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Erste Eindrücke von Battlefield 6 – vier Stunden Spiel lassen alte Zeiten aufleben

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George Yang
31. Juli 2025
In den letzten Jahren hat die Battlefield-Reihe unterschiedliche Schauplätze erlebt, darunter die beiden Weltkriege in Battlefield 1 und V sowie die nahe Zukunft in Battlefield 2042. Jetzt kehrt EA mit Battlefield 6 in die Gegenwart zurück. Nach vier Stunden Spielzeit wirkt diese neue Folge stark wie eine Fortsetzung der modernen Kriegsführung von Battlefield 3 und 4, die zweifellos den größten Anklang beim Publikum fanden.

„Für mich ist diese Spiel ein spiritueller Nachfolger von Battlefield 3 und 4“, erklärte Thomas Andersson, Creative Director bei Ripple Effect Studios, in einer Fragerunde. „Zwischen diesen Titeln und unserem liegt zwar mehr als ein Jahrzehnt, aber wir haben denselben Ehrgeiz, die Fundamente perfekt auszuarbeiten. Neben taktischer Zerstörung sind hierbei auch die Klassen ein wichtiges Element, das sehr viel Aufmerksamkeit erhält.“ Die Entwickler von Battlefield 6 wollen die glorreichen Tage der Reihe wieder aufleben lassen, indem sie die zentralen Mehrspieler-Features verfeinern.
 

Klassenarbeit


Battlefield 6 startet mit den vier bereits bekannten Klassen: Sturmsoldat, Pionier, Versorgung und Aufklärer. Dabei verfügt jede Klasse über ihren eigenen Spielstil. Sturmsoldaten und Pioniere bevorzugen den Nahkampf bzw. Kämpfe mit Fahrzeugen, während Versorgungssoldaten und Aufklärer das Team mit Unterstützung verstärken. Während die Ersteren dabei helfen können, Teammitglieder schneller zu versorgen und wiederzubeleben, können Letztere Feindpositionen markieren.

„Wir möchten, dass die Klassen spürbar sind, dass den Spielern ihre Rolle auf dem Schlachtfeld klar ist“, so Andersson. Insbesondere die Klasse „Sanitäter“ wirkte oft entscheidend, da sie sehr viel schneller als andere Klassen Teammitglieder wiederbeleben kann. In Battlefield 6 können alle ihre Teamgefährten wiederbeleben und sie außerdem in Sicherheit bringen. In einem Moment wurde ich mit Kugeln und Explosionen eingedeckt, während mein Partner bereits ausgeschaltet war. Ich konnte ihn aber in Deckung zerren und wieder auf die Beine bringen.
Erste Eindrücke von Battlefield 6 – vier Stunden Spiel lassen alte Zeiten aufleben – Angriff
Die Aktion, meinen Teamgefährten abzuschleppen, wirkte unglaublich realistisch – der DualSense-Controller ließ mich spüren, wie sein Körper über den Boden schleifte. Jedes Mal, wenn ich versuchte, ein Teammitglied wiederzubeleben, fühlte ich mich mitten in einem Film. Die wirklich eindrucksvolle Interaktion machte mich plötzlich sehr hilfsbereit.

Eine weitere wichtige Neuerung in Battlefield 6 ist die freie Waffenwahl gegenüber begrenzten Waffenausrüstungen. Bisher waren Waffen an bestimmte Klassen gebunden, so konnten zum Beispiel nur Sturmsoldaten das Sturmgewehr benutzen oder nur Aufklärer das Scharfschützengewehr. Bei der freien Waffenwahl sind diese Beschränkungen aufgehoben. So kann jetzt zum Beispiel auch ein Sanitäter mit einem Scharfschützengewehr beginnen. Das ist definitiv eine Abwechslung zum typischen Battlefield-Erlebnis und erinnert etwas an Call of Duty mit seinen individuell angepassten Ausrüstungen.

Dieses neue Konzept sorgte in der Battlefield-Community für Diskussionen, was den Entwicklern nicht entging, wie bei der Ankündigung Anfang des Monats deutlich wurde. „Wir haben klar gesagt, dass wir den Spielern demnächst in der offenen Beta die Möglichkeit bieten wollen, Battlefield so zu spielen, wie sie es spielen möchten“, erklärte Andy McNamara, Senior Integrated Communications Director.

Die Möglichkeit von begrenzten und uneingeschränkten Waffenausrüstungen soll helfen, beide Arten von Spielern zufriedenzustellen, vor allem diejenigen, die weiterhin das klassische Battlefield-Mehrspielererlebnis suchen. „Das war eine sehr gute Antwort auf den lautstarken Ruf nach einem ‚gezielteren‘ Erlebnis“, fügte Andersson hinzu.
 

