Neuigkeiten

Wall World 2 verleiht dem Schürf-Roguelite eine neue Dimension

F
Francisco Dominguez
29. Sept. 2025
Stellt euch einen fernen, unentdeckten Planeten vor. Vielleicht eine gigantische Staubwüste wie die sandigen Weiten von Tatooine oder Arrakis. Oder eine bedrohliche Metallkugel wie Cybertron voll flüssigem Metall, eine üppige Oase wie Pandora oder gar ein gigantisches Wesen wie Galactus. Selbst in euren verrücktesten Fantasien ist es unwahrscheinlich, dass ihr euch einen derart ungewöhnlichen Ort ausdenkt wie die Kulisse von Wall World 2.

Auf diesem bizarren Planeten lebt die Menschheit an einer scheinbar unendlich hohen Mauer. Das Leben entlang einer vertikalen Achse verlangt seltsame Anpassungen, wie Stepan Komarov, General Producer und Art Director des Spiels, in den Details der Beschreibung dieser Gesellschaft erklärt: „Niemand hat jemals ihr Ende erreicht, und dichter Nebel beschränkt die Sichtweite auf eine Meile.“

Er fährt fort: „Die Menschen nutzen spinnenartige Maschinen, um direkt in der Mauer Ressourcen zu schürfen. Sie errichten ihre Unterkünfte sowohl an als auch in der Mauer, halten Vieh und bauen Nutzpflanzen an. Aber der friedliche Schein trügt. Gefährliche Kreaturen, die Zyrex, bevölkern die Mauer und die Verteidigung der Siedlungen ist ein Teil des täglichen Überlebenskampfs. Für die Menschen, die dort geboren wurden, gehört das zum Alltag, es war schon immer so.“

Das vorige Spiel endete damit, dass die Spieler ein gewaltiges Loch in der Mauer entdeckten. Nun wagen sie sich mit einem schwerfälligen Spinnen-Mech in diesen bedrohlichen Abgrund und nutzen Risse und Spalten, um mit Sprengladungen wertvolle Ressourcen abzubauen. Doch plötzlich ertönt der Alarm und ihr müsst euren Mech gegen eine Horde gefährlicher Zyrex verteidigen. In der nun folgenden Tower-Defense-Schlacht mäht ihr die anstürmenden Gegner mit euren Geschützen nieder und es zeigt sich, wie treffsicher ihr seid und ob ihr die nötigen Upgrades besitzt.

Mit der Gewissheit, dass das zentrale Gameplay sehr gut ankam, konnte sich das Team laut Komarov beim Nachfolger in allen Bereichen auf viele Details konzentrieren, bis hin zu der Art, wie euer Spinnen-Mech jetzt auf alle Unebenheiten reagiert, über die er krabbelt. „Wall World 2 bietet weit mehr als nur neue Inhalte“, sagt er. „Es erweitert das erste Spiel in allen Aspekten und macht die Welt lebendiger, atmosphärischer und interessanter.“
Wall World 2 verleiht dem Schürf-Roguelite eine neue Dimension – Kampf
Erreicht wird das unter anderem durch einen frischen Fokus auf Missionen. Im ersten Wall World ging es bei jedem Spieldurchlauf vor allem darum, so lange wie möglich zu überleben. Jetzt hat jeder Durchlauf ein klares Ziel, zum Beispiel einen eingeschlossenen Menschen zu retten, einen gefährdeten Abschnitt der Mauer vor einem brutalen Angriff der Zyrex zu schützen oder sogar selbst zum Angriff überzugehen und bei einem riskanten Überfall auf ein Zyrex-Nest wertvolle Gegenstände zu erbeuten.

Während eure selbstgeschaffenen Höhlen bisher eine sichere Zuflucht boten, erwarten euch nun auch hier neue Bedrohungen. Die Zyrex lauern jetzt tief unter der Oberfläche, während ihr euch weiter in die felsige Mauer grabt. Wo ihr euch früher auf einem schnellen Beutezug mit wertvollen Ressourcen für zahlreiche Upgrades eindecken konntet, müsst ihr euer Schürfwerkzeug jetzt für wesentlich gefährlichere Zwecke einsetzen.

