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Die besten Indie-Open-World-Spiele zum Entspannen
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Sarah Thwaites
Damit ihr nicht so viel Zeit mit der Suche verbringen müsst, haben wir die besten Indie-Open-World-Spiele zusammengestellt, bei denen ihr euch zurücklehnen und entspannen könnt. Unsere Liste umfasst alle möglichen Genres, von einem Lovecraft-inspirierten Angelabenteuer bis hin zu einem Multiplayer-Simulator für Fabrikmanagement, ergänzt durch ein nettes Maskottchen-Management.
Windrose
Ahoi! Wenn ihr auf der Suche nach einem Open-World-Spiel voller Schiffe und Beute seid, ist Windrose genau das Richtige für euch. Dieses von Kraken Express entwickelte Piraten-Survival-Spiel versetzt euch in die Rolle eines abenteuerlustigen Kapitäns, der nach einer gefährlichen Begegnung mit Blackbeard ohne einen einzigen Dublonen auf einer tropischen Insel erwacht. Es ist das Goldene Zeitalter der Piraten, und mit genug Durchhaltevermögen und harter Arbeit könnt ihr eure Position zurückerobern und vielleicht sogar zum neuen Herrscher der sieben Meere aufsteigen.
Ähnlich wie in anderen Survival-Crafting-Spielen wie Valheim und Rust hängt der Erfolg in Windrose davon ab, wie gut ihr euch in dieser gefährlichen Meereswelt zurechtfindet und was ihr dort alles auftreibt. Es gibt Holz zu hacken, Steine abzubauen und wilde Tiere wie Wildschweine, gegen die man kämpfen muss, um an ihr Fell zu kommen – all das lässt sich für Unterkünfte, Kleidung und Nahrung nutzen. Es gibt zwar ein paar Anleitungen während dieses Prozesses, aber oft ist es eher ein unterhaltsames Spiel des Ausprobierens. An einem Tag werdet ihr einen Dodo zu Tode prügeln und feststellen, dass ihr seine Eier zu einer leckeren Mahlzeit braten könnt. An einem anderem Tag überschätzt ihr eure Fähigkeiten und werdet am Ende von einem Piratengegnern gnadenlos niedergemetzelt.
Dredge
Entspannung und Lovecraft-Horror passen nicht immer zusammen. Aber im Fall von Dredge ergänzen sie sich perfekt. In einer wunderschönen, malerischen Welt schlüpft ihr in die Rolle eines Fischers, der sich nach einem Schiffbruch beim Bürgermeister einer seltsamen Insel verschuldet. Der Haken an der Sache ist sozusagen, dass ihr beim Versuch, eure Schulden zu begleichen, schnell in den seltsamen Fluch verstrickt werdet, der die Küstenstadt befallen hat, und seinem verworrenen Geheimnis nicht entkommen könnt.
Was Dredge zu einer so lohnenden Investition macht, ist nicht nur die fesselnde Gameplay-Schleife, bei der man grässliche Kreaturen während eines Tag-Nacht-Zyklus erkundet und angelt. Es ist nicht einmal der reizvolle Prozess, euren Frachtraum zu optimieren, indem ihr Gegenstände wie schuppige Tetrominoes anordnet. Es ist das fesselnde Rätsel, das die übergreifende Geschichte zusammenhält. Mit jeder Verbesserung eures Schiffes segelt ihr weiter hinaus und trefft auf rätselhafte Charaktere, die mit ihren eigenen Leidensgeschichten den Schatten erhellen, der über Dredges Spielwelt liegt. Je mehr ihr entdeckt, desto mehr werdet ihr euch fragen, warum ihr diesen verfluchten Ort nicht verlassen könnt, und mit der verlockenden Aussicht auf eine weitere Fahrt aufs Meer ringen, obwohl ihr eigentlich ins Bett gehen solltet.
