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In Warhammer 40,000: Mechanicus II mischen jetzt die Konglomerate der Votann mit

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Julian Benson
23. Mai 2025

Es heißt oft, man könne in der finsteren Leere von Warhammer 40,000 kaum eine Erzförderanlage errichten, ohne dabei auf uralte, mordlustige Maschinenrassen zu stoßen – und genau mit diesem Problem sehen sich die Techpriester des Imperiums im rundenbasierten Strategiespiel Warhammer 40,000: Mechanicus II konfrontiert.

„Das Adeptus Mechanicus erschafft Fabrikwelten, die immense Mengen an Ressourcen und industrieller Güter für das ganze Imperium produzieren“, erklärt Tony Cross, Produktmanager bei Kasedo. Mechanicus II beginnt mit der Besiedlung eines neuen Planeten. „Was sie nicht wissen“, so Cross weiter, „ist, dass diese Welt eine Gruftwelt der Necrons ist.“

Die Necrons – eine Rasse hyperentwickelter Androiden, die ihre fleischlichen Körper zugunsten der Unsterblichkeit aufgegeben haben – ruhen seit Millionen von Jahren tief unter der Oberfläche. Als sie jedoch das Hämmern und Bohren der Techpriester über sich hören, beschließen sie, die Eindringlinge zu vertreiben. Besser gesagt, zu vernichten.

Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem man ausschließlich die menschlichen Techpriester befehligen konnte, bietet Warhammer 40,000: Mechanicus II diesmal Kampagnen sowohl für das Adeptus Mechanicus als auch für die Necrons. So könnt ihr beide Perspektiven des Konflikts erleben.

Doch das ist noch nicht alles: Vom jüngsten Warhammer Skulls Showcase erreichte uns die Nachricht, dass im neuen Titel noch eine weitere, neue Bedrohung lauert. Die große Enthüllung beim Skulls-Event diese Woche war, dass Warhammer 40,000: Mechanicus II die Konglomerate der Votann enthalten wird.


Eine Liga für sich


Die Konglomerate der Votann wurden Ende 2022 für das Tabletop eingeführt und bestehen aus einer Armee KI-verehrender Weltraumzwerge. Sie stellen eine relativ neue Fraktion im Warhammer-Universum dar. Mechanicus II markiert ihren ersten größeren Auftritt in einem Videospiel.

Zwar werdet ihr die untersetzten Krieger nicht direkt spielen können, doch könnten sie in beiden Kampagnen eine nicht zu unterschätzende Bedrohung darstellen. „Die Unterfraktion der Konglomerate der Votann, für die wir uns entschieden haben, hat eine Vorgeschichte voller Konflikte mit den Necrons“, erklärt Cross, „und ihre Verwendung von künstlicher Intelligenz erregt den Zorn des Adeptus Mechanicus.“
Warhammer 40,000: Mechanicus II – 3
Für das Adeptus Mechanicus zählt die Erschaffung von KI – von ihnen als AI oder Abominable Intelligence (verabscheuungswürdige Intellizenz) bezeichnet – zu den größten überhaupt möglichen Sünden. Schließlich war es der Missbrauch von KI, der die Menschheit beinahe ins Verderben gestürzt hätte – lange bevor das Imperium überhaupt existierte. Dass sie den Votann keinen herzlichen Empfang bereiten werden, liegt somit auf der Hand. „Da gibt es eine Menge Spannungspotenzial, aus dem wir schöpfen können“, sagt Cross.

Allzu viel wollte er zu den Konglomeraten der Votann noch nicht preisgeben, um keine Überraschungen vor der Veröffentlichung vorwegzunehmen. Klar ist jedoch: Sie werden für zusätzliche Komplexität in einem Spiel sorgen, das sich im Vergleich zu seinem Vorgänger ohnehin bereits deutlich weiterentwickelt hat.
 

Wandel unter der Oberfläche


Auch wenn Mechanicus II auf den ersten Blick vertraut wirkt, hat sich spielerisch einiges getan.

Im ursprünglichen Spiel schlüpfte der Spieler in die Rolle des Techpriesters Magos Dominus Faustinius. Andere Anführer des Adeptus Mechanicus – darunter Lector-Dogmatis Videx, Subdominus Khepra und Quartiermeister Rho – standen beratend zur Seite. Diese verschiedenen Vertreter der Fraktion, die im Spiel als sprechende Köpfe dargestellt wurden, stritten ständig über die beste Art und Weise, dem Maschinengott zu dienen. In Mechanicus II kehren sie nun alle als spielbare Charaktere zurück, die über eigene Fähigkeiten verfügen und verschiedene Spielstile ermöglichen.

