller-Einstellungen/Benutzerdefiniert“ und passt die entsprechenden Schieberegler an.
Der Schieberegler „Anomaly-Bedrohungen (inaktiv)“ bezieht sich auf Ereignisse, die auftreten können, während der Monolith inaktiv ist. Wie bereits erwähnt, kommen diese selten vor und sind ziemlich harmlos, aber ihr könnt ihre Intensität entweder erhöhen oder verringern. Vielleicht ist es ein guter Test, um zu sehen, wie ihr mit Anomaly zurechtkommt, ohne euren aktuellen Spieldurchlauf komplett zu unterbrechen.

Der Schieberegler „Anomaly-Bedrohungen (aktiv)“ beinhaltet Ereignisse, die nach der Untersuchung des Monolithen stattfinden. Die Entwickler haben die Werte in einem Update standardmäßig von 45 % auf 30 % gesenkt, aber ihr könnt das jederzeit nach Belieben ändern. Beide Schieberegler können sowohl in neuen als auch in bestehenden Welten geändert werden.
Isolationseinrichtungen sollten eine Priorität sein
Die wichtigsten Elemente von Anomaly, die Isolationseinrichtungen, sollten eure Hauptsorge sein, nachdem ihr mit dem Monolithen interagiert habt.
Das eigentliche Ziel der Erweiterung ist es, auf Wesen zu treffen und mit ihnen zu interagieren. Nachdem ihr eine bestimmte Anzahl von Wesen getroffen habt (erst fünf und dann zwölf), kann der Monolith angepasst werden, wodurch sich die Zahl der erforschbaren Wesen, denen ihr begegnet, weiter erhöht und ihr im Gegenzug größeren Gefahren ausgesetzt seid.
Deshalb benötigt ihr die vorgenannten Isolationseinrichtungen. Es handelt sich dabei um Aufbewahrungsstellen und -plattformen, wobei letztere in Bezug auf die benötigten Materialien und die Forschung zwar teurer, aber insgesamt leistungsfähiger sind. Die verschiedenen Wesen haben unterschiedliche Stärken, mit denen ihr zurechtkommen müsst. Wenn ihr nicht wenigstens die Mindestanzahl von ihnen trefft, besteht die Chance, dass sie entkommen.
Um dies zu verhindern, solltet ihr einen geeigneten Platz für eine Aufbewahrungsstelle oder -plattform schaffen. Baut Wände aus den stärksten Materialien, die ihr habt, und fügt dann ein Dach, einen Bodenbelag und Beleuchtung hinzu, denn diese Elemente sind die Grundlage. Anschließend könnt ihr elektrische Hindernisse und Splitterinhibitoren einsetzen, um die Isolationsstärke zu erhöhen. Alternativ könnt ihr mit einem geeigneten Erntegerät in einem dieser Räume Bioferrit produzieren, wobei die Isolationsstärke jedoch abnimmt, sodass ihr beide Ansätze entsprechend kombinieren solltet.
Wenn ihr euch fragt, ob es am besten ist, einen separaten Raum für jedes Wesen oder einen großen Raum für mehrere Wesen zu errichten, solltet ihr bedenken, dass alle zusätzlichen Aufbewahrungsstellen oder -plattformen die Gesamtstärke der Isolation verringern. Falls ihr es euch leisten könnt, ist es dennoch am besten, separate Räume zu schaffen, zumindest solange ihr noch Fortschritte bei der Erforschung des Monolithen und beim Sammeln von Ressourcen aus den isolierten Wesen macht.
Gewöhnt euch an die Zusammenarbeit mit Ghulen
Ghule mögen vielleicht nicht gerade beliebt sein, aber sie sind in Wirklichkeit ziemlich praktisch. Dieser neue Kolonistentyp nimmt standardmäßig nicht an Arbeitsaufgaben teil und kann auch nicht dafür ausgebildet werden. Stattdessen verfügen sie über eine übermenschliche Widerstandsfähigkeit und eine Expertise im Nahkampf, die durch Training sogar noch verbessert werden kann.

Beachtet diese Vor- und Nachteile, wenn ihr einen Ghul in eurer Gruppe habt. Diese Einheit ist sehr robust und wird wohl lange überleben. Ghule haben standardmäßig 100 GP pro Tag und können fast jede Wunde in kurzer Zeit heilen. Sogar ihre Gliedmaßen können nachwachsen. Das Problem ist, dass Ghule rohes Fleisch benötigen, um zu funktionieren. Je mehr Hunger sie haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eure eigenen Kolonisten angreifen.
Denkt also daran, dass nur ein satter Ghul ein glücklicher Ghul ist. Ihr erhaltet rohes Fleisch aus jeder beliebigen Quelle. Am einfachsten ist es, wilde Tiere zu jagen.
Was im neuen Anomaly-Baum zuerst erforscht werden sollte
Durch die Interaktion mit dem Monolithen wird ein neuer Forschungsbaum freigeschaltet. Geht im Menü „Forschung“ zur Registerkarte „Anomaly“, um loszulegen. Es gibt eine ganze Reihe von Optionen, und die meisten fortgeschrittenen Forschungspfade sind erst verfügbar, wenn ihr den Monolithen angepasst habt. Zum Anfang solltet ihr folgende Prioritäten setzen:
- Isolation von Wesen (Entity containment): Mit dieser Forschungsaktivität solltet ihr am besten sofort beginnen. Ihr erhaltet nicht nur Zugang zu Aufbewahrungsplattformen, sondern auch zu elektrischen Hindernissen und Splitterinhibitoren, zwei Schlüsselelemente in Anomaly.
