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Wie theHunter: Call of the Wild die Spieler in der Wildnis bei Laune hält

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Colin Campbell
22. Apr. 2024
Sieben Jahre nach seinem ersten Erscheinen ist theHunter: Call of the Wild bei Jagdfreunden nach wie vor beliebt und die zahlreichen Add-ons bieten selbst erfahrenen Spielern immer wieder neue Herausforderungen und Umgebungen.

Jagdspiele simulieren eine der ältesten Aktivitäten der Menschheit, wenn auch mit heutigen Waffen und moderner Ausrüstung. Sie sprechen echte Jäger an, die sich nach dem Erlebnis im Freien sehnen, aber nicht jedes Wochenende Zeit dafür haben, und auch Spieler, denen die Herausforderung zwar Spaß macht, die aber keine Gelegenheit (oder keine Lust) haben, auf echte Tiere zu schießen.

Dennoch sind Spiele wie theHunter: Call of the Wild nicht einfach eine Shooter-Variante – sie erfordern Geduld, vorsichtiges Vorgehen, Präzision, einen Blick für schöne Landschaften und ein Verständnis für die Art der Beute. Tiere können sich sehr gut verstecken, nehmen Eindringlinge schnell wahr und sind geschickt darin, sich schnell und leise zu bewegen. Deshalb müsst ihr euch Zeit nehmen, um eure Beute zu überlisten.

Der Entwickler Expansive Worlds (ein Tochterunternehmen der Avalanche Studios Group) produziert seit mehr als 15 Jahren Jagdspiele. Seit dem Erscheinen von theHunter sorgen die Lead Game Designer Troy Schram und Arshak Ardeshir mit einem stetigen Strom von DLC-Paketen dafür, dass das Interesse der Spieler nicht nachlässt.
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„Jagen ist keine einmalige Erfahrung“, betont Ardeshir. „Es ist eher ein Hobby oder sogar eine Lebensweise. Der Reiz des Jagens in der Wildnis ist das Erlebnis an sich, und deshalb versuchen wir, unseren Spielern nicht im Weg zu stehen, damit sie die Jagd nach ihren eigenen Vorstellungen genießen können.

Uns ist klar, dass jeder Jäger davon träumt, andere Jagdgebiete kennenzulernen, um dort eine bestimmte Tierart zu jagen oder eine besondere Methode oder Waffe auszuprobieren. Wir schaffen bei den Spielern anhaltende Begeisterung, indem wir diese Träume erkennen und sie ihnen auf eine authentische und immersive Art anbieten.“

Zu den neuesten Erweiterungen des Spiels gehört das High Caliber Weapon Pack, das Waffen wie die Arzyna .300 Mag Tactical, die .45-70 Jernberg Superior und die Strandberg 10SA Executive sowie Tarnfarben und andere kosmetische Gegenstände enthält. Weitere Add-ons wie das Paket Emerald Coast Australia führen euch in das australische Outback, die Regenwälder und das Buschland, wo ihr Tiere wie die Spaltfußgans, das Salzwasserkrokodil und das Östliche Graue Riesenkänguru jagen könnt.

„Wir versuchen immer, so authentisch wie möglich zu sein und das Erlebnis gleichzeitig zugänglich und ansprechend zu gestalten“, erklärt Schram. „Dazu erschaffen wir Umgebungen, die so lebensecht wirken, wie es das Medium erlaubt. Das trifft auf für die Tierarten und Waffen zu.“

Für die Spieler sind die „Großen“ (seltene und große Tiere, die besonders schwer zu finden sind) eine Verlockung. Virtuelle Jäger sind oft erpicht darauf, ihre Geweih-, Fell- und Trophäensammlungen zu erweitern, darunter auch mit albinotischen, gescheckten oder leuzistischen (ungewöhnlich weißen) Exemplaren. Diese Tiere zu erlegen, erfordert oft viel Geduld und Planung.

„Die Tiere in unseren Reservaten sind dort zuhause“, sagt Ardeshir. „Das bedeutet, dass sie an die gleichen Orte zurückkehren und man mit der Zeit ihre Bewegungsmuster herausfinden kann. Was unser Spiel so einzigartig und zum Führenden in seiner Kategorie macht, ist die Art, wie wir all diese Merkmale miteinander verbinden.“

Natürlich wird in vielen Videospielen geschossen, für gewöhnlich inmitten hektischer Action und mit Gegnern, die zurückschießen. In Jagdspielen wird zwar auch geschossen, aber das Tempo ist deutlich langsamer. Daher stehen Spieldesigner vor der Herausforderung, die Jagdsituationen möglichst lebensecht nachzustellen und gleichzeitig für das nötige Maß an Action und Spannung zu sorgen.

„Im Vergleich zu fast allen anderen Ego-Shootern ist unser Spiel sehr langsam“, so Schram. „Die meisten Spieler betreten die Spielwelt und möchten sofort durchstarten, doch in einem Jagdspiel würde man damit nur das Wild erschrecken. Wer hin- und herrennt, um Tiere zu entdecken, wird natürlich keine finden, weil er sie damit verscheucht. Das heißt, man steht erstmal vor der Aufgabe, den Spielern beizubringen, das Spiel anders als andere Ego-Shooter-Spiele anzugehen. Das ist ein Thema, an dem wir konstant arbeiten, um das Spieleerlebnis für Erstbenutzer und den Einstieg in das Spiel zu verbessern.“
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Wie schaffen die Designer es, Fans von Ego-Shootern davon überzeugen, etwas Gemächlicheres auszuprobieren? „Es geht nicht wirklich darum, jemanden zu überzeugen“, antwortet Ardeshir. „Es geht eher darum, die Stärken unseres Spiels auf eine authentische und ehrliche Weise zu präsentieren. Wer sich davon angesprochen fühlt, wird es so genießen, wie es ist. Daher ist das Tempo des Spiels in unserem Marketingmaterial (Trailer zu Reservaten usw.) klar zu erkennen.

Jägerfantasien sind für uns sehr wichtig, wir wollen schließlich, dass unser Publikum, zu dem auch viele echte Jäger gehören, unsere Designentscheidungen interessant und verlockend findet. Außerdem ist theHunter: Call of the Wild eine Simulation mit einer Arcade-Komponente, die es uns ermöglicht, lebensechtes Verhalten in Spielsysteme zu übertragen. Wir müssen also einerseits für eine anspruchsvolle Spielmechanik sorgen und andererseits auf eine möglichst naturnahe Darstellung achten.“

Schram fügt hinzu: „Ich bin kein Marketingexperte, aber ich würde den Spielern einfach sagen, dass unser Spiel wesentlich entspannter ist als andere Titel und dass eine Trophäe an der Wand ihrer Jagdhütte mehr wert ist als jeder Sieg in einem Shooter!“

theHunter: Call of the Wild und seine zahlreichen DLCs sind im Epic Games Store verfügbar.