Promise Mascot Agency
Habt ihr euch je gefragt, wie es ist, in einer Welt zu leben, in der euch jeder hasst? Mit Promise Mascot Agency könnt ihr dieses warme Gefühl hautnah erleben. Ihr schlüpft in die Rolle von Michi, einem in Ungnade gefallenen Yakuza, der auf der Flucht vor einem Leben voller Gewalt eine ganz neue Karriere eingeschlagen hat – Maskottchen-Management. Diese unkonventionelle Rolle beinhaltet eine ganze Reihe skurriler Aufgaben, wie zum Beispiel, empfindungsfähigem Tofu zu helfen, seine eigene Fadheit zu schätzen, einen vorlauten abgetrennten Finger über die Karte zu chauffieren und einem ehemaligen Erdbeer-Model dabei zu helfen, seine Farm wieder in Schuss zu bringen. Auch wenn jede Aufgabe noch so seltsam erscheint, machen es die cleveren Dialoge und die skurrilen Charakterdesigns schwer, nicht mit jedem Kunden mitzufiebern. Daher seid ihr oft erschöpft und verschuldet, damit sie alle ihre Träume verwirklichen können.
Wie in jedem guten Open-World-Spiel hat man auch ein Reittier, das im Fall von Promise Mascot Agency ein entzückendes Kei-Car ist. Mit eurem winzigen japanischen Schrottwagen rast ihr durch die Landschaft, bedient eure Kunden und sucht nach neuen Maskottchen, um euch etwas dazu zu verdienen. Ein wichtiger Hinweis dazu ist, dass nicht nur die Arbeit, sondern auch die Stadt selbst von bösen Geistern heimgesucht wird und von ihren Verantwortlichen völlig vernachlässigt wurde. Daher müsst ihr auch die Stadt wieder aufbauen und verfluchte Objekte mit eurem Fahrzeug beseitigen, um die Zuneigung der Einheimischen zu gewinnen – eine erkundenswerte Nebenhandlung. Promise Mascot Agency entführt euch in eine völlig einzigartige Welt voller liebenswerter Verlierer und schafft so eine bezaubernde, oft beruhigende Atmosphäre, in der man leicht Stunden versinken kann.
Slime Rancher 2
Slime Rancher 2 ist der Inbegriff eines beruhigenden Erlebnisses. Niedliche Kreaturen? Na klar. Knifflige Rätsel? Na klar. Eine erweiterbare Basis, die durch beruhigende, sich wiederholende Aktivitäten ausgebaut werden kann? Darauf könnt ihr euch verlassen! Hier schlüpft ihr in die Rolle von Beatrix LeBeau, der Schleim-Liebhaberin aus dem ersten Spiel, die durch einen geheimnisvollen Brief auf die traumhafte Regenbogeninsel („Rainbow Island“) gerufen wird. Hier werdet ihr die meiste Zeit damit verbringen, eine Vielzahl glibberiger Organismen aufzusaugen und zu eurer Heimatbasis zu transportieren. Von dort aus zieht ihr sie groß und verkauft sie für bare Münze. Leider wird euch schnell klar, dass sich die Insel seltsam verhält: Überall liegt hochmoderne Technik herum, und aus dem Radio ertönt eine merkwürdige Stimme. Es entsteht ein reizvolles Abenteuer, das durch Biome führt und sich mit Umweltschutz sowie der Bedeutung von Wiederherstellung statt Zerstörung auseinandersetzt.
Der vielleicht fesselndste Aspekt von Slime Rancher 2 ist der meditative Spielfluss, in den ihr eintauchen könnt, wenn ihr eure gewinnbringenden schleimigen Freunde einsammelt. Ähnlich wie beim Vogelbeobachten müsst ihr zuerst das Verhalten eures Ziels erkennen und herausfinden, wie es lebt – flüchtet es, wenn ihr euch nähert, oder verschwindet es, wenn es Sonnenlicht abbekommt? Dieser Prozess zwingt euch dazu, in der weiten, offenen Landschaft das Tempo zu drosseln und die Besonderheiten der einzelnen Gegenden zu genießen, ohne dass euer Puls dabei in die Höhe schießt.
