
Mit unserem Anfängerleitfaden für Expeditions: A MudRunner Game vermeidet ihr Schwierigkeiten

In Videospielen bedeutet Autofahren in der Regel schnell fahren. Wenn ihr eher an Rennspiele wie The Crew Motorfest oder traditionelle Transportsimulationen wie Alaskan Road Truckers gewöhnt seid, könnte sich Expeditions: A MudRunner Game als anspruchsvoll erweisen. In diesem Spiel ist die Straße selbst euer Gegner und es kann eine große Herausforderung bedeuten, überhaupt zu fahren.
In Expeditions: A MudRunner Game erledigt ihr Aufträge auf Karten, die euch über loses Geröll, matschigen Untergrund und durch reißende, tiefe Flüsse führen. In dieser gnadenlosen Welt müsst ihr euch zurechtfinden, ohne dass euch der Sprit ausgeht oder euer Fahrzeug größere Schäden erleidet. Eine einzige falsche Kurve kann eurer Mission ein Ende setzen, und ihr müsst von vorne anfangen.
Was ihr in Expeditions: A MudRunner Game vor allen anderen Dingen braucht, ist Vorsicht. Sobald ihr aufhört, mitzudenken und aufzupassen, sind Unfälle fast vorprogrammiert. Dann quält ihr euch tief im Grand Canyon aus eurem überschlagenen Geländewagen und fragt euch: „So, und was jetzt?“
Wir haben diesen Leitfaden mit einigen grundlegenden Tipps zusammengestellt, wir ihr euch in Expeditions: A MudRunner Game aus Schwierigkeiten befreit – oder besser: wie ihr sie von vorneherein vermeidet.

Bereitet euch gut vor ...
Bei Expeditions: A MudRunner Game kommt es vor allem auf die Vorbereitung an, und das gilt hier noch mehr als bei seinen Vorgängern SnowRunner und MudRunner. Ihr fahrt völlig ohne Unterstützung ins Ungewisse, das heißt, ihr müsst alles dabeihaben, was ihr brauchen werdet.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich auf eine Expedition vorzubereiten. Ihr könnt Reservekanister mitnehmen für den Fall, dass euch der Sprit ausgeht. Geländereifen helfen euch, in unebenem und unwegsamem Gelände besser voranzukommen. Es gibt auch Spezialausrüstung, wie zum Beispiel Windenanker, mit deren Hilfe ihr euch aus Gruben ziehen könnt, wenn ihr steckenbleibt. Die wichtigste Entscheidung ist natürlich, mit welchem Fahrzeug ihr euch auf die Expedition begebt. Für manche Aufträge ein wendiger Scout 4x4 die beste Wahl, andere erfordern einen Pritschenwagen mit unendlichem Drehmoment.
Ihr könnt vorher nie genau abschätzen, was euch bei einem Auftrag erwartet, aber im Bereich Tipps findet ihr nützliche Hinweise. Hier steht, welche Strecke ihr zurücklegen werdet, welcher Schwierigkeitsgrad und welche Geländeart euch erwarten und welcher Fahrzeugtyp empfohlen wird. Außerdem seht ihr eine kleine Karte eures Einsatzgebiets. Wenn euch die Tipps eine weite Strecke ankündigen, packt zusätzlichen Sprit ein. Wenn ihr in bergiges Gelände fahrt, braucht ihr Geländereifen. Wenn die Tipps einen Allradantrieb empfehlen, solltet ihr auf sie hören.
Es ist kein schöner Moment, festzustellen, dass ihr keinen Wagenheber eingepackt habt, wenn euer Fahrzeug auf dem Dach liegt und ihr keine Möglichkeit habt, es selbst aufzurichten – überlegt euch also gut, welche Ausrüstung ihr mitnehmt oder zu Hause lasst.

