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Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden

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Julian Benson
15. Aug. 2023
Xenonauts 2 ist kein taktisches Spiel für schwache Nerven. Ihr leitet die irdische Verteidigung gegen eine außerirdische Invasion und habt das Kommando über die UFO-Abfangpiloten, die kämpfenden Bodentruppen und die Wissenschaftler und Ingenieure, die Maschinen entwickeln, die euch in diesem Krieg einen Vorteil verschaffen. Eure Entscheidungen in diesen Gebieten beeinflussen alle anderen Bereiche – Erfolge sind notwendig und jeder Fehler kommt euch teuer zu stehen.

Wenn ihr XCOM von Firaxis, die Neuauflage des fast gleichnamigen Klassikers von 1994, gespielt habt, dann wisst ihr schon, wie das Spiel aufgebaut ist. Aber ihr seid vielleicht noch nicht mit der Komplexität von Xenonauts vertraut. Das erste X-COM war in seinen taktischen Schlachten sehr viel anspruchsvoller als die Neuauflage und bot viel mehr Möglichkeiten, das Spiel zu vermasseln. Das ist es, was Goldhawk Interactive, der Entwickler von Xenonauts 2, in diesem geistigen Nachfolger verwirklicht.

Egal wie sehr ihr euch für eure Xenonauts 2-Kampagne vorbereitet, ihr werdet bittere Lektionen lernen müssen. Aber mit den nachfolgenden Tipps könnt ihr zumindest einige der dümmeren Fehler vermeiden.
 

Überprüft immer eure Landezone


Lasst euch nicht von der großen Heckrampe eures Transportflugzeugs blenden. Klar, sie weist in ein unbekanntes Gebiet voller Feinde, die es kaum erwarten können, euch zu töten, aber euer Flugzeug hat aus gutem Grund auch Seitenausgänge.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Landezone
Denkt daran: Bei jeder Mission landet ihr in Feindgebiet. Ihr landet zwar dicht am Rand einer Karte, verlasst euch aber nicht darauf, dass zwischen eurem Transportflugzeug und diesem Rand keine Gefahr droht – eure Feinde können überall auf euch lauern. 

Durchsucht darum eure Landezone immer sorgfältig, damit euch keine versteckten Aliens von der Seite angreifen oder in den Rücken fallen.
 

Beherrscht das Überwachungsfeuer


Wenn ihr in der XCOM-Neuauflage von Firaxis die Fertigkeit Überwachungsfeuer aktiviert, können eure Soldaten auf Feinde schießen, die ihre Sichtlinien kreuzen. Richtig eingesetzt ist das ein sehr wirksames Mittel, um Feinde zu erledigen, die sich eurer Position nähern. In Xenonauts 2 machen sich alle Einheiten im Spiel am Ende ihres Zuges automatisch zum Gegenangriff bereit. Für den Rest ihrer verfügbaren Zeiteinheiten feuern eure Soldaten auf jeden Feind, der ihnen über den Weg läuft.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Überwachungsfeuer
Überwachungsfeuer belohnt vorsichtiges Spiel. Wenn ihr vermutet, dass der Feind in der Nähe lauert, aber nicht bei einer unvorsichtigen Spähaktion Kopf und Kragen riskieren wollt, verteilt eure Soldaten in Verteidigungspositionen und wartet darauf, dass der Feind sich blicken lässt. Dabei müsst ihr jedoch einige wichtige Details beachten.

Eure Soldaten müssen genug Zeiteinheiten übrig haben, um beim Überwachungsfeuer ihre Waffen benutzen zu können. Überprüft die Zeiteinheiten eines Soldaten, bevor ihr ihn positioniert, um sicherzugehen, dass er auch schießen kann. Über dem Bild seiner Waffe am unteren Bildschirmrand zeigt euch ein Symbol an, wie viele Zeiteinheiten er für einen Angriff braucht. Eure Truppen greifen automatisch mit der höchstmöglichen Präzision an. Das bedeutet in der Regel, dass sie Überwachungsfeuer nur ein einziges Mal verwenden können. Wenn sich ein Soldat allerdings gar nicht bewegt hat und seine Waffe nur wenige Zeiteinheiten benötigt, kann er möglicherweise mehrmals schießen. 

Zweitens solltet ihr bedenken, dass die Überwachungsfeuer-Regeln auch für die Feindeinheiten gelten. Behaltet beim Vorrücken im Auge, dass der Feind auf euch wartet und höchstwahrscheinlich auf alle Soldaten in seiner Reichweite schießen wird. Das gegnerische Überwachungsfeuer macht das Eindringen in UFOs besonders riskant. Wenn ihr ein Schiff betretet, ist es gut möglich, dass eine ganze Bande Aliens in der Deckung auf euch wartet, den Eingang im Visier nimmt und nicht zögern wird, mit euch kurzen Prozess zu machen.