Karten auf den Tisch


Bei meinem Selbstversuch im Mehrspieler-Modus von Battlefield 6 hatte ich Gelegenheit, zwei große Karten, „Liberation Peak“ und „Belagerung von Kairo“, sowie zwei kompaktere Karten, „Iberische Offensive“ und „Empire State“, kennenzulernen. „Liberation Peak“ ist eine bergige Gegend in Tadschikistan mit zahlreichen Sandsackbefestigungen und Gräben und erinnert an eine klassische Warzone-Umgebung. „Belagerung von Kairo“ ist eine zerstörte und verlassene Stadt mit vielen Gebäuden, durch die ihr euch bewegen und in denen ihr Deckung finden könnt.
Erste Eindrücke von Battlefield 6 – vier Stunden Spiel lassen alte Zeiten aufleben – Jeep
Auf diesen beiden großen Karten war ich hauptsächlich in den Spielmodi „Eroberung“ und „Durchbruch“ unterwegs. Beide haben gemeinsam, dass es „Tickets“ gibt, die Respawns erlauben. Wenn sie alle sind, hat das entsprechende Team keine Respawns mehr und verliert. In „Eroberung“ starten beide Teams mit je 1.000 Tickets und müssen dafür sorgen, dass das gegnerische Team seine Tickets zuerst aufbraucht, um zu gewinnen.

„Durchbruch“ gefiel mir jedoch besser. Eine Seite greift an, die andere verteidigt. Die angreifende Seite muss die gesamte Karte erobern, um zu gewinnen. Interessant an diesem Spielmodus ist, dass die verteidigende Seite unbegrenzt Tickets hat, während das angreifende Team nur 200 davon erhält. Die Angreifer können ihren Ticketvorrat allerdings wieder auffüllen, indem sie bestimmte Bereiche der Karte erobern. Es ist ein spannendes Gerangel, das immer chaotischer wird, je mehr Gebiet die Frontlinie erobert und je weiter das verbleibende Territorium der Verteidiger schrumpft.

Das sind die klassischen Spielmodi, die Battlefield seit seinen Anfängen ausmachen. „Seit 20 Jahren steht die Reihe für ein fantastisches Kartendesign und unglaubliche Spiele, und da müssen wir natürlich mithalten“, so Jeremy Chubb, Lead Producer bei DICE.

„Wir wissen, dass die Erwartungen enorm hoch sind, was einschüchternd sein kann, aber dann blicken wir noch mal auf die alten Karten zurück“, fuhr er fort. „Wir schauen uns einige unserer Lieblingskarten an, und lassen uns von dem inspirieren, was wir von früher kennen. Einige der Karten, die dem Entwicklerteam besonders gut gefielen, waren „Strike at Karkand“ aus Battlefield 2 und „Caspian Border“ aus Battlefield 3.

„Iberische Offensive“ und „Empire State“ sind Gibraltar und Brooklyn nachempfunden und deutlich gedrängtere Karten voller enger Winkel und Korridore. Diese Karten eignen sich besser für kleinere Spielmodi wie „Squad-Deathmatch“ und „Vorherrschaft“.
Erste Eindrücke von Battlefield 6 – vier Stunden Spiel lassen alte Zeiten aufleben – Waffe
Aber selbst auf den größeren All-out-Warfare-Karten befinden sich kleinere Bereiche, die als Kampfzonen bezeichnet werden. Die „Eroberung“-Version von „Belagerung von Kairo““ umfasst zum Beispiel den Bereich, der in der „Team Deathmatch“-Version der Karte verwendet wird. „Wenn man „Eroberung“ oder „Durchbruch“ spielt, fallen einem diese extrem durchgeplanten Gebiete sofort auf“, so Andersson. „Anstatt diese Modi an vorhandenen Layouts für „Eroberung“- oder „Durchbruch“ auszurichten, erstellen wir Designs speziell für sie, die wir dann in die entsprechende Karte integrieren.“

Er verriet zudem, dass ein neuer Modus namens „Eskalation“ hinzugefügt wurde, der Fans von „Eroberung“ begeistern werde. Der Modus ähnelt „Eroberung“, ist allerdings größer und enthält bis zu sieben Kontrollpunkten. Zwei Teams kämpfen darum, diese Punkte zu erobern, und während beide Seiten ihr Territorium ausweiten, bleiben immer weniger Punkte übrig, wodurch die Intensität der Kämpfe mehr und mehr zunimmt.

„Wir haben auch ein neues Punktesystem, das Wendepunkte und entscheidende Momente viel stärker bewertet“, so Andersson. „Wir wollten das Erlebnis eines gnadenlosen Krieges mit verbesserten klassischen Shooter-Modi und traditionellen Battlefield-Erlebnissen verbinden.“

„Eskalation“ war bei der Probedemo noch nicht verfügbar, aber laut Andersson soll es bald kommen. Auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie „Eskalation“ genau funktioniert, klingt es auf jeden Fall spannend. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, Battlefield 6 zu spielen, wenn es am 10. Oktober erscheint.

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