... Aber übertreibt es nicht mit den Vorbereitungen
Das klingt widersprüchlich, aber der Sinn ist einfach: Jedes Stück Ausrüstung, das ihr mitnehmt, kostet Geld und schmälert euren Gewinn bei dem Auftrag. Wenn ihr zu eurer Operationsbasis zurückkehrt, werden unbenutzte Ausrüstungsgegenstände automatisch wieder an den Laden verkauft, allerdings für die Hälfte des Preises, den ihr dafür bezahlt habt. Saber Interactive fordert euch ausdrücklich dazu auf, nur das mitzunehmen, was ihr für eine Mission wirklich braucht.
Mit der Zeit entwickelt ihr ein Gefühl für die „richtige“ Menge an Ausrüstung – ihr braucht wirklich nicht auf jeder Fahrt einen Wagenheber oder Windenanker. Wenn ihr vorsichtig fahrt, braucht ihr sie fast nie.
Darum sind die folgenden Tipps so wichtig.

Wenn ihr feststeckt, wartet mit dem teuren Werkzeug
Gut, ihr steckt fest. Vielleicht seid ihr im Schlamm eingesunken und die Räder drehen durch. Oder ihr kommt auf einer steilen Geröllhalde auf halber Strecke nicht mehr weiter – oder noch schlimmer, ihr habt auf einem Felsen aufgesetzt und keines der Räder berührt den Boden. Das ist frustrierend (und vielleicht sogar peinlich), aber jeder Spieler von MudRunner kennt das.
Bevor ihr etwas unternehmt, solltet ihr erst einmal innehalten und nachdenken.
Die beiden schlimmsten Fehler, die ihr in Expeditions: A MudRunner Game machen könnt, sind einfach Gas zu geben oder zur Ausrüstung zu greifen, ohne vorher die Situation sorgfältig zu prüfen. Es ist völlig normal, einfach aufs Gas zu treten, aber oft macht man damit alles nur schlimmer – besonders wenn ihr im Schlamm festsitzt – und wenn ihr dann immer noch feststeckt, habt ihr Sprit verheizt, den ihr später vielleicht noch braucht. Und mit der Ausrüstung kommt ihr vielleicht schnell frei, aber sie ist teuer und vielleicht unnötig.
Je nach Art des Problems gibt es eine Reihe von Werkzeugen, die euch keinen Cent kosten. Zuerst die Winde. Ihr könnt sie an Baumstämmen in der Nähe einhaken, um euch aus dem Schlamm zu ziehen, oder euer Fahrzeug zu drehen, wenn die Räder in der Luft sind, damit sie Halt finden.
Wenn ihr mehr Bodenhaftung braucht, weil ihr beispielsweise einen steilen Abhang hochfahren wollt, könnt ihr den Reifendruck reduzieren und so den Bodenkontakt vergrößern. Das hilft euch auch auf weichem Untergrund wie Schlamm.
Wenn ihr einen niedrigen Gang einlegt, erhöht das die Motorleistung, was in schlammigem Gelände oder an steilen Hängen sehr hilfreich ist. Ihr erhaltet auch mehr Leistung, wenn ihr den Allradantrieb oder die Differentialsperre aktiviert.
Probiert erst all diese Möglichkeiten aus, bevor ihr an die teure Ausrüstung geht. In den meisten Fällen könnt ihr euch aus heiklen Situationen befreien, ohne dass ihr Geld ausgeben müsst.

Fahrt langsam
Es ist wichtig, zu wissen, wie ihr euer Fahrzeug freibekommt, wenn ihr im Schlamm eingesunken oder zwischen Felsen verkeilt seid, aber es ist natürlich besser, wenn ihr von vorneherein vermeidet, steckenzubleiben. Wenn ihr festhängt, verbraucht ihr Treibstoff und riskiert, euer Fahrzeug zu beschädigen, und sowohl ein leerer Tank als auch ein kaputter Motor können das vorzeitige Ende einer Expedition bedeuten.
Um gar nicht erst in Schwierigkeiten zu geraten, solltet ihr am besten langsam fahren. Je langsamer ihr fahrt, desto mehr Kontrolle habt ihr über euer Fahrzeug. Ihr merkt es sofort, wenn die Räder beginnen, im weichen Boden zu versinken, und ihr könnt umkehren, bevor ihr zu tief feststeckt. Wenn ihr einen Abhang langsam hinunterfahrt, könnt ihr verhindern, dass ihr zu viel Fahrt aufnehmt und Felsbrocken rammt oder dass sich euer Fahrzeug am Fuß des Hanges überschlägt.
Wenn ihr unterwegs durch ebenes Gelände fahrt und gerne ordentlich Gas geben wollt, gebt der Versuchung nur nach, wenn ihr euch sicher seid, dass der Untergrund keine Überraschungen birgt. Der felsige Boden in Arizona zum Beispiel ist oft von schmalen Spalten durchzogen, und wenn ihr sie mit hoher Geschwindigkeit erwischt, kann sich euer Fahrzeug überschlagen oder eine Achse brechen.
Gemächlich zu fahren ist natürlich lange nicht so aufregend, aber ihr könnt euch dabei alle möglichen Frustrationen ersparen.