Blendgranaten sind hier eure Freunde – sie rauben den Zielen Zeiteinheiten und reduzieren so ihre Fähigkeit, Überwachungsfeuer zu verwenden. Andererseits fügen sie aber ansonsten keinen großen Schaden zu.
 

Schickt einen Roboter vor


Ihr solltet schon früh in eurer Kampagne damit beginnen, MARS-Einheiten zu erforschen und zu bauen. Diese ferngesteuerten Panzer legen weite Strecken zurück, sind mit schweren Waffen ausgerüstet und – was am wichtigsten ist – sie fahren zuerst an die gefährlichen Orte.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Robot
Zu Beginn des Spiels sind MARS viel stärker als eure normalen Soldaten und können das Schlachtfeld gegen die besser bewaffneten Außerirdischen ausgleichen. Schickt sie euren Soldaten als Späher voraus, um Feinde aufzuspüren und ihr Überwachungsfeuer auf sich zu ziehen – ihre stählernen Hüllen sind entbehrlicher als eure Marines aus Fleisch und Blut. Wenn ihr einen MARS verliert, kann euer Ingenieurteam ihn für die Hälfte der ursprünglichen Kosten erneuern.

Zusätzlich sind MARS nicht einfach nur schwer bewaffnet. Sie können auch direkt durch Wände und Deckungen fahren. Wenn ihr also eine neue Tür in einem Gebäude braucht, befehlt ihnen einfach, durch das Mauerwerk zu pflügen. Diese Eingänge Marke Eigenbau sind äußerst praktisch, um Feinden in die Flanke zu fallen oder direktere Fluchtwege zu schaffen.

So verlockend es aber ist, eure MARS für die Schwerarbeit einzuteilen, solltet ihr darauf achten, dass eure menschlichen Soldaten die feindlichen Truppen erledigen. Die Roboter können keine Erfahrung sammeln und sich nicht hochleveln, während menschliche Einheiten für jeden Kill einen saftigen XP-Bonus verdienen.
 

Eigenbeschuss


Direkt nach den außerirdischen Invasoren sind die eigenen Kameraden die größte Bedrohung für eure Soldaten. Eigenbeschuss ist in Xenonauts 2 schnell ein Problem. Wenn ihr eure Soldaten nicht sorgfältig positioniert und bei der Schussrichtung unvorsichtig seid, werdet ihr euch selbst massiv unnötigen Schaden zufügen.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Eigenbeschuss
Wenn ein Soldat an einem Truppenmitglied vorbei auf ein Ziel schießt, besteht eine Chance von 25 %, dass er seinen Kameraden trifft. Bei übergroßen Einheiten wie den MARS-Robotern steigt diese Wahrscheinlichkeit auf 50 %. Bei Waffen, die mehr als eine Kugel abfeuern, wie etwa Maschinengewehre und Schrotflinten, gilt diese Wahrscheinlichkeit für jede einzelne Kugel. Mit einer Maschinengewehrsalve von zehn Kugel werdet ihr also mit ziemlicher Sicherheit auch euren eigenen Soldaten erwischen.

Dieser Eigenbeschuss lässt sich vermeiden (oder zumindest minimieren), aber das erfordert etwas Geschick. Zum einen könnt ihr über kniende Soldaten hinweg schießen, ohne eine Strafe zu erhalten. Wenn ihr also mit mehreren Reihen von Soldaten kämpft, achtet darauf, dass die erste Reihe am Ende eures Zuges kniet. Ihr selbst gebt euren Soldaten vielleicht nicht den Befehl, über ihre Kameraden hinweg zu schießen, aber beim Überwachungsfeuer könnten sie es automatisch tun. Ihr werdet euch sehr ärgern, wenn euer Sniper statt dem angreifenden Alien einen eurer Schützen in den Hinterkopf schießt.

Wenn ihr auf ein Ziel vorrückt, zum Beispiel ein abgestürztes UFO, könnt ihr Eigenbeschuss minimieren, indem ihr eure Truppen entsprechend ihrer Reichweite bewegt. Zuerst positioniert ihr eure Scharfschützen in ausreichender Entfernung, damit sie mit ihren weitreichenden Gewehren eine freie Sichtlinie haben. Anschließend bewegt ihr eure Schützen mit Waffen von mittlerer Reichweite und dann stellt ihr eure Stoßtruppen mit den Schrotflinten und MGs ganz vorne auf. Auf diese Weise schießt während des Vormarsches keiner auf einen Kameraden. 

Vor allem müsst ihr darauf achten, dass eure Truppen keine Stellung beziehen, in der es zu Kreuzfeuer kommen kann. Den Feind zu flankieren, ist eine gute Idee, aber behaltet immer im Auge, wohin eure Kugeln fliegen, wenn sie ihr Ziel verfehlen. In Xenonauts 2 fliegen die Kugeln, bis sie irgendwo einschlagen – und wenn das nicht das Ziel oder ein Teil einer Deckung ist, kann es gut einer eurer eigenen Soldaten sein.
 