„Videx ist ein ultra-religiöser, fanatischer Typ“, erklärt Cross. „Sein Spielstil dreht sich vor allem darum, seine Einheiten zu stärken“ – ein klassischer Anführer aus der zweiten Reihe. Khepra hingegen, eine erfahrene Frontkämpferin, zieht es eher ins Getümmel. Sie kämpft Schulter an Schulter mit ihren Truppen und markiert vorrangige Ziele. Rho, ein gewaltiger Techpriester mit einer riesigen Axt, fungiert schließlich als Tank: Er ist ideal geeignet, um mitten ins Schlachtfeld zu stürmen, die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich zu ziehen und so Flankenangriffe zu ermöglichen.

Auch die Necrons verfügen über eigene Anführer, was euch bei jeder Mission eine andere Herangehensweise abverlangt.

Wer seine Fraktion beherrschen will – insbesondere beim Spiel als Adeptus Mechanicus – muss ihre Mechaniken gut verstehen: Der Entwickler Bulwark Studios hat das Kognitionssystem aus dem ersten Teil, bei dem man mit Aktionspunkten für die Spezialfähigkeiten des Anführers zahlte, grundlegend überarbeitet.
Warhammer 40,000: Mechanicus II – 4
Im Originalspiel Mechanicus sammelt ihr Kognition im Kampf, wenn ihr Necron-Leuchttürme untersucht und Feinde tötet. In Mechanicus II hingegen erhaltet ihr Kognitionspunkte durch fraktionsspezifisches Verhalten der Einheiten. Servitoren etwa generieren Kognition, wenn sie Schaden einstecken. Sie bilden das Fußvolk des Mechanicus: gezüchtete Klone und ehemalige Sträflinge, die kybernetisch modifiziert als stumpfsinnige Arbeitssklaven die Drecksarbeit für die Priester erledigen. Eure Elite-Scharfschützen hingegen, die Skitarii-Jäger des Mechanicus, erhalten Kognition, wenn sie beim Fernkampf Schaden verursachen.

Während ihr in Spielen wie XCOM eine Beziehung zu einzelnen Soldaten aufbaut und sie über eine ganze Kampagne hinweg weiterentwickelt, geht es in Mechanicus II deutlich düsterer zu. „Bis zu einem gewissen Grad sind alle Truppen entbehrlich“, erklärt Cross. „Sie sind da, um sicherzustellen, dass der Anführer seine extrem mächtigen Fähigkeiten einsetzen kann.“ Das Imperium verfügt über Trillionen von Untertanen, und die gewöhnlichen Soldaten erfüllen ihre Aufgabe, wenn sie ihr Leben im Dienst des Imperators opfern.

Ganz anders bei den unsterblichen Necrons. Wenn sie im Gefecht besiegt werden, erheben sie sich nach einer Weile wieder und kämpfen weiter.

Als Zeichen ihres unaufhaltsamen Wesens hat Bulwark bei den Necrons auf Kognition verzichtet und ein weiteres Ressourcensystem eingeführt. Für jede Runde, die sie auf dem Schlachtfeld überdauern, erhalten Necron-Truppen Dominanzpunkte – als würde ein uralter Computer langsam hochfahren. „Je länger ein Scharmützel andauert, desto mehr freigeschaltete Fähigkeiten erhält die Necron-Seite“, erklärt Cross.

Als Necron-Kommandant könnt ihr Kämpfe also bewusst in die Länge ziehen, um mit jeder Runde neue Fähigkeiten freizuschalten. Wer in der Kampagne des Adeptus Mechanicus gegen sie kämpft, muss schnell und effizient agieren, denn je länger die Schlacht dauert, desto übermächtiger wird der Feind.
 

Boden gewinnen


Zwar geht es bei beiden Fraktionen darum, mit euren Kommandanten Erfahrung zu sammeln und neue Ausrüstung freizuschalten, aber die neue Kampagnenkarte erlaubt außerdem auch die Entwicklung eurer Fronttruppen.

