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In Beyond These Stars müsst ihr auf dem Rücken eines intelligenten Wals eine nachhaltige Stadt aufbauen und überleben

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Charlie Wacholz
25. Aug. 2025
Beyond These Stars ist eine andere Art von Städtebauspiel. In einem Genre, in dem es meistens um das Anzetteln von Kriegen á la Machiavelli und das endlose Anhäufen von Ressourcen geht, schlägt Beyond These Stars ganz andere Töne an. Beyond These Stars macht von Anfang an klar: Ihr siedelt nicht für ein riesiges galaktisches Imperium und erobert neue Gebiete, sondern helft einer verlorenen Zivilisation, friedlich umzuziehen. Dieser faszinierende Ansatz, das Weltall zu erkunden, erzeugt ein poetisches Staunen, das im unendlichen Vakuum nur allzu oft verloren geht.

Bei der halbstündigen Demo mit Balancing Monkey Games habe ich eine Einführung in Sachen Raumwale und nachhaltiger Städtebau erhalten.

Ihr herrscht über die Nachkommen einer vergangenen interstellaren Zivilisation, die in den Sternen nach den Siedlungen ihrer Vorfahren suchen. Dabei baut ihr eure Zivilisation auf dem Rücken eines Riesenwals namens „Kewa“ aus. Kewa ist kein Haustier, sondern eine intelligente Manifestation eurer Umwelt und eures Landes, die einen eigenen Kopf hat. Sie hat eigene Gedanken und Gefühle in Bezug auf das, was ihr baut, und die Orte, die ihr aufsucht. Diese Gefühle lebt sie auch aus – und sie verrät sie euch vielleicht irgendwann, sobald eure Zivilisation gelernt hat, ihren Gesang zu übersetzen.

Die Gefühle können durch viele Dinge ausgelöst werden, zum Beispiel, wenn ihr zu viele Fabriken auf kleinem Raum baut, die die Umwelt verschmutzen und den Boden verseuchen. Kewa fühlt das und teilt euch das unmissverständlich mit. Zum Glück lässt sich diese Art von Verschmutzung rückgängig machen, obwohl das auch davon abhängt, wie ihr damit umgeht. Man ermuntert euch, schon bei der Entstehung etwas zu unternehmen, aber auch später lässt sich noch etwas tun. Kewa freut sich jedenfalls darüber, wenn ihr etwas richtigstellen wollt. Aber behandelt ihr ihren Körper nicht mit Sorgfalt, fliegt sie vielleicht durch ein elektrisches Feld. Das kitzelt sie nur, deaktiviert aber einen Teil eurer Gebäude. Vielleicht fliegt sie durch ein Asteroidenfeld, um sich einen kleinen Happen zu gönnen. Dabei besteht das Risiko, dass eure mühevoll erbauten Gebiete beschädigt werden. Manchmal sagt sie euch vorher auch gar nicht erst Bescheid.
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Das geschieht allerdings nicht ohne Vorwarnung, sei es von Seiten Kewas oder durch das Vorhandensein von unerwünschten Schadstoffen. Beyond These Stars zeigt euch, wie es um wichtige Faktoren steht, beispielsweise Kewas Gesundheit und Zufriedenheit. Das Coolste an dieser Mechanik ist, wenn ihr direkt mit Kewa sprecht. Sie ist eine unvorstellbar alte himmlische Macht, die in geheimnisvoller Prosa spricht. Zu Beginn des Spiels geht es ihr nicht gut. Es lohnt sich, eure Beziehung und die Gesundheit eures Zuhauses zu pflegen.

Aber euer Ziel dürft ihr dabei nicht aus den Augen verlieren. Ihr müsst die Sterne wiederentdecken und wiederbesiedeln. Mit Kewa als Ausgangsbasis gründet ihr im gesamten Weltall kleine Siedlungen, die sich die Bedingungen und die Umwelt verschiedener Planeten zunutze machen. Ein Planet, den ich während der Demo sah, war ein wenig kalt und karg, beheimatete jedoch eine Schafherde! Nachdem ich ein paar Häuser und andere notwendige Bauwerke errichtet hatte, baute die humanoide Zivilisation (genannt „Peeps“) eine Wollfarm auf, was Reisen zu kälteren Sonnensystemen und Planeten ermöglichte.

Der Aufbau eines autarken Dorfs benötigt viel Fingerspitzengefühl. Wie ich bereits sagte, können dichte Ansammlungen von Fabriken zu übermäßiger Umweltverschmutzung führen. Doch auch nahegelegene Gebäude beeinflussen sich gegenseitig. Eine Statue eures Wals kann die Zufriedenheit der umliegenden Einwohner steigern, während zu viele eng beieinander stehende Hütten sie unglücklich machen. Das stört den Fluss von Ressourcen und Handel und kann dadurch sowohl für eure Bevölkerung als auch für Kewa Probleme verursachen.

Die Produktion von Gütern bringt stets zwei verschiedene Ressourcen hervor. Da jeder Stapel von Ressourcen bzw. Gegenständen tatsächlich existiert, wirkt er sich manchmal auf die Gesundheit eurer Bevölkerung aus. In Beyond These Stars sollt ihr Ressourcen und Werkzeuge nachhaltig produzieren und nutzen. Jedes Nebenprodukt hat einen Nutzen. Ihr müsst nur den richtigen Produktionskreislauf finden, damit beispielsweise Ruß, der bei der Herstellung von Werkzeugen anfällt, bei der Herstellung von Stahl verwendet werden kann. Nach dem Anspielen war ich beeindruckt davon, wie es Beyond These Stars gelingt, zu fördern, dass ihr effiziente Produktion, Städtegestaltung, Nachhaltigkeit und gute Verwaltung richtig ausbalanciert, wo es zusätzlich eine Wechselwirkung zwischen all diesen Faktoren gibt.

Ich habe auch einige Story-Events gesehen, einschließlich des ersten Kontakts mit einer außerirdischen Zivilisation, die die Peeps mit der Suche nach einer mysteriösen, mächtigen Kugel beauftragten. Dabei handelte es sich um eine optionale Nebenmission, mit der diplomatische Beziehungen aufgenommen werden können.

Von Beyond These Stars gibt es im Epic Games Store aktuell eine Demo. Das Spiel soll vor der Veröffentlichung der Vollversion im Early Access erscheinen.
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