Geratet nicht in Panik, wenn eure Soldaten in Panik geraten


Eure Soldaten verlieren Moral, wenn sie außerhalb der Deckung beschossen werden, umzingelt sind oder ihre Kameraden sterben sehen. Dabei können sie sogar in Panik geraten und dann werfen sie ihre Waffe weg und ziehen sich so weit zurück, wie es ihre Zeiteinheiten zulassen. Das ist zwar ungünstig, aber nach einer Atempause von einer Runde können sie in den Kampf zurückkehren. 
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Keine Panik
Wenn ihr es schafft, den Hasenfuß dorthin zu manövrieren, wo er seine Waffe fallengelassen hat, kann er sie wieder aufheben. Klickt dazu auf das Rucksack-Symbol unten rechts im HUD, um Gegenstände auf dem Boden aufzunehmen. Dann zieht ihr die Waffe einfach zurück auf den Slot der Primärwaffe.
 

Nehmt immer Medkits mit


Die Versuchung, eurem Soldaten eine Seitenwaffe anstelle eines Medkits mitzugeben, ist groß – ansonsten könnte euer Scharfschütze im Nahkampf ja ziemlich in Bedrängnis kommen.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Medkits
Das klingt zwar durchaus sinnvoll, aber viel schlimmer wäre es, wenn einer eurer Soldaten angeschossen wird und ihr keine Möglichkeit habt, die Blutung zu stillen. Ein Medkit pro drei Soldaten scheint eine gute Faustregel zu sein. 
 

Baut medizinische Einrichtungen und Ausbildungsstätten


Ihr könnt der beste Commander sein, aber verirrte Kugeln, Plasma und Granatsplitter werden letztendlich dafür sorgen, dass eure Soldaten einen Arzt brauchen, und bei euren aktiven Einsatzkräften herrscht dann Personalmangel.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Bauen
Eine der besten Investitionen in der Anfangsphase eurer Kampagne ist der Bau eines Krankenhauses. Sobald es in Betrieb ist, erhöht es nicht nur die Heilungsrate eurer verletzten Soldaten, sondern gefallene Soldaten haben auch eine größere Chance, doch noch zu überleben.

Außerdem solltet ihr eine Trainingseinrichtung bauen. Eure Soldaten lernen zwar am meisten im aktiven Kampf, aber wenn sie ihre Fähigkeiten während einer Ausfallzeit trainieren, können sie dabei ihre Werte gefahrlos hochleveln. 

Der Aufbau der Basis wird im Tutorial nicht behandelt, daher kann man ihn leicht übersehen. In der strategischen Ansicht könnt ihr die Seite eurer Basis aufrufen, indem ihr in der oberen Leiste zwischen Weltkarte und Forschung auf das Basissymbol klickt.
 

Lasst euch Zeit


Das gilt sowohl für den Kampf als auch für die Kampagne. Im Kampf gibt es selten ein Zeitlimit, also rückt vorsichtig vor und zwingt euren Gegner wenn möglich, zu euch zu kommen. Jedes Mal, wenn ihr unbekanntes Gebiet betretet, riskiert ihr das Leben eurer Soldaten.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Lasst euch Zeit
Und auch wenn die Verlockung groß ist, jedes UFO abzuschießen und jede Absturzstelle zu erobern, müsst ihr nicht jede Mission annehmen. Wenn ihr kurzfristig Ressourcen braucht oder einen Alien gefangen nehmen müsst, dann nehmt die Aufgabe an, aber seid euch immer darüber im Klaren, dass jede Begegnung mit einem Risiko verbunden ist. Wenn ihr ein UFO abschießt, könnt ihr Geld verdienen, indem ihr seine Plünderung dem Land überlasst, in dem es abstürzt – das ist manchmal die vernünftigste Entscheidung.
 

Akzeptiert Verluste


In Xenonauts geht es wie X-COM und XCOM um die Herausforderung und die ständige Gefahr des Misserfolgs.
Tipps für Xenonauts 2, um in diesem X-COM-Erbe die dümmsten Fehler zu vermeiden – Akzeptiert Verluste
Einige der besten Momente dieser Spiele beruhen auf einem Verlust. Wenn ihr nach einer gescheiterten Mission zu wenig Soldaten für einen ganzen Trupp habt und es trotzdem schafft, einen Sieg einzufahren, werdet ihr euch wie die absoluten Helden fühlen. Wenn also eine Runde mal nicht so gut läuft und euer Finger zum Schnelllade-Menü zuckt, könnt ihr auch versuchen, mit dem Verlust zu leben, um zu sehen, was als Nächstes passiert.