- Leerenbeschwörung (Void provocation): Sobald ihr aktiv nach neuen Wesen suchen wollt, erhaltet ihr durch die Leerenbeschwörung Zugang zu Ritualen, mit denen ihr genau das tun könnt. Im Allgemeinen sind Rituale sehr nützlich und helfen euch beim Vorankommen in der Erweiterung.
- Skulpturen der Leere (Void sculptures): Mit ihnen lässt sich die Qualität der Rituale sehr gut verbessern. Rituale können oft schiefgehen, wenn die Qualität nicht mindestens über 50 % liegt. Daher ist es eine gute Investition, die Chancen auf eine Katastrophe zu verringern und ein paar Skulpturen der Leere zu bauen.
- Näherungsmelder (Proximity detector): Manche Objekte sind leider unsichtbar, was nicht gerade ideal ist, aber dafür gibt es ja den Näherungsmelder. Das ist eines der ersten Gadgets, das ihr in eurer Kolonie haben solltet.
- Ghul-Infusionen (Ghoul infusion): Sobald ihr euch an die Ghule gewöhnt habt, wollt ihr vielleicht noch mehr davon haben. Wenn ihr nicht mit dem Anomaly-Szenario beginnt, könnt ihr sie in diesem Forschungsprojekt auch von Grund auf neu erstellen. Es kann eine Weile dauern, bis ihr Verbesserungen für diese Einheiten oder sogar die Fähigkeit, sie wiederzubeleben, bekommt. Daher habt ihr mit den Infusionen die Möglichkeit, bei Bedarf einfach neue Ghule herzustellen.
- Bioferrit-Waffen (Bioferrite weaponry): Wenn ihr Bioferrit anhäuft, wollt ihr die Ressource vielleicht sinnvoll nutzen und euch Bioferrit-Waffen damit bauen. Allerdings sollte dies erst dann eine Priorität sein, nachdem ihr alle vorgenannten Aspekte in Angriff genommen habt.
Sobald ihr mit dem Monolithen interagiert, werdet ihr den Wetterstatus „graue Wolke“ („gray pall“) ziemlich oft auf dem Bildschirm sehen. Abgesehen davon, dass sie eure Kolonisten stört und die Sicht auf dem Planeten trübt, müsst ihr euch nicht allzu viele Gedanken darüber machen – es sei denn, es handelt sich um eine Todeswolke.
Die Todeswolke kann nach dem Zufallsprinzip auftauchen. Grundsätzlich wird jede Leiche auf dem Boden vorübergehend wiederbelebt, was nicht ideal ist, vor allem wenn ihr gerade eine Gruppe mächtiger Gegner oder andere Wesen aus Anomaly erledigt habt.
Hier gibt es ein paar Möglichkeiten, das im Voraus zu regeln. Die erste ist das Verfüttern von Leichen an Harbinger-Bäume, was eine weitere erweiterungsspezifische Ergänzung ist. Dann solltet ihr mehrere große Innenräume haben, am besten mit einer schützenden Außenwand. Wenn ihr Leichen aufbewahrt, dann stellt sicher, dass sie in geschlossenen Räumen gelagert werden.
Es könnte sein, dass ein oder zwei Leichen draußen liegen bleiben, aber das macht nichts. Sobald die Todeswolke verschwunden ist, verwesen alle wiederbelebten Leichen, sodass ihr euch keine Sorgen machen müsst, dass eure schlimmsten Ängste auf unbestimmte Zeit wieder zum Leben erweckt werden.
Schenkt den Bänden Beachtung
In RimWorld gibt es schon seit einiger Zeit Bücher, aber mit Anomaly wird eure Sammlung um weitere Bände erweitert. Diese könnt ihr in Fraktionsbasen oder bei Handelskarawanen und anderen Händlern kaufen. Obwohl sie seltener vorkommen, bieten sie eine passive Methode zur Erforschung von Anomaly-bezogenen Projekten.
Wenn ihr den Aufwand, der durch das Isolieren von Wesen entsteht, verringern wollt, könnt ihr durch das Lesen von Bänden Forschungspunkte sammeln. Der Nachteil ist, dass die Bände nur die Forschung der jeweiligen Projekte vorantreiben, also prüft unbedingt das Projekt, bevor ihr einen kauft. Zum anderen ist die Chance, dass der Leser einen Nervenzusammenbruch erhält, zwar gering, aber ihr solltet das beachten, bevor ihr jemanden mit einem Lesemarathon beauftragt.
Das sind erst einmal alle Tipps für euren erfolgreichen Einstieg in RimWorld: Anomaly. Haltet Ausschau nach der verheerenden Todeswolke und vergesst nicht, eure Ghule zu füttern. Ihr werdet keinen Spaß an ihnen haben, wenn sie hungrig sind.
RimWorld: Anomaly ist im Epic Games Store verfügbar.