Satisfactory
Es gibt kaum größere Zeitfresser als Fabrikbausimulatoren. Wenn ihr an Setups für maximale Effizienz feilt und euch auf Materialjagd begebt, kann der Morgen gefühlt im Handumdrehen zur Nacht werden. Satisfactory nutzt diesen außergewöhnlich süchtig machenden Spielmechanismus meisterhaft und bietet euch eine offene Welt voller Vorräte sowie eine leere Leinwand, auf der ihr euer mechanisiertes Königreich errichten könnt. Das Spiel spielt auf einem fremden Planeten, und ihr schlüpft in die Rolle eines Mitarbeiters von FICSIT Incorporated, einem ausbeuterischen Großkonzern, der darauf aus ist, den Planeten seiner Ressourcen zu berauben und alles einzusammeln, was auch nur im Entferntesten wertvoll erscheint. Es ist eine einfache Geschichte, die als passendes Gerüst für das eigentliche Herzstück des Spiels dient: Automatisierung und Ressourcenmanagement, kombiniert mit der bewährten Konstruktion eines Survival-Spiels.
Wie bei anderen Spielen auf dieser Liste wird eure Zeit in Satisfactory von eurem eigenen wachsenden Ehrgeiz bestimmt, sodass ihr entweder ein begehrter Erzsucher werden oder euch voll und ganz der Erforschung außerirdischer Organismen widmen könnt. Hunderte Stunden Spielspaß stehen euch zur Verfügung. Falls euch das jedoch etwas überwältigend vorkommt, bietet Satisfactory glücklicherweise einen Mehrspieler-Modus. In diesem könnt ihr mit bis zu drei Freunden zusammenarbeiten, um eine Kohlenstoff-Utopie zu errichten. Als Team könnt ihr die Rollen auf „Jäger“, „Sammler“ und „Architekt“ aufteilen, eure praktischen Aufgaben erledigen und dann darüber beraten, was ihr finden müsst, um zu wachsen und euren Vorgesetzten zu dienen. Es ist irgendwie so, als wäre man in einem positiven Arbeitsumfeld … aber man ist eigentlich gar nicht bei der Arbeit.
The Legend of Khiimori
The Legend of Khiimori ist ein atmosphärisches Abenteuerspiel, das in der Mongolei des 13. Jahrhunderts spielt und sich stark auf Geschichte und Pferde konzentriert. Ihr schlüpft in die Rolle von Nara, einer flinken Yam-Kurierin, die den großen Traum hat, die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen ihres Heimatlandes zu verbinden – ein zerbrechliches Päckchen nach dem anderen. In gefährlichen Umgebungen wie zerklüfteten Berggipfeln, weiten Wüsten und eisigen Gipfeln hängt das Überleben nicht nur davon ab, dass ihr eure Routen sorgfältig plant, sondern auch davon, dass ihr euch für die Reise gut versorgt, damit ihr nicht verhungert oder einen Abhang hinunterstürzt und euch mehr als nur euer Ego verletzt – ähnlich wie in Death Stranding, nur ohne die gruseligen BTs und den Alterungsprozess beschleunigenden Regen.
Was The Legend of Khiimori von anderen Sammelauftrags-Spielen abhebt, ist die Detailverliebtheit, die eurem Pferdegefährten gewidmet wird. Anstelle einfacher Aufwertungen, die man allein durch EP erhält, hat Aesir Interactive ein komplexeres System eingeführt, bei dem ihr euer Reittier selbst züchten, großziehen und einreiten müsst, um die besten Werte zu erzielen. Dieser reizvolle Prozess, der den komplizierten Ablauf der Pferdeaufzucht im echten Leben nachahmt, sorgt dafür, dass ihr eine besondere Bindung zu euren digitalen Begleitern aufbaut. Das macht das Gameplay nicht nur lohnenswert, sondern es ist auch einfach schön, an einem Nachmittag ohne Termine mit einer Tasse Tee wieder in diese Welt einzutauchen.
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