Die Kampagnenstruktur erinnert dabei stark an ein Grand-Strategy-Spiel: Die Planetenoberfläche ist in unterschiedliche Regionen unterteilt. Überall warten Story-Missionen und Gefechte, und wenn ihr diese abschließt, erhaltet ihr die Kontrolle über einen Sektor – und sobald ein Bereich euch gehört, könnt ihr dort Gebäude errichten, die fraktionsweite Verbesserungen freischalten.
Warhammer 40,000: Mechanicus II – 2
Dabei wurden die Upgrade-Möglichkeiten laut Cross diesmal deutlich ausgewogener gestaltet. „Im ersten Spiel gab es eine riesige Auswahl an verschiedenen Upgrade-Optionen und -kombinationen, was zwar cool, aber auch ein größeres Problem für die Spielbalance war“, erklärt er. Er räumt ein, dass die späteren Missionen des ersten Mechanicus durch die starken Upgrades der eigenen Einheiten zunehmend einfacher wurden. „Wir haben [jetzt] einen viel kontrollierteren Ansatz, was die Verbesserung von Charakteren betrifft.“

Mit seinen planetaren Ausmaßen bietet das Nachfolgespiel zudem deutlich abwechslungsreichere Schlachtfelder als sein Vorgänger, der fast ausschließlich in düsteren Gruften und engen Raumschiffskorridoren spielte. In Mechanicus II führt euch der Krieg durch Sümpfe mit Giftblumen, eisige Schneefelder und die Straßen imperialer Fabrikstädte.

Auch als Necrons kämpft ihr in denselben Gebieten, erlebt die Schlacht aber natürlich von der anderen Seite. Während es in der Kampagne des Adeptus Mechanicus darum geht, die Fabrikwelt von den uralten Maschinen in der Tiefe zu säubern, erzählt die Necron-Kampagne die Geschichte einer Rückeroberung – sie wollen ihre angestammte Welt von den menschlichen Eindringlingen befreien.

„Die Geschichten beider Kampagnen verlaufen parallel“, erklärt Cross. „Wer beide spielt, erlebt die gesamte Geschichte, füllt die Lücken der einen Kampagne in der anderen und sieht dieselben entscheidenden Schlachten aus zwei Blickwinkeln.“
 

In Deckung! (Oder auch nicht)


Die wohl größte Neuerung auf dem Schlachtfeld in Mechanicus II ist das neue System für zerstörbare Deckungsobjekte. Einheiten des Adeptus Mechanicus können sich nun hinter Mauern verschanzen, um sich vor dem Laserbeschuss der Necrons zu schützen. Besonders anfällige Einheiten wie die Skitarii-Schützen bekommen dadurch eine echte Überlebenschance gegen die marschierenden Todesmaschinen der Necrons.

Diese allerdings – als untote Killermaschinen, die sich nach dem Gefecht wieder erheben – scheren sich wenig um Deckung. Stattdessen schießen sie lieber die Deckung ihrer Gegner systematisch nieder, während sie unaufhaltsam vorrücken. Trotzdem solltet ihr nicht wahllos auf die Umgebung schießen, denn nicht nur die Deckung kann zerstört werden. Ein verirrter Schuss kann umliegende Objekte und Gelände zerstören und so neue Trümmerfelder schaffen, hinter denen sich Feinde wiederum verschanzen können.

„Das sorgt für eine spannende Asymmetrie im Gameplay“, erklärt Cross.
Warhammer 40,000: Mechanicus II – 5
Die Einführung des Deckungssystems stellte die Spieldesigner allerdings vor eine ungewöhnliche Herausforderung, insbesondere im Hinblick auf die gerade erst angekündigten neuen Gäste des planetaren Showdowns: „Wir tüfteln noch an der Deckungsmechanik für die Konglomerate der Votann. Um ganz ehrlich zu sein: Wir waren uns nicht sicher, wie groß sie überhaupt im Verhältnis zur Deckung sind …“

Sowohl der neue Trailer als auch Cross’ Ausführungen lassen keinen Zweifel daran, dass Warhammer 40,000: Mechanicus II eine konsequente Weiterentwicklung seines Vorgängers ist – und noch viel mehr. Mit dem Erscheinen der Konglomerate der Votann treten in Mechanicus II außerdem erstmals Gegner auf den Plan, die bislang in keinem anderen Warhammer 40,000-Videospiel zu sehen waren. Ein mehr als ausreichender Grund, das Risiko einzugehen und an der Oberfläche einer Gruftwelt zu kratzen …

Warhammer 40,000: Mechanicus II erscheint demnächst im Epic Games Store.