Trotz dieser Gefahren werden die neuen schwierigeren Abschnitte aber lange nicht so nervenaufreibend wie das wilde Plattforming in Spelunky, was auch der beeindruckenden Auswahl an Möglichkeiten zu verdanken ist, die Komarov und sein Team hinzugefügt haben. Früher schwebte man durch die Minen und sprengte sich mit Plasma den Weg zu Reichtümern frei. Jetzt könnt ihr mit Raketenstiefeln durch die Gegend rasen oder eine Drohne benutzen, um Ressourcen zu sammeln oder Gegner zu bekämpfen, und könnt euch selbst mehr der Erkundung widmen.

Nachdem die bisherige Zuflucht wegfällt, haben die Entwickler zum Glück einen neuen Rückzugsort vor den unwirtlichen Biomen von Wall World 2 geschaffen: „Sphere City“. An diesem zentralen Ort könnt ihr in einer Bar Buffs kaufen, optionale Nebenmissionen annehmen oder einfach nur die urige Cyberpunk-Atmosphäre genießen.

Auch die Waffen aus dem Original, die ihr auf eurem Mech montieren könnt, sind wieder da, einschließlich des bewährten Maschinengewehrs, der grausam effektiven Singularitätswaffe, ätzenden Chemie-Granaten und eines Pflockwerfers, dessen Präzision mit jeder Sekunde Ladezeit steigt. Komarov deutet zudem an, dass neue Mech-Waffen enthüllt werden sollen – wobei ihr einige seltene und extrem mächtige Waffen nur in schwierigen Missionen findet –, die aber alle gleichermaßen effektiv sind. Mithilfe der Upgrade-Pfade, mit denen sich Schadenswirkung, Beweglichkeit und einiges mehr massiv steigern lässt, können die Spieler ihre Ausrüstung ihrem bevorzugten Spielstil anpassen.
Wall World 2 verleiht dem Schürf-Roguelite eine neue Dimension – Erkundung
Ähnliche Anpassungsmöglichkeiten gelten auch für den Spinnen-Mech, für den ihr nun Rumpf und Beine wählen könnt, um sein Design perfekt auf unterschiedliche Gegner und das Gelände auszurichten. Komarov will, dass Spieler ihn nach ihren Vorstellungen gestalten, bis hin zu seinem Namen, der jederzeit gut sichtbar an seiner Seite prangt. „Wenn jemand ihn ‚Alter!‘ nennen will, wird genau das auf seiner Panzerung stehen“ sagt er mit einem Grinsen.

Eine weitere spannende Neuerung verleiht jedem Durchlauf noch mehr Dramatik und dürfte besonders den Fans von Helldivers 2 gefallen: Extraktionen. „Im ersten Spiel war der einzige Weg, die Mauer zu verlassen, der Tod“, erklärt Komarov. „Jetzt kann man jederzeit einen Transporter rufen und mit all den Ressourcen, die man gesammelt hat, zum Upgrade-Hub zurückkehren. Das verschafft selbst bei kurzen Durchläufen ein Erfolgserlebnis, und Spieler können unabhängig von ihrer Spielstärke kontinuierlich Fortschritte machen.“

Komarov erinnert jedoch auch gleich daran, dass dies nur das optimale Szenario ist. In der Regel ist dieser Fluchtweg alles andere als schmerzlos, ihr solltet ihn euch aber merken. „Natürlich ist eine Extraktion nicht risikofrei: Die Leuchtrakete lockt eine Welle von Gegnern an, die man abwehren muss, bis der Transporter eintrifft. Tatsächlich ist das oft der intensivste Moment des Laufs“, sagt er.

Setzt Wall World 2 noch heute auf eure Wunschliste, es erscheint demnächst im Epic Games Store.