Reagiert nicht auf Probleme – kommt ihnen zuvor
Ihr wisst jetzt, wie vorteilhaft es sein kann, langsam zu fahren, aber es lohnt sich sogar, ganz anzuhalten. In Expeditions: A MudRunner Game geht es vor allem darum, dass ihr wachsam eure Umgebung beobachtet und buchstäbliche Fallgruben vermeidet, bevor sie eure Reise ruinieren. Saber Interactive versieht euch mit einer ganzen Reihe von Werkzeugen, damit ihr Gefahren aus dem Weg gehen könnt. Ihr müsst nur daran denken, anzuhalten und sie zu benutzen.
Das einfachste dieser Werkzeuge ist ein Fernglas. Wenn ihr mit eurem Fahrzeug auf einem hohen Bergrücken anhaltet, könnt ihr euch die weitere Umgebung ansehen und eure Route planen. Mit dem Fernglas könnt ihr natürlich Abwurfstellen und andere wichtige Punkte identifizieren und auf eurer Karte markieren, aber ihr könnt damit auch einfach das Terrain sondieren, das euch erwarten.
Die Drohne funktioniert ähnlich wie das Fernglas. Mit dieser fliegenden Kamera könnt ihr das Gelände in einem großen Umkreis um euer Fahrzeug gründlich untersuchen. Sie ist besonders praktisch, um einen Einblick auf das Gelände hinter Hügeln und größeren Felsen zu erhalten. Wenn ihr vor einer steilen Felswand steht und unsicher seid, ob ihr sie überwinden könnt, schickt eure Drohne los, um nachzusehen, ob es einen leichteren Weg nach oben gibt. Meist ist das der Fall.
Das Echolot hat einen sehr beschränkten Anwendungsbereich, aber es kann euch auch vor einigen der ärgerlichsten Fehler bewahren. Wenn ihr dieses kleine Sonargerät aktiviert, informiert es euch auf einer Skala von Grün bis Rot über die Tiefe des nahen Gewässers. Wenn ihr einen Fluss oder einen Sumpf durchqueren wollt oder einen festgefahrenen Lkw aus einem Schlammloch ziehen müsst, ist es ein geniales Werkzeug, um den optimalen Weg auf sicheres Gelände zu finden.
Zu guter Letzt, auch wenn es sich dabei technisch gesehen nicht um ein Werkzeug wie die anderen handelt, die wir bereits aufgezählt haben, benutzt euren Kartenbildschirm. Der Blick auf das Terrain aus der Vogelperspektive ist sehr informativ und hilft euch bei der Planung eurer Route. Macht dabei von der Möglichkeit Gebrauch, Wegpunkte auf eurer Karte zu markieren. Bei der Fahrt durch unwegsames Gelände verliert man leicht die Orientierung, aber mit den Wegpunkten bleibt ihr auf Kurs.

Wenn ihr die oben genannten Ratschläge befolgt, werdet ihr bei Expeditions: A MudRunner Game nur selten richtig steckenbleiben. Seid einfach vorsichtig, werdet nicht leichtsinnig und stellt euch den Herausforderungen. Wenn ihr steckenbleibt, betrachtet es als ein Rätsel, das ihr lösen müsst, nicht als frustrierendes Hindernis, das eure Mission vereitelt – denn ihr werdet trotz der besten Vorkehrungen oft im Schlamm stecken bleiben.
Expeditions: A MudRunner Game ist jetzt im Epic Games